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NWZ vom 08.12.2011: Hochklassige Musiker
Hochklassige Musiker
Göppingen. Auch in diesem Jahr singt der renommierte Göppinger Kammerchor
wieder ein Konzert zugunsten der "Guten Taten" - und hat dafür einige Musiker
hoher Qualität mit an Bord genommen.
Der bekannte Gambist Michael Spengler aus Freiburg sowie Peter Kranefoed aus
Winnenden konzertieren dabei erstmals als Gäste des Kammerchors bei dem
beliebten Winternachtskonzert in der ausschließlich mit Kerzen erleuchteten
Göppinger Oberhofenkirche. Interessierte Zuhörer sollten sich beeilen. Das
mittlerweile fast ausverkaufte Konzert findet am Sonntag, 11. Dezember, um 18
Uhr in der Oberhofenkirche Göppingen statt. Eintrittskarten zum Preis von 12
Euro (Schüler 5 Euro) sind noch in der NWZ-Geschäftsstelle, beim i-Punkt im
Göppinger Rathaus und in der Baronnerschen Apotheke in Bad Boll erhältlich. Die
Plätze werden nach Bankreihen reserviert vergeben. Weitere Informationen auch im
Internet unter www.goeppinger-kammerchor.de. Neben alten und neuen Bearbeitungen
von bekannten Weihnachtshymnen wie "Christe, du Schöpfer aller Welt" oder "O
komm, o komm Emmanuel" erklingen anspruchsvolle Motetten von Johann Sebastian
Bach und Hugo Distler. Lob und Vorfreude auf die Festzeit umrahmen die intime
Erwartungsstimmung in Heinrich Schützens "Magnificat" und Max Regers "Unser
lieben Frauen Traum". Besondere Gäste des Göppinger Kammerchors sind dieses Jahr
erstmalig der berühmte Gambist Michael Spengler und der Winnender Organist und
Dirigent Peter Kranefoed. Sie werden mit sanfter Kammer- und Orgelmusik den
Abend bereichern. Michael Spengler wurde 1955 in Pforzheim geboren und lebt als
freischaffender Musiker in Karlsruhe. Er ist Mitglied in verschiedenen
renommierten Ensembles sowie Gast beim Freiburger Barockorchester-Consort. Peter
Kranefoed studierte Kirchenmusik, Orgel und Dirigieren in Stuttgart, Boston und
Freiburg. Derzeit ist er als Kirchenmusiker an St. Karl Borromäus in Winnenden,
außerdem Leiter verschiedener Chöre und Ensembles. Mit dem Programmtitel
"Winternachtskonzert" verspricht das weit über Göppingens Grenzen hinaus
bekannte Vokalensemble wie jedes Jahr einen außergewöhnlichen Hörgenuss. Neben
dem anspruchsvollen A-cappella-Programm lockt vor allem die stimmungsvolle
Atmosphäre des Konzertes seit vielen Jahren ein großes Publikum aus der gesamten
Region nach Göppingen und sorgt so regelmäßig für eine volle Konzertkirche. Die
gesamte Oberhofenkirche wird während des Konzertes ausschließlich mit Kerzen
erleuchtet sein.
NWZ vom 17.11.2011: Winternacht in der Kirche
Winternacht in der Kirche
Göppingen. Für viele Göppinger Bürger ist der Besuch des Winternachtskonzerts
wegen der außergewöhnlich stimmungsvollen Atmosphäre ein fester Bestandteil in
der Vorweihnachtszeit und damit fast ein kleines "Muss".
Bei der NWZ-Aktion "Gute Taten" ist dieses Benefizkonzert mittlerweile nicht
mehr wegzudenken: Auch in diesem Jahr konzertiert der renommierte Göppinger
Kammerchor mit dem traditionellen "Winternachtskonzert" in der Oberhofenkirche.
Das Benefizkonzert zugunsten der "Guten Taten" findet am Sonntag, 11. Dezember,
um 18 Uhr statt. Der Vorverkauf für die Winternacht ist bereits in vollem Gange.
Mit dem Programmtitel "Winternachtskonzert" verspricht das weit über Göppingens
Grenzen hinaus bekannte Vokalensemble wieder einen außergewöhnlichen Hörgenuss.
Neben dem sehr anspruchsvollen A-Cappella-Programm lockt vor allem die
ungewöhnlich stimmungsvolle Atmosphäre des Konzertes seit vielen Jahren ein
großes Publikum aus der gesamten Region nach Göppingen und sorgt so regelmäßig
für eine volle Konzertkirche. Die gesamte Oberhofenkirche wird während des
Konzertes ausschließlich mit Kerzen erleuchtet sein. "Obwohl wir in unserem 40.
Jubiläumsjahr in Göppingen bereits zwei große Konzertprojekte auf die Beine
gestellt hatten, war uns aufgrund der vielen Nachfragen schnell klar, dass wir
auch dieses wieder die Winternacht singen müssen", berichtet augenzwinkernd der
Vorsitzende des Göppinger Kammerchors, Gernot Imgart. Viele Menschen würden
wegen der besonders schönen Atmosphäre in die Oberhofenkirche kommen, die seit
vier Jahrzehnten dem Kammerchor als Konzertkirche mit einem klaren und
ausgewogenen Klang dient. Der Göppinger Kammerchor will in diesem Jahr neben
seinem gewohnt anspruchsvollen Programm aus Klassikern und Neuem auch bekannte
deutsche Weihnachtslieder singen und neu interpretieren. Gespannt sein darf auch
das Göppinger Publikum auf die Premiere des neuen künstlerischen Leiter des
Göppinger Kammerchors. Mihaly Menelaos Zeke hatte jüngst erst nach zehnjähriger
erfolgreicher Arbeit des Stuttgarter Kirchenmusikdirektors Hans-Eugen Ekert die
Stabführung des Göppinger Kammerchors übernommen. Zeke hatte in den vergangenen
drei Jahren bereits mehrfach mit dem Kammerchor zusammengearbeitet und dürfte
deswegen dem fachkundigen Göppinger Publikum bekannt sein. Mihaly Menelaos Zeke
wurde 1982 in London geboren und ist in Budapest und Athen aufgewachsen. Seit
2004 studierte Zeke Kirchenmusik und Klavier an der Musikhochschule in Stuttgart
2006 erhielt er das Kyveli-Horn Stipendium für Chorleitung. Seit April 2011
studiert Zeke in der Meisterklasse Chor- und Oratorienleitung. Info
Eintrittskarten zum Preis von 12 Euro (Schüler 5 Euro) sind ab Dienstag, 22.
November, in der NWZ-Geschäftsstelle, beim i-Punkt im Göppinger Rathaus und in
der Baronnerschen Apotheke in Bad Boll erhältlich. Ein rechtzeitiger Kartenkauf
ist angeraten. Die Plätze werden nach Bankreihen vergeben. Mehr Informationen
gibt es unter www. goeppinger-kammerchor.de.
NWZ vom 03.11.2011: Über eine Dekade dem Kammerchor geprägt
Über eine Dekade dem Kammerchor geprägt
Göppingen. Einen Stabwechsel gab es dieser Tage beim Göppinger
Kammerchor. Nach zehn Jahren gab Hans-Eugen Ekert die Leitung an Mihaly Zeke
ab.
Für den Göppinger Kammerchor ging mit dem Konzert in der Oberhofenkirche eine
kleine Ära zu Ende. Dort feierte der langjährige Chorleiter Hans-Eugen Ekert
seinen Abschied von dem namhaften Kammerensemble. Der Stuttgarter
Kirchenmusikdirektor hat nach zehnjähriger künstlerischer Leitung seinen
Dirigentenstab in jüngere Hände gelegt. Nachfolger wird der Stuttgarter
Chorleiter Mihaly Zeke, der bereits mehrfach mit dem Vokalensemble
zusammengearbeitet hat.
"Hans-Eugen Ekert hat unser Ensemble über eine Dekade hinweg mit seiner
menschlichen und künstlerischen Art positiv geprägt und weiterentwickelt",
betont Kammerchor-Vorsitzender Gernot Imgart. Das ambitionierte Ensemble
erarbeitete sich unter Ekert insbesondere mit der historischen Aufführungspraxis
neues Terrain. Höhepunkte waren die Realisierung barocker Mehrchörigkeit und die
Aufführung der Matthäus-Passion Bachs mit historischen Instrumenten.
Sein Nachfolger Mihaly Zeke wurde 1982 in London geboren und ist in Budapest
und Athen aufgewachsen. Von 2005 bis 2008 diente er als Organist der Friedens-
und Lukaskirche Stuttgart. 2006 erhielt er das Kyveli-Horn Stipendium für
Chorleitung.
NWZ vom 25.10.2011: Hohe Erwartungen erfüllt
Hohe Erwartungen erfüllt
Von Ursula Böttcher
Göppingen. Mit Werken von Mendelssohn Bartholdy und Bruckner feierte der
Göppinger Kammerchor seinen 40. Geburtstag in der Oberhofenkirche. Sänger und
Bläser meisterten die anspruchsvollen Werke auf hohem Niveau.
Das 40-jährige Bestehen muss man nicht feiern. Man kann, man darf - und
sollte es tun, wenn das Publikum dabei eine solche Aufführung wie jetzt in der
Göppinger Oberhofenkirche erleben kann. Aufmerken ließ allein schon das Programm
mit den zwei schillernden Komponisten. Sowohl Felix Mendelssohn Bartholdy als
auch Anton Bruckner sperren sich der glasklaren Einordnung in Rubriken und
Richtungen, und die e-Moll-Messe des österreichischen Komponisten ist wegen der
hohen Anforderungen selten zu hören. Der Kammerchor und sein Leiter, der
Stuttgarter Kirchenmusikdirektor Hans-Eugen Ekert, hatten also wieder einmal
hohe Erwartungen geweckt. Mendelssohn Bartholdys Motette "Herr, Gott, du bist
unsere Zuflucht für und für" ist eine Konzentration auf den reinen Gesang und
war der erste Spot auf das hohe Können der Sänger. Die Melodie beginnt mit
spröden Klängen, sie werden zu freudiger Fülle und gehen schließlich in das
kräftige Halleluja über. In "Jauchzet dem Herrn alle Welt" wird die Freude im
komplizierten Stimmengeflecht weiter ausgesponnen. Die ersten Takte von
Bruckners "Christus factus est pro nobis" erscheinen in ihrer Ausgewogenheit
zunächst als melodische Antithese. Harsche Übergänge und einzelne dissonante
Passagen fordern den Chor weiter und fügen dem Programm neue Facetten hinzu. Das
"Virga Jesse floruit" mündet in ein vielgestaltiges Halleluja und klingt lange
nach. Zwei Aequale Bruckners für drei Posaunen erweitern nochmal das Spektrum
und leiten zum zweiten Programmteil über. Weitere zwölf Bläser - Musiklehrer und
-schüler Schüler aus dem Kreis - kommen zu Chor und Posaunisten hinzu, und alle
zusammen erhöhen den Anspruch des Abends zur achtstimmigen e-Moll-Messe mit
seiner Komplexität, Farbigkeit, seinem Wechsel zwischen lyrischen Passagen und
Dramatik. Das Kyrie beginnt mit zarten Frauenstimmen, in die sich ein
Bläserschub einschaltet. Männerstimmen lösen sie ab, schließlich finden alle
zusammen und steigern sich zum Forte und Fortissimo. Wieder einen anderen
Charakter hat das Gloria mit seiner Vielfältigkeit und Dynamik. Es springt von
lyrischen zu dramatischen Phasen, wird fast schon zum fröhlichen Durcheinander,
als die Bläser hinzukommen, und bricht am Ende regelrecht ab. Das Credo steigert
sich von der Entspannung zur Dramatik und stirbt auf dem Höhepunkt ab. Das
Sanctus ist vollmundig, im Benedictus zwitschern die Bläser den Sängern
dazwischen, und zusammen werden sie dann zu Wellen von Musik. Kurz nachdem in
der Oberhofenkirche das Agnus Dei mit dem weichen pacem ausgeklungen war,
läutete wie bestellt ein Kirchenglöckchen, als ob es den Abend kommentieren
wolle: Ein schönes Konzert, das alle Erwartungen erfüllte.
NWZ vom 24.05.2011: Märchenzauber, heiße Rhythmen
Göppingen. Die "Maiennacht" mit dem Göppinger Kammerchor gehört
inzwischen zu den Konzerten mit Tradition in der Oberhofenkirche. Am Sonntag
wurde der Kammerchor von Jasmin Kolberg & friends unterstützt.
Von Lilli Ell
Wie von einem Maiennachtskonzert erwartet, war die Programmauswahl
"sommerlich durchweht", wie es der Dirigent des Kammerchors Mihály Zeke in
seiner Begrüßung ausdrückte. Auch der warme, griffige Marimbaklang, der von
Jasmin Kolbergs Hand meisterlich durch das Gemäuer der Oberhofenkirche wehte,
ergänzte vortrefflich das Programm. Eine märchenhafte Maiennacht, die mit
"Nicolette", Maurice Ravels Rotkäppchen, ihren zauberischen Anfang nahm. Der
Rundgesang "Ronde" brachte die ganze Märchenwelt zum Klingen, und Jasmin Kolberg
nahm das Märchenthema mit Debussys "La belle au bois dormant" auf, dem
Dornröschen, dem die Marimba einen eigenen Reiz verlieh. In Eric Sammuts
"Caméléon" zeigte Jasmin Kolberg mit Henrik Mumm am Kontrabass und Ulrich
Schlumberger am Akkordeon, welche Klangvielfalt die Marimba auszeichnet und wie
viele musikalische Farbwechsel, ganz dem Titel gemäß, aus diesem Stück
herauszuholen sind. Da begegneten dem Zuhörer dunkel geheimnisvolle Klänge, die
von leichtfüßig tänzerischen Passagen abgelöst wurden; das Akkordeon setzte
aufsteigende Akzente und glitt ins Weiche zurück, während die Marimba dem
Akkordeon den Vortritt ließ, um dann wieder mit rasantem Tempo die Führung zu
übernehmen und schließlich das Stück zart ausklingen zu lassen. Die beiden
Brahms-Lieder "Da unten im Tale" und "O süßer Mai" schlossen den ersten Block
vor der Pause ab.
Astor Piazzolla bildete den Rahmen für den zweiten Konzertteil. Zuerst
erklangen Teile seiner "Tango Suite", zum Abschluss sein berühmter "Libertango",
heiße Tangorhythmen in lauer Maiennacht. "Nur sensible Menschen sind empfänglich
für die Emotionen, die in meiner Musik stecken", schrieb Piazzolla. Kolberg und
ihre Begleiter verstanden es, die Emotionen dieser Musik hörbar zu machen. Ihr
"Hombre dAout" von Eric Sammut setzte sonnendurchflutete Akzente dazu. Engagiert
und zielstrebig leitete Mihály Zeke den Kammerchor durch das im zweiten
Konzertteil nicht weniger anspruchsvolle Programm. Mit Benjamin Brittens "Fünf
Blumenlegenden" war der Chor sehr gefordert. Da war der Klang nicht durchgehend
einheitlich, auch in den einzelnen Stimmen fehlte immer wieder die Homogenität.
Insgesamt war das Zusammenspiel von Chor, Marimba, Akkordeon und Kontrabass sehr
gelungen, wofür es verdienten Schlussapplaus gab.
NWZ vom 19.05.2011: Maiennachtskonzert in Oberhofenkirche Jasmin Kolberg mit Göppinger Kammerchor Göppingen.
Maiennachtskonzert in Oberhofenkirche Jasmin Kolberg mit Göppinger
Kammerchor Göppingen
Jasmin Kolberg & Friends sowie als Gastgeber der Göppinger Kammerchor
gestalten am Sonntag ein Maiennachtskonzert in der Oberhofenkirche. Das Konzert
in der Oberhofenkirche beginnt um 18 Uhr. Auf dem Programm stehen arrangierte
Werke für das Marimbaphon, Kontrabass und Akkordeon sowie außergewöhnliche
Vokalstücke für A-cappella-Chor. Ein Teil der Einnahmen werden als Benefiz
zugunsten des Erhalts der Oberhofenkirche verwendet.
Die Themen Mai und Frühsommer werden am Sonntag auch Teil unseres
musikalischen Programms sein", verrät der junge Stuttgarter Dirigent Mihaly Zeke
im Vorfeld des Konzertes. Nach seinem Kirchenmusikstudium absolviert Zeke
derzeit ein neu eingerichtetes Masterstudium für Chorleitung in Stuttgart. Er
hat bereits mehrfach mit dem Göppinger Kammerchor zusammengearbeitet. "Gerade
die Zusammenarbeit mit Künstlern aus der Region oder mit Nachwuchsmusikern wie
von der Göppinger Jugendmusikschule sind für uns wichtiger Bestandteil unserer
Sommerkonzerte", so Zeke. Und es ist auch immer wieder eine Herausforderung für
die Suche nach Stücken und für die richtige Programmgestaltung. Auf dem Programm
der diesjährigen "Maiennacht" stehen Benjamin Brittens "Five Flower Songs Op.
47" aus dem Jahre 1950. Die Texte des Chorwerkes erzählen in verschiedenen
Perspektiven die Geschichten von Blumen und Pflanzen. Britten zeigt sich bei den
anspruchsvollen A-cappella-Stücken als ein moderner Madrigalist. Ebenfalls zu
hören ist in Oberhofen Maurice Ravels die "Trois Chansons pour choeur mixte sans
accompagnement". Das Werk entstand in den Kriegsjahren 1914 und 1915. Das
Programm wird durch weltliche Chorsätze von Johannes Brahms ergänzt. Erstmals
werden Jasmin Kolberg & Friends mit dem Kammerchor in einem Konzert
auftreten. Die Perkussionistin aus Uhingen begeistert seit Jahren auf nationalen
und internationalen Konzertpodien. Sie ist Preisträgerin von internationalen
Wettbewerben und lehrte von 2007 bis 2010 Marimba an der Royal Scottish Academy
of Music in Glasgow. Heute ist sie Dozentin an der Hochschule für Musik und
Darstellende Kunst in Mannheim. Info Karten im Vorverkauf gibt es beim i-Punkt
im Rathaus Göppingen und in der NWZ-Geschäftsstelle in der Rosenstraße, Pro
verkaufte Karte wird ein Euro als Spende an den Verein zum Erhalt der
Oberhofenkirche gespendet. Mehr Informationen: www.goeppinger-kammerchor.de
NWZ vom 13.05.2011: Kammerchor feiert Geburtstag
Kammerchor feiert Geburtstag
Göppingen. Der Kammerchor wird 40 Jahre alt. Dazu möchte das Vokalensemble
mit weiteren Künstlern zu Gunsten der Innenrenovierung der Oberhofenkirche
musizieren. Der Vorverkauf zu den Konzerten läuft bereits. Mit einem besonderen
Konzertprogramm feiert der Göppinger Kammerchor dieses Jahr sein 40-jähriges
Bestehen.
Das mittlerweile über die Grenzen Göppingens hinaus bekannte Vokalensemble
wird wieder mit renommierten Künstlern aus der Region Stuttgart gemeinsam
auftreten und dabei auch A-cappella bieten. Mit einem Teil der Erlöse will der
Kammerchor auch den Erhalt der Oberhofenkirche unterstützen, wie der Chor
bekannt gibt. Bereits zum Auftakt des Jubiläumsjahr am Sonntag, 22. Mai,
verspricht das Ensemble seinem Publikum einen musikalischen Leckerbissen. In
einer "Maiennacht" tritt der Kammerchor erstmals mit der international bekannten
Perkussionistin Jasmin Kolberg auf. Kolberg gehört zu den herausragenden
deutschen Künstlern auf dem Marimbaphon und wird in die Oberhofenkirche ihr
eigenes Trio "Jasmin Kolberg und Friends" mitbringen. Aufgeführt werden
Originalwerke und Bearbeitungen für Marimbaphon, Akkordeon und Kontrabass unter
anderem von Astor Piazzolla, Claude Debussy und Eric Sammut. Pfiffige Rhythmen
und sommerliche Vorahnung durchwehen das Programm, kombiniert mit
A-cappella-Gesang vom Feinsten. Die Leitung wird hier der junge Stuttgarter
Dirigent Mihaly Zeke haben. Im Herbst wird der Chor dann am 23. Oktober in einem
"Jubiläumskonzert" Anton Bruckners E-Moll-Messe aufführen. Das achtstimmigen und
äußerst anspruchsvolle Chorwerk wird über weite Strecken A-cappela gesungen.
Begleitet wird der Chor von einem dreizehnköpfigen Bläserensemble, das aus
Lehrern und Schülern aus dem Kreis Göppingen besteht. Auch bei diesem Konzert
soll es eine weitere Zusammenarbeit mit einem Künstler aus Göppingen geben. Mit
einer Kombination aus Sprache und Musik will der Kammerchor, laut einer
Pressemitteilung, neue Wege gehen. Dazu soll der bekannte Schauspieler und
Rezitator Wolfgang Klein einen eigenen künstlerischen Beitrag leisten.
Info Beim Auftaktkonzert am 22. Mai gastieren Jasmin Kolberg
und Friends erstmals gemeinsam mit dem Kammerchor in einer "Maiennacht" in der
Oberhofenkirche um 18 Uhr. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Karten zum
Preis von 15 Euro (5 Euro für Schüler) sind am i-Punkt im Rathaus Göppingen oder
in der Geschäftsstelle der NWZ in der Rosenstraße erhältlich. Pro verkaufte
Eintrittskarte wird 1 Euro als Spende an den Verein zum Erhalt der
Oberhofenkirche abgeführt. Die Karten sind nach Bankreihen nummeriert. Mehr
Informationen im Internet unter www.goeppinger-kammerchor.de
NWZ vom 19.03.2011: Göppinger Kammerchor sucht junge Sänger
Göppinger Kammerchor sucht junge Sänger
Der Göppinger Kammerchor feiert dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen mit
zwei Konzertprogrammen. Für die aktuelle Projektphase werden jetzt junge
ambitionierte Tenöre und Bässe aus Göppingen und Umgebung gesucht. Für den
Sonntag, 22. Mai, ist ein Maiennachtskonzert mit der Marimbaspielerin Jasmin
Kolberg in der Oberhofenkirche Göppingen geplant. Aufgeführt werden Maurice
Ravels phantasievolle "Trois Chansons" und Benjamin Brittens frühlingshafte
"Flower Songs" in den Originalsprachen. Vor jeder Probe findet eine kurze
Stimmbildungseinheit statt. Weitere Infos gibt es beim Vorsitzenden Gernot
Imgart unter Telefon: (07161) 659-750 oder unter info@goeppinger-kammerchor.de.
Kennenlern- und Stimmtest-Termine sind für den 22. März und den 5. April ab 18
Uhr in Göppingen geplant. Die Proben finden dann in der Regel dienstags von
19.30 bis 22 Uhr statt.
NWZ vom 30.11.2010: Beweglich und ausdrucksintensiv
Beweglich und ausdrucksintensiv
Von Lilly Ell
Göppingen. Zur schon traditionellen Winternacht hatte der Kammerchor
Göppingen unter der Leitung von Mihàly Menelaos Zeke in die festlich mit
Kerzenlicht erleuchtete Göppinger Oberhofenkirche geladen.
Auf dem Programm standen Werke von Bruckner, Brahms, Poulenc und Britten, die
- so unterschiedlich die Komponisten sind - alle die Gestalt Marias in den
Mittelpunkt rückten. Zu Beginn erklang Bruckners vierstimmiges "Locus iste",
eine schlichte, ergreifende Motette, die vom Chor mit exakter Stimmführung und
klar herausgearbeiteter Dynamik dargeboten wurde. Damit legte sich der Chor auch
inhaltlich fest: "Locus iste", das ist der geheimnisvolle Ort, an dem dem
Suchenden Gott begegnen will, wie einst Jakob auf der Himmelsleiter. Im
Mittelpunkt der intelligent ausgewählten Lieder und Motetten stand Poulencs
"Quatre motets pour le temps de Noël", das mit Weihnachtsliedern aus Holland,
Russland und Ungarn im Duktus von Poulenc ergänzt wurde. Poulencs Motette
verlangt ein Höchstmaß an Beweglichkeit und Ausdrucksintensität, was der Chor
unter Beweis stellte. Wort und Ton bildeten so eine reine und farbige Harmonie.
Das zeigte sich auch in dem ausgewogenen Solistenquartett bzw. -quintett aus dem
Chor. Evelyn Scheurer, Sopran, Susanne Ziegler, Alt, Evert van Grootel, Tenor,
Martin Baronner, Bariton, und Gernot Imgart, Bass, überzeugten mit austarierter
Tonfülle und brachten die Töne klar und warm zum Klingen. Besonders
stimmungsvoll gelang das "A Hymn to the Virgin" von Benjamin Britten, das er im
Alter von 17 Jahren schrieb. Damit schuf Britten ein wahres Kleinod, das der
Chor besonders in den leisen Passagen ausgewogen und mit filigraner Technik
darbot. Solistenquartett und Chor im Wechsel, auch im örtlichen Wechsel - die
Solisten sangen auf der Empore -, was dem Stück einen eigenen Reiz verlieh.
Sehr lyrisch, mit romantischen Anklängen, aber nie schwülstig setzten die
Männerstimmen im zeitgenössischen "O magnum mysterium" von Morten Lauridseneinen
ausgewogenen Klangteppich für die Sopran- und Altstimmen. Am Ende nochmal ein
Brahms mit der Motette "Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz", einem
Meisterwerk der Chorliteratur, das das Ensemble facettenreich und ausdrucksstark
unter dem sehr engagierten und sicheren Dirigat von Mihàly Menelaos Zeke
interpretierte. Am Ende gab es dafür viel Beifall sowie als Zugabe das
Weihnachtslied "Es ist ein Ros entsprungen".
NWZ vom 27.11.2011: Bunter Adventszauber
Bunter Adventszauber
Kreis Göppingen. Weihnachtliche Lichter, winterlich dekorierte Schaufenster,
Adventskränze in den Läden. Das erste Adventswochenende steht vor der Tür.
Passend dazu ist am Wochenende zur Einstimmung im Kreis einiges geboten.
(...) In der Vorweihnachtszeit verwöhnen lassen, können sich auch die
Besucher des Bad Boller Weihnachtsmarktes. Geboten wird bei der Veranstaltung in
der Ortsmitte ein musikalisches Rahmenprogramm, welches von der Jugendkapelle,
über den Bläserchor, bis hin zum Kirchenchor reicht. Verköstigt werden die
Besucher des 26. Bad Boller Weihnachtsmarktes von Schmalzbrot, selbstgebackenem
Apfelbrot und Schnaps. Der Erlös wird der NWZ-Aktion "Gute Taten" zugute kommen.
Auch in der Oberhofenkirche wird es am Sonntagabend weihnachtlich. Zugunsten
der "Guten Taten" singt der Göppinger Kammerchor beim Winterweihnachtskonzert im
Kerzenschein. Nach solch einem ereignisreichen ersten Adventswochenende
dürfte sich auch der Letzte von der vorweihnachtlichen Adventszeit angesteckt
haben lassen.
NWZ vom 23.11.2010: Winternacht bei Kerzenschein
NWZ vom 23.11.2010: Winternacht bei Kerzenschein
Göppingen. Gute A-capella-Musik in einer außergewöhnlichen Atmosphäre: Das
verspricht das "Winternachtskonzert" bei Kerzenschein mit dem Kammerchor am
Sonntag in der Oberhofenkirche in Göppingen.
Die Oberhofenkirche ist voll besetzt. Für stimmungsvolle Beleuchtung sorgen
viele, viele Kerzen. Es herrscht eine ganz besondere adventliche Atmosphäre. Für
diese Szenerie sind die "Winternachtskonzerte bei Kerzenschein", die der
Göppinger Kammerchor immer wieder veranstaltet, zum Markenzeichen geworden. Seit
Jahren setzt sich der Chor damit auch für die gute Sache im Landkreis ein. Am
kommenden Sonntag um 18 Uhr steht das Benefizkonzert für die NWZ-Aktion "Gute
Taten" wieder auf dem Programm. Das Winternachtskonzert verbindet atmosphärische
Ausgewogenheit und stimmliche Klasse. Diesmal wird die Nacht zum Sinnbild.
Nachdem der Stuttgarter Chorleiter Mihaly Zeke beim Sommernachtskonzert des
Kammerchors in der Göppinger Stadtkirche mit einem eigenen Konzertprogramm
erfolgreich debütierte, wird er auch die Winternacht in diesem Jahr erstmalig
allein gestalten. "Einige grundlegende Gedanken treffen sich in der Auswahl der
Chorwerke", erläutert Zeke das künstlerische Konzept. Die Nacht selbst sei
zunächst als Sinnbild für den besorgten menschlichen Zustand zu verstehen, der
auf die Erlösung hofft - geht aber darüber hinaus. Neben fesselnden
A-cappella-Klängen des Kammerchores - unter anderem von Brahms, Bruckner oder
Britten - werden dieses Jahr die Solisten des Chors einen musikalischen
Leckerbissen darbieten. Aus der Zeit der Renaissance werden sie als Quintett
eine Marienverehrung des Komponisten Carlo Gesualdo (1566 bis 1613)
aufführen.
Info Eintrittskarten für das Konzert am 28. November gibt es
zum Preis von 10 Euro (Schüler 6 Euro) in der NWZ-Geschäftsstelle, beim i-Punkt
im Göppinger Rathaus und in der Baronnerschen Apotheke in Bad Boll. Die Plätze
werden nach Bankreihen reserviert vergeben. Mehr Informationen im Internet unter
www.goeppinger-kammerchor.de.
NWZ vom 22.06.2010: Madrigale auf dünnem Eis
Madrigale auf dünnem Eis
Göppingen. Die Veranstalter des Sommernachtskonzertes in der Stadtkirche
gingen ein Experiment ein, als sie Klassik und Jazz zusammenspannten. Das
Ergebnis war überaus lohnenswert.
Etwas hat die beste Organisation nicht in der Hand - nämlich das Wetter. Der
trübe Himmel machte dem Flanieren im Freien mit Sektglas in der Hand einen
Strich durch die Rechnung. Aber abgesehen davon, dass sich das Publikum in der
Pause auch im Kircheninnern bestens unterhielt, war der Abend so überzeugend,
dass ihm auch das heftigste Unwetter nichts hätte anhaben können. Ein bisschen
Anspannung lag in der Luft. Verständlicherweise, denn mit dem Vorhaben, ganz
verschiedene Stilrichtungen und zwei ganz verschiedene Ensembles
zusammenzubringen, betrat man schließlich in der in der noch jungen Reihe der
Sommernachtskonzerte neue Pfade. Unter dem Leitmotiv sommerlicher Leichtigkeit
führten sie von französischen Madrigalen und Liedern von Claude Debussy zu noch
nie gehörten Jazzarrangements und vereinigten den etablierten Göppinger
Kammerchor mit den jungen, lässigen Jazzico-Leuten der Jugendmusikschule. Mihaly
Zeke, der die künstlerische Gesamtleitung unter sich hatte, gelang es, mit
dieser Mischung eine überzeugende Synthese aus Bewährtem und Überraschendem zu
schaffen und somit etwas ganz Neues zu gestalten. Zuerst fädelt sich die lange
Reihe des Kammerchors im Kirchenchor auf, später kommen die fünf Solisten hinzu.
Sie haben leichte, luftige Lieder aus der französischen Renaissance mitgebracht.
Mit klaren Stimmen, in feinen Nuancen und mit einer Prise Witz geben sie die
vertonten Gefühle, Stimmungen und Alltagssituationen wieder. Ein Liebeslied
erzählt von festem Vertrauen, das Trillern und Zirpen der Vögel von einem lauen
Tag. Die Frau, die über ihren Mann tuschelt, kann man sich leibhaftig
vorstellen. Jazzico gesellt sich zum Kammerchor. Die Nachwuchsmusiker und ihr
Leiter Hartmut Zeller, der die meisten der Arrangements geschrieben hat, holen
das französische Klatschweib prägnant und lakonisch in die Gegenwart. Es geht
übers Mittelmeer und nach Brasilien. Das "dünne Eis", von dem Zeller vorab noch
gesprochen hatte, erweist sich als äußerst tragfähig: Die Instrumentalisten und
vorneweg die stimmgewaltige Sängerin Maarlen Stecher hinterlassen einen
souveränen Eindruck, das Publikum in der Stadtkirche honoriert die Vorträge mit
Zwischenapplaus. Das musikalische Konzept des Abends setzt sich ganz
konzentriert bei den Liedern Debussys und deren Paraphrasen fort. Die
Bildhaftigkeit der Madrigale weicht sinnlichen Klanggebilden und einer ganz
anderen Rhythmik - der Kammerchor und Jazzico nehmen die Herausforderung
erfolgreich an. Mit den Beatles gab es zum Schluss einen weiteren Stilwechsel.
Spannungsvoll stellten Jazzico und der Kammerchor ihre Interpretationen von
"Michelle" und "Yesterday" gegeneinander, vereinigen sich schließlich bei "Lady
Madonna" - und ließen Qualitäten aufleuchten, die man fast schon vergessen
hatte.
NWZ vom 13.06.2010: Von Madrigal und Debussy bis Pop
Göppingen. Ein ungewöhnliches Sommernachtskonzert vom französischen
Madrigal über Debussy bis zu Pop geben der Göppinger Kammerchor und die
Jazzformation Jazzico am Sonntag, 20. Juni, in der Stadtkirche. Das insgesamt
dritte Sommernachtskonzert veranstaltet der Göppinger Kammerchor am Sonntag, 20.
Juni, in der Stadtkirche Göppingen. Wie jedes Jahr hat sich das renommierte
Vokalensemble für diesen Termin ein junges Partner-Ensemble ausgesucht. Dieses
Jahr gibt es eine Premiere in der Zusammenarbeit mit der mehrfach
ausgezeichneten Göppinger Jazzformation Jazzico von der Jugendmusikschule
Göppingen unter der Leitung von Hartmut Zeller. Damit wagt sich der Kammerchor
mit seinen anspruchsvollen A-cappella-Stücken auch musikalisch auf ein
ungewöhnliches und kontrastreiches Terrain vor. Natur, Liebe und sommerliche
Heiterkeit treffen sich in einem musikalischen Dialog, der den Bogen zwischen
Renaissance und Moderne, Komposition und Improvisation spannt. Neben Debussy
werden auch populäre und poppige Stücke zu hören sein. Die Leitung des Göppinger
Kammerchors wird dabei der junge Stuttgarter Dirigent Mihaly Zeke haben. Mit
Chorwerken wie Janequins "Vogelgesang", Debussys virtuosen "Drei Chansons" und
"Michelle" von den Beatles ist dabei eine Sehnsucht nach den französischen
Küsten unverkennbar. Die Gruppe "Jazzico" unter der Leitung von Hartmut Zeller
antwortet mit Paraphrasen und Arrangements und lässt anhand von den vorhandenen
musikalischen Ideen die Phantasie der jungen Musiker mit Lust und Frische zur
Entfaltung kommen. Unter anderem sind eigene Interpretationen von alten
französischen Madrigalen zu hören; so lassen sie sich ihrerseits auf eine
ungewohnte künstlerische Zusammenarbeit mit dem Kammerchor ein. Beide Ensembles
betreten damit für sich musikalisches Neuland. Mehr Informationen im Internet:
www.goeppinger-kammerchor.de
NWZ vom 02.12.2009: Der Heiden Heiland kommt
Der Heiden Heiland kommt
Von Lilli Ell
Göppingen. Ein Winternachtskonzert mit dem Göppinger Kammerchor fand in der
Göppinger Oberhofenkirche statt. Für die Vorträge gab es viel Beifall.
Traditionen sind gut und geben den Menschen Nachhaltigkeit, insbesondere zu den
Festzeiten im Jahreslauf. So ist es in der Zwischenzeit eine gute und schöne
Tradition des Kammerchores der Göppinger Oberhofenkirche, den ersten Advent mit
einem Winternachtskonzert zu feiern. Und nicht nur das: Der Kammerchor mit
seinem Dirigenten Hans-Eugen Ekert zelebrierte den Beginn des Konzerts ebenfalls
in traditioneller Weise: Indem die Sänger in den Altarraum der mit Kerzen
festlich erleuchteten Kirche einziehen. Dabei intonierten sie den lateinischen
Hymnus "Veni, redemptor gentium", was auch das Motto des wohl durchdachten
Programms war, und mit dem der Chor am Schluss wieder auszog.
Chor, Orgel und das LukasBarockensemble musizierten in verschiedenen
Variationen und Stilen Sätze und Vertonungen des bekannten Liedes "Nun komm der
Heiden Heiland". Nach dem ruhigen, getragenen Eingang versetzte der einstimmige
Satz von Martin Luther nach Aurelius Ambrosius aus dem 15. Jahrhundert die
Zuhörer in die erwartungsvolle Haltung des Advents. Die Abwechslung von
unisono-Gesang und polyphonen Strophen von Raselius und Osiander brachte Farbe,
Bewegung und einen angenehmen Kontrast zur Ruhe aus dem einstimmigen Satz.
Das Magnifikat "Meine Seele erhebt den Herren" von Heinrich Schütz gelang mit
feiner Dynamik und einem filigranen Dialog zwischen den einzelnen Chorstimmen,
wobei die Männerstimmen ihre Einsätze zupackender hätten gestalten dürfen. Mit
dem bekannten "O Heiland, reiß die Himmel auf" von Johannes Brahms empfahl sich
der junge Dirigent Mihaly Zeke, der auch Max Regers "Macht hoch die Tür"
dirigierte. Sehr sicher und bestimmt führte er die Sänger mit viel Engagement
und Einfühlung durch die Motette. Auch die drei Marienlieder von Johannes Brahms
sang der Chor mit zarter Klangfarbe und schwingendem Duktus.
In der Bachschen Kantate zum ersten Advent "Nun komm der Heiden Heiland"
setzte Ekert auf solistische Stimmen aus dem Chor. Der Tenor zeigte eine schöne,
klare Stimmführung und sang seine Partie sicher; dasselbe galt auch für die
Sopranstimme, die eine warme, angenehme Tönung innehatte. Von Anfang an aber war
das Streicherensemble sehr dominant, was besonders der Bassstimme zu schaffen
machte, die eigentlich eine sehr ausgewogen klare "Vox Christi" im Rezitativ
hören ließ. Der Eingangssatz der Kantate war in der Konzeption fast zu behäbig
und mit zu wenig barockem Glanz ausgestattet. Trotzdem gelang den Akteuren ein
sehr stimmungsvolles Konzert, für das sich die Zuhörer mit viel verdientem
Beifall bedankten.
NWZ vom 27.11.2009: Kamerchor erhellt Winternacht
Kamerchor erhellt Winternacht
Göppingen. Ein stimmungsvolles Konzert des Kammerchors in der Oberhofenkirche
ist einer der Höhepunkte im Benefizprogramm der "Guten Taten" am Wochenende - es
gibt aber auch Skatrunden und Schmalzbrote für den guten Zweck.
Eine Winternacht bei Kerzenschein wird am kommenden Sonntagabend ab 18 Uhr in
der Göppinger Oberhofenkirche herrschen. Besonderes Flair ist garantiert. Denn
beim Konzert des Göppinger Kammerchors für die "Guten Taten" wird das
altehrwürdige Gotteshaus ausschließlich mit Kerzen beleuchtet sein. Für den
richtigen Ton und ein unverwechselbares Konzerterlebnis sorgt das bekannte
Ensemble mit Werken von Brahms, Bruckner und Grieg. Einer der Höhepunkte wird
die Bach-Kantate "Nun komm der Heiden Heiland" sein. Der Göppinger Chor wird
dabei von dem renommierten Lukas-Barockorchester aus Stuttgart begleitet.
Außerdem tritt der Chor erstmals mit dem jungen Stuttgarter Chorleiter Mihaly
Zeke auf. Karten für das Konzert sind bei der NWZ (Rosenstraße 24) und beim
i-Punkt im Rathaus sowie der Baronnerschen Apotheke in Bad Boll für 10 Euro
(ermäßigt 6 Euro) zu haben. Der Auftritt des Kammerchors ist aber längst nicht
die einzige Benefizaktion am Eröffnungswochenende.
Bereits am Samstag veranstaltet der Skatclub Barbarossa Göppingen in den
Räumen der DJK in der Hohenstaufenstraße ein öffentliches Skatturnier zugunsten
der NWZ-Aktion. Mitmachen kann jedermann. Es stehen Vereinsmitglieder beratend
zur Seite. Informationen und Anmeldungen unter Telefon: (07161) 922780 oder 0170
9478365. · Eine lange Tradition im Programm der NWZ-Benefizaktion hat der
Schmalzbrotverkauf beim Weihnachtsmarkt in Bad Boll. Dort stehen am Samstag ab
11 Uhr wieder Bürgermeister Hans-Rudi Bührle, Mitglieder des Gemeinderats und
der Gemeindeverwaltung hinter dem Stand, um mit Schmalzbrot, Schnaps und
Apfelbrot die Spendenkasse zu füllen. Zum 25. Mal stellen sich die Bad Boller in
diesem Jahr in den Dienst der guten Sache und haben in den vergangenen Jahren
viele tausend Euro eingespielt. · Schließlich ist in Heiningen am Sonntag von 15
bis 18 Uhr die Musik- und Kunstschule Weinhardt geöffnet. Auch dort wird der
Erlös den "Guten Taten" gespendet.
NWZ vom 19.11.2009: Kammerchor engagiert sich
NWZ vom 19.11.2009
Kammerchor engagiert sich
Göppingen. Es ist gleich zum Beginn ein "Gute-Taten"-Konzert der besonderen
Klasse: Der renommierten Göppinger Kammerchor tritt beim Winternachtskonzert in
der stimmungsvollen Oberhofenkirche auf.
Es ist in der Stadt nun schon eine kleine Tradition geworden. Der renommierte
Göppinger Kammerchor konzertiert auch dieses Jahr wieder mit seinem
"Winternachtskonzert" bei Kerzenschein in der Göppinger Oberhofenkirche. Das
Benefizkonzert zugunsten der NWZ-Aktion "Gute Taten" findet am Sonntag, dem 29.
November um 18 Uhr statt.
Mit dem Programmtitel "Ein Winternachtskonzert" verspricht das über
Göppingens Grenzen hinaus bekannte Vokalensemble einen außergewöhnlichen
Hörgenuss. Vor allem die stimmungsvolle Atmosphäre des Konzertes lockt seit
vielen Jahren ein großes Publikum aus der gesamten Region an und sorgt
regelmäßig für eine volle Konzertkirche. Die gesamte Oberhofenkirche wird
während des Konzertes ausschließlich mit Kerzen erleuchtet sein. Der Vorverkauf
läuft. Im Programm des Winternachtskonzertes wird es dieses Jahr einige
musikalische Leckerbissen geben. Neben fesselnden A-cappella-Klängen unter
anderem von Johannes Brahms, Anton Bruckner oder Edvard Grieg wird ein
besonderer Höhepunkt des Konzertes die Aufführung der Kantate "Nun komm, der
Heiden Heiland" von Johann Sebastian Bach sein. Die Vokalsolisten kommen
ausschließlich aus dem Göppinger Kammerchor. Bei diesem Stück wird der
vierstimmige Kammerchor dieses Jahr von dem renommierten Lukas-Barockorchester
aus Stuttgart unter der Leitung von Hans-Eugen Ekert instrumental begleitet. Ein
weiteres Novum wird in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit dem jungen Stuttgarter
Chorleiter Mihaly Zeke sein, der einen Teil des Konzertprogramms mit dem
Kammerchor einstudiert hat.
Info Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro (Schüler 6 Euro) sind im
Vorverkauf in der NWZ-Geschäftsstelle, beim i-Punkt im Göppinger Rathaus und in
der Baronner"schen Apotheke in Bad Boll erhältlich. Die Plätze werden nach
Bankreihen reserviert. Ein weiteres Konzert findet am 28. November um 19 Uhr in
der Evangelischen Kirche Dürnau statt (nur Abendkasse). Mehr Informationen unter
http://www.goepinger-kammerchor.de.
NWZ vom 03.12.2008: Kammerchor überzeugt bei Benefizkonzert
NWZ vom 3. Dezember 2008
Kammerchor überzeugt bei Benefizkonzert Auftritt für die
"Guten Taten" in der Oberhofenkirche - Von barocken Klängen bis in die
Moderne
Der Göppinger Kammerchor präsentierte sich am Sonntagabend in der
stimmungsvoll mit Kerzen erleuchteten Oberhofenkirche in Göppingen.
LILLI ELL
Göppingen Das Winternacht-Konzert zum 1.Advent - zu Gunsten
der "Guten Taten" ist auf dem Wege, eine gute Tradition für die Stadt zu werden.
Noch vor der Kirche, sozusagen wie aus einer fernen Welt, erklang das "Nun komm
der Heiden Heiland". Dann zog das Ensemble mit dem einstimmig intonierten
lateinischen Hymnus "Veni, redemptor gentium" durch den Mittelgang der Kirche in
den Altarraum ein. Klare, intonationsgenaue und durchsichtige Töne erfüllten die
Kirche, nahmen die Zuhörer in eine längst vergangene Zeit hinein und stimmten
ein auf den Advent, die Ankunft des Herrn. Mit zarten Tönen und einer
ausgefeilten Dynamik folgte die Begegnung von Maria und Elisabeth "Übers Gebirg
Maria geht" von Johann Eccard. Freudig bewegt preist Elisabeth Maria als die
Mutter des Herrn. Freudig bewegt sang der Chor die Strophen mit feiner
Phrasierung und ausdrucksstarken leisen Passagen. Der junge Organist Mihaly
Menelaos Zeke nahm das Thema "Nun komm der Heiden Heiland" mit drei
Choralvorspielen von Johann Sebastian Bach in seinem Orgelzwischenspiel auf - in
feiner Abstufung von einer leiseren Variante bis hin zu mächtig brausenden
Orgeltönen. Nach diesen barocken Klängen machte der Chor einen Zeitsprung ins
19. Jahrhundert. Es standen drei Adventsmotetten von Joseph Rheinberger auf dem
Programm. Sie orientieren sich am Kontrapunkt, die Stimmen sind
gleichberechtigt. Gerade hier zeigten Tenöre und Bässe eine tragende Funktion
und überzeugten mit fein abgestimmter Dynamik und schlankem Duktus. Anton
Bruckners Motette "Virga Jesse floruit" beschloss diesen Teil des Konzertes. Der
klare Klang der Frauenstimmen, eine geradezu kühle Schönheit der Stimmführung,
die sich jede Gefühlsduselei verbot, ließ authentische Andacht zu. Nach einem
erneuten Orgelzwischenspiel von Max Reger machte der Chor einen Zeitsprung in
die Moderne. Heinz Werner Zimmermanns "Mache dich auf, werde Licht" umrahmte
zwei Motetten von Francis Poulenc. Jede dieser Motetten atmet den Geist Bachs,
den Poulenc sehr verehrte, trotzdem bleiben sie ganz seine eigenen, stilistisch
progressiven Werke. So zeichnete und interpretierte sie der Chor auch, besser
gesagt der Dirigent Hans-Eugen Ekert, der die Sänger sicher durch dieses
ansprechende Programm führte mit versierter Linienführung und deutlichen
Akzenten. Zimmermanns "Mache dich auf, werde Licht" wurde begleitet von einer
jungen Kontrabassistin, die einen besonderen Farbtupfer dieses Teils des
Konzerts ausmachte. Nach einem letzen Orgelzwischenspiel folgten am Schluss des
Konzertes noch drei Werke von Heinrich Schütz, Johann Hermann Schein und Seth
Calvisius. So schloss sich der Reigen und der Chor war zurückgekehrt in die
Barockzeit. Ein sehr ansprechendes, gelungenes Konzert zum ersten Advent, was
von den zahlreichen Besuchern mit lang anhaltendem Beifall gewürdigt wurde.
NWZ vom 29.11.2008: Winternacht mit dem Kammerchor
NWZ vom Samstag, dem 29.11.2008
Winternacht mit dem Kammerchor Benefizauftritt am
Sonntagabend in der Göppinger Oberhofenkirche
Bei Kerzenlicht tritt der Göppinger Kammerchor am Sonntagabend in der
Oberhofenkirche auf. Foto: Archiv
Beim Winternachtskonzert tritt der Göppinger Kammerchor am morgigen Sonntag
in der Oberhofenkirche auf - mit Kerzenschein und stimmungsvollem Programm.
Göppingen Ein Gute-Taten-Konzert der besonderen Klasse wird
es am Sonntagabend mit dem renommierten Göppinger Kammerchor in der
Oberhofenkirche geben. Mit dem Programmtitel "Ein Winternachtskonzert"
verspricht bekannte Ensemble am Sonntag um 18 Uhr einen außergewöhnlichen
Hörgenuss und eine Einstimmung in die Vorweihnachtszeit. Viele Menschen stehen
schon hektisch in den Weihnachtsvorbereitungen. Umso wichtiger sind im Alltag
die Momente des Innehaltens "Das Konzert soll für die Zuhörer ein
Vorweihnachts-Erlebnis werden", meint Gernot Imgart vom Göppinger Kammerchor.
Dazu werden unzählige Kerzen stimmungsvoll die gesamte Oberhofenkirche in ein
winterlich warmes Licht fassen. "Wir verzichten bewusst auf elektrisches Licht",
ergänzt Gabi Keller vom Vorstand des Chores. Was für die Sänger nicht ganz
einfach sein wird, da dafür Notenpulte mit einer speziellen Beleuchtung
aufgestellt werden müssen. Das ist Teil einer aufwendigen Organisation, die
ehrenamtlich von den Chormitgliedern für das Gute-Taten-Projekt geleistet wird.
Programmäßig wird es in dem Winternachtskonzert einige musikalische Leckerbissen
geben. Neben verschiedenen Variationen des bekannten Liedes "Nun komm der
Heidenheiland" werden unter anderem drei Adventsmotetten von Joseph Rheinberger
(1839-1901) zu Gehör gebracht. Mit "Mache dich auf, werde Licht" von Heinz
Werner Zimmermann (geboren 1958) wird ein moderner Teil der Adventsmotette für
Chor und Kontrabass aufgeführt. Fesselnde Klänge verspricht der französische
Spätromantiker Francis Poulenc mit seinen "Quatre Motets pour le Temps de Noel".
Mit Heinrich Schütz (1585-1672), David Johann Hermann Schein (1586- 1623) und
einer sechsstimmigen Motette von Seth Calvisius wird das Konzert
beschlossen.
Info Restkarten zum Preis von 10 Euro sind an der Abendkasse erhältlich. Die
Plätze werden nach Bankreihen vergeben. Mehr Informationen zum Konzert im
Internet unter http://www.goepinger-kammerchor.de
NWZ vom 26.11.2008: Immer mehr wollen helfen
NWZ vom 26. November 2008
Immer mehr wollen helfen Dichtes Programm am Samstag und
Sonntag
Konzerte und Aktionen Am Wochenende ist der Veranstaltungskalender für die
"Guten Taten" dicht gedrängt. Neben mehreren Konzerten stehen auch viele
Benefizaktionen auf dem Plan.
Kreis Göppingen Für jeden Geschmack ist am Wochenende auf
dem Veranstaltungskalender für die "Guten Taten" etwas dabei. Zum offiziellen
Eröffnungskonzert treten Gitte und die Lumberjack-Bigband in der Göppinger
Stadthallle auf. Es sind aber noch mehr Konzerterlebnisse für die NWZ-Aktion
geplant. Am Samstag tritt der Gospelchor "Chorisma" im Emag-Forum in Salach auf.
Einlass ist um 18 Uhr. Am Sonntag um 18 Uhr beginnt das Winternachtskonzert
bei Kerzenscheine, das der Göppinger Kammerchor gibt. Auch darüber hinaus
haben Vereine und Organisationen im Kreis viele Benefizaktionen organisiert. Der
Partnerschaftsverein "Freunde Göppingen-Pessac" serviert am Samstag zu Gunsten
der Aktion "Gute Taten" von 10 bis 18 Uhr in der Stadtmitte französische
Zwiebelsuppe am Marktplatz vor dem Eiscafé Arlecino. Mit dabei werden auch
Vertreter des Gemeinderates sein. Dazu darf ein Gläschen Wein direkt aus der
Region um Göppingens Partnerstadt Pessac ebenso wenig fehlen wie eine
Mini-Boulebahn, die -- falls es das Wetter zulässt - zum Wettstreit einladen
soll.Am Samstag und Sonntag haben die Organisatoren von Radio Fips beim
Eislinger Weihnachtsmarkt ein Wunschkonzert organisiert. Außerdem wird am
Samstag ab 16 Uhr eine mit der Kettensäge geschnitzte Holzskulptur versteigert.
Auch im Siedlerheim im Bodenfeld dreht sich am Samstag von 14 bis 20 Uhr und am
Sonntag von 10 bis 18 Uhr alles um Kunst. Dort werden mehrere Künstler ihre
Werke verkaufen - und nicht versteigern, wie in der gestrigen Ausgabe irrtümlich
gemeldet. In der Krankengymnastik-Praxis von Ursula Sickinger in Rechberghausen
wird am Samstag von 14 bis 18 Uhr ein Tag der offenen Praxis mit Wohlfühlmassage
geboten. Der Erlös geht aufs Benefiz-Konto. Anmeldung unter Telefon: (07161)
57958.
NWZ vom 07.11.2008: Stimmung in der Winternacht
Artikel der NWZ vom 7. November 2008
Stimmung in der Winternacht Kammerchor tritt bei
Kerzenschein in der Oberhofenkirche auf
Der Vorverkauf ist gestartet: Der Kammerchor Göppingen veranstaltet am
Sonntag,30. November, wieder das Winternachtskonzert in der Oberhofenkirche -
natürlich zugunsten der NWZ-Aktion "Gute Taten".
Kreis Göppingen Ein "Gute-Taten"-Konzert der ganz besonderen
Klasse wird es auch in diesem Jahr wieder mit dem renommierten Göppinger
Kammerchor in der Oberhofenkirche geben. Mit dem Programmtitel "Ein
Winternachtskonzert" verspricht das mittlerweile über Göppingens Grenzen hinaus
bekannte Ensemble am 30. November um 18 Uhr einen außergewöhnlichen Hörgenuss
und eine Einstimmung in die Vorweihnachtszeit. Und das ganz bewusst mit einem
A-cappella-Programm abseits des üblichen weihnachtlichen Trubels.
"Die Menschen kommen wegen der besonderen Atmosphäre in dieses Konzert",
berichtet der Vorsitzende des Göppinger Kammerchors, Gernot Imgart. Vor zwei
Jahren hat der Chor seine eigene Tradition wieder aufleben lassen und führt seit
dem zugunsten der NWZ-Aktion "Gute Taten" in der Vorweihnachtszeit ein Konzert
nur bei Kerzenschein in der Oberhofenkirche auf. "Wir begeistern uns für
anspruchsvolle Chorliteratur und sind auf eher selten erklingende Meisterwerke
neugierig", erläutert Imgart das musikalische Konzept.
Neben Konzerten in Göppingen tritt der Chor unter anderem beim
Schwarzwald-Festival auf. Die Mitglieder kommen aus dem Landkreis Göppingen und
verfügen über jahrelange Chorerfahrung und Stimmbildung, teilweise auch eine
Gesangsausbildung. Der Chor hat seit seiner Gründung im Jahre 1971 maßgebliche
Akzente in der Kulturregion Göppingen gesetzt.
Aufgeführt werden dieses Jahr beim Winternachtskonzert unter anderem Werke
von Schütz, Schein, Bruckner und Zimmermann. Damit enthält das Programm sowohl
alte traditionelle Stücke als auch modernere Chorliteratur. Die Leitung hat
Hans-Eugen Ekert aus Stuttgart. Mehr Informationen im Internet:
http://www.goeppinger-kammerchor.de .
Info Karten sind in der NWZ-Geschäftsstelle, im i-Punkt im
Rathaus sowie in der Baronerschen Apotheke Bad Boll erhältlich. Der Eintritt
zugunsten der "Guten Taten" kostet 10 Euro.
NWZ vom 12.01.2008: 2000 Euro ersungen
FOTO: CARLUCCI
KONZERT / Göppinger Kammerchor zieht Bilanz 2000 Euro
ersungen
Mit einem stimmungsvollen Konzert in der Oberhofenkirche
setzten sich die Sänger des Göppinger Kammerchors für die NWZ-Aktion ein. Jetzt
steht der Erlös fest: 2000 Euro flossen aufs Konto der "Guten Tate n"
. GÖPPINGEN Die Oberhofenkirche war voll besetzt. Die
Mitglieder des Kammerchors hatten mit 200 Kerzen ein stimmungsvolles Ambiente in
der Kirche geschaffen. Etwa 450 Besucher waren begeistert von der Stimmung ,
aber auch vom klangvollen Auftritt des Ensembles - inklusive der Solisten. Das
Repertoire reichte von Benjamin Brittens "A Ceremony of Carols" über Werke von
Brahms bis hin zu Michael Praetorius. Das Winternachtskonzert bei
Kerzenschein setzte die Reihe der Auftritte zugunsten der "Guten Taten" fort.
Die Einsätze des Göppinger Kammerchors sind mittlerweile eine der Grundfesten im
Veranstaltungskalender der NWZ-Aktion. In diesem Jahr waren es wieder 2000 Euro,
die nach Abzug aller Unkosten für die sozialen Zwecke im Landkreis Göppingen
übrig blieben. Die Chormitglieder hatten sich monatelang auf den
Auftritt vorbereitet - von den Gesangsproben bis hin zum Kleben der Plakate an
den Straßen, das der Vorsitzende übernommen hatte. Gernot Imgart
erinnerte daran, dass es für den Chor immer auch ein Ansporn sei, vor einem
vollen Haus aufzutreten. Dann übergab er zusammen mit Gabriele
Keller, der Schatzmeisterin des Vereins, den symbolischen Spendenscheck an
NWZ-Volontärin Stephanie Ahr. Sie sagte im Namen aller Bedürftiger, die von dem
Einsatz des Chors profitieren, herzlich
"Danke". Bildunterschrift: Schatzmeisterin Gabriele Keller
(l.) und Vorsitzender Gernot Imgart übergeben den 2000-Euro-Scheck an
NWZ-Volontärin Stephanie Ahr.
Erscheinungsdatum:
Samstag 12.01.2008
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NWZ vom 04.12.2008: Gedanken sind beim kargen Stall
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Artikel vom Dienstag 04.12.2007 aus NWZ - Neue Württembergische
Zeitung
ADVENTSMUSIK / Göppinger Kammerchor in der
Oberhofenkirche Gedanken sind beim kargen Stall Viel
Beifall für Winternachtskonzert zugunsten der NWZ-Aktion "Gute Taten"
Bei stimmungsvoller Kerzenbeleuchtung im schönen Ambiente der fast voll
besetzten Oberhofenkirche ließen sich die Zuhörer mit einem feinen Konzert auf
die Adventszeit einstimmen.
LILLI ELL
GÖPPINGEN Der Göppinger Kammerchor unter der engagierten Leitung von
Hans-Eugen Ekert bot ein Winternachtskonzert mit Werken unter anderem von
Benjamin Britten, Johannes Brahms und Michael Praetorius. Eva-Maria Bredl
gestaltete Zwischenspiele auf der Harfe und begleitete "A Ceremony of Carols"
von Benjamin Britten. Mit dem zunächst unisono gesungenen "Veni, veni, Emmanuel"
zog der Chor rechts und links der Zuhörer ein. Wie die Mönche einst in
gregorianischer Zeit, so schritt der Chor langsam nach vorne in den Bereich vor
dem Altar, immer wieder das Motto des Konzerts intonierend. Das "Gaude, gaude!"
("Freue dich, o freue dich!") war sozusagen die Überleitung zu mehr polyphonen
Strukturen dieses Rufes nach dem Erlöser, dynamisch sich steigernd hin zur
letzten Strophe. Es folgte ein zartes, nicht überzeichnetes Marienlied von
Poulenc, das der Chor mit viel Spannung vortrug. das alte, einfühlsam und
rhythmisch präzis gesungene "Es ist ein Ros entsprungen" sowie in Form einer
kleinen Kantate das auskomponierte "O Heiland, reiß die Himmel auf" von Brahms.
Hier wird der Cantus firmus von einer Stimme zur anderen weitergereicht, während
die anderen Stimmen Begleitung und Fortführung leisten müssen, um mit einer
Amen-Fuge zu enden. Mit "A Ceremony of Carols" kam die etwas anders gestaltete
Weihnachtsgeschichte zu Gehör. Brittens Werk, das die Geburt Jesu mit
ungewohnten, aber sehr lyrischen Texten, die Anklänge an alte englische Lieder
aufweisen, zeigt eine ganze Reihe von authentischen Teilen, aber es sind auch
Anklänge an Carl Orff zu hören. Für den Chor waren die Texte nicht ganz einfach
zu singen, und manchmal war zu wenig Klarheit und Transparenz hörbar, allerdings
zu Gunsten einer durchsichtigen Melodieführung. Die Harfe und der Chor waren
sich nicht immer rhythmisch einig, wobei Eva-Maria Bredl in ihren Soloparts
überzeugend und filigran aufspielte. Die Solisten, die Hans-Eugen Ekert aus dem
Chor rekrutiert hatte, zeigten, dass der Chor über gute Stimmen verfügt. Bei
einem Live-Auftritt dürfen dann auch kleine Missgeschicke passieren, das
schmälert den guten Gesamteindruck nicht. Wenn auch das "Hodie natus est" am
Schluss in einem großen "Gloria in excelsis Deo!" endet, so bleiben doch die
Gedanken beim kargen Stall, der Not und der Kälte haften. Die Zuhörer des
Konzerts zugunsten der "Guten Taten" gaben lang anhaltenden Beifall, und erst
nach dem versöhnlichen "Stille Nacht", begleitet von Eva-Maria Bredl und Pfarrer
Weidle an der Gitarre, wurde der Chor entlassen.
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NWZ vom 01.12.2007: Jetzt geht es Schlag auf Schlag
Artikel vom Samstag 01.12.2007 aus NWZ - Neue Württembergische
Zeitung
GUTE TATEN / Viele Veranstaltungen am Wochenende für die NWZ-Aktion
organisiert Jetzt geht es Schlag auf Schlag
Benefiz-Konzerte von Gospels über Weihnachtslieder bis hin zu Bachkantaten Am
Wochenende legen sich die unterschiedlichsten Veranstalter im Landkreis mächtig
ins Zeug für die "Guten Taten". Als Besucher kann man mithelfen, den Spendentopf
der Aktion zu füllen.
KREIS GÖPPINGEN Der ehrenamtliche Einsatz für die gute Sache läuft jetzt
richtig an. Heute und morgen ist der Veranstaltungskalender für die NWZ-Aktion
prall gefüllt. · Den Anfang macht am heutigen Samstag die Süßener Kunstgießerei
Strassacker. Dort sind beim "Vorweihnachtlichen Lichterzauber von 14 bis 19 Uhr
auch die Kinder in Aktion. Wer seinen Nachwuchs für vier Euro beim Engelbemalen
mitmachen lässt, tut etwas für die NWZ-Aktion, denn das Geld fließt aufs
Gute-Taten-Konto. Um 19 Uhr tritt der Göppinger Kammerchor beim
"Winternachtskonzert bei Kerzenschein" in der Oberhofenkirche auf. Das
verspricht Musikgenuss und weiteren Zuwachs auf dem Spndenkonto. Der Innenraum
der Kirche wird ausschließlich mit Kerzenlicht erleuchtet sein. Neben anderen
Chorwerken steht mit Benjamin Brittens berühmter A Ceremony of Carols ein
Glanzlicht auf dem Programm. Eva-Maria Brendl aus Göppingen begleitet die Sänger
mit der Harfe. "Gospel in Concert" ist die Überschrift beim Auftritt
des Lautersteiner Ensembles "Chorisma" heute um 19 Uhr im Emag-Forum in Salach.
Chorleiterin Elke Lang versprach aktuelle Beiträge aus der Gospelszene. Das
Programm orientiere sich an dem des großen Festivals Go Gospel vom vergangenen
Jahr, als in Fellbach etwa 1000 Sänger begeisterten. ·Auch bei "Crazy
Xmas-Party" heute um 19.30 in der Stauferlandhalle in Salach kommt ein Teil des
Erlöses der NWZ-Aktion zugute. Die Partyband Sweets for my Sweets und ein DJ
sorgen für Stimmung, es gibt eine Singlebörse, Tombola, Lichtshow und
Showeinlagen. Um 14.30 beginnt die Kinderdisco · Am Sonntag um 10 Uhr beginnt
dann der erste Auftritt des Projektchors von Kantor Gerald Buß in der Göppinger
Reuschkirche. Das Ensemble intoniert an den Adventssonntagen die Bachkantaten.
Am morgigen 1. Advent geht es los mit der Kantate "Nun komm der Heiden Heiland."
NWZ vom 23.11.2007: Winternachtskonzert in der Kirche
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Artikel vom Freitag 23.11.2007 aus NWZ - Neue Württembergische
Zeitung
MUISIK / Göppinger Kammerchor tritt für die "Guten Taten"
auf Winternachtskonzert in der Kirche Kerzenschein und
abwechslungsreiches Programm - Mit Harfistin Eva-Maria Brendl
Beim Winternachtskonzert singt der Göppinger Kammerchor am 1. Dezember für
die "Guten Taten". Das stimmungsvolle Konzert bei Kerzenschein sorgt für ein
außergewöhnliches Erlebnis in der Oberhofenkirche.
GÖPPINGEN Der renommierte Göppinger Kammerchor engagiert sich wieder bei der
NWZ-Aktion "Gute Taten". Das Göppinger Vokalensemble will mit seinem
"Winternachtskonzert" am Samstag, 1. Dezember, um 19 Uhr in der Göppinger
Oberhofenkirche möglichst viele Menschen für gute und anspruchsvolle Chormusik
begeistern. Der gesamte Innenraum der Göppinger Oberhofenkirche wird dafür
ausschließlich mit Kerzenlicht erleuchtet sein. Das sorgt für die
"Winternachtsstimmung" an diesem Abend. Neben anderen Chorwerken steht mit
Benjamin Brittens berühmter "A Ceremony of Carols" dieses Jahr ein besonderes
musikalisches Glanzlicht auf dem Programm. Eva-Maria Brendl aus Göppingen
begleitet an der Harfe. Die Leitung hat Hans-Eugen Ekert aus Stuttgart. "Nach
dem großen Erfolg bei den letzten Guten Taten wollte der ganze Chor unbedingt
wieder dabei sein", berichtet Gernot Imgart, der Vorsitzende des Göppinger
Kammerchores. In den vergangenen Jahren habe sich der Kammerchor über die
Grenzen Göppingens hinaus einen Namen erarbeitet. "Die Mitglieder kommen
ausschließlich aus dem Landkreis Göppingen und wir arbeiten in einem festen
Ensemble", betont Imgart. Auch wenn es nach den Chorprojekten immer wieder
längere Probenpausen gebe, sorge diese so geformte Gesangsgruppe über die Jahre
für den entsprechend guten und bekannten "Sound" des Kammerchores. Viele
Mitglieder verfügen über jahrelange Chorerfahrung und Stimmbildung, teilweise
auch über einer Gesangsausbildung. Pionierleistung Der Göppinger Kammerchor hat
seit seiner Gründung im Jahre 1971 maßgebliche Akzente in der Kulturregion
Göppingen gesetzt. Ursprünglich hatten sich begeisterte Sänger zu einem losen
gemeinsamen Singkreis an der Oberhofenkirche zusammengetan, um neue A-capella
Literatur auszuprobieren. Was das Singen ohne Instrumentalbegleitung betrifft,
hat der Chor unter seinem ersten Leiter, dem Oberhofenkantor Erhard Frieß,
Pionierleistungen erbracht. Im Jahr 1991 übernahm Oberhofenkantor Jörg M. Sander
die Leitung des Chores und setzte mit Interpretationen unbekannter Werke neue
Schwerpunkte. Unter dem dritten Chorleiter Hans-Eugen Ekert aus Stuttgart
erarbeitet sich der Chor seit 2001 mit der historischen Aufführungspraxis ganz
neues Terrain. Ekert studierte in Wien Kirchenmusik und Musiktherapie. Als
eigenständiger Verein fühlt sich das Göppinger Ensemble heute in sakralem wie
weltlichem Repertoire heimisch. Diese Selbständigkeit macht es für den Chor aber
nicht einfach. "Wir müssen uns ohne Subventionen zu 100 Prozent selbst
finanzieren", berichtet Gabi Keller, die Schatzmeisterin des Chores, von den
wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Das ist gerade bei einem anspruchsvollen
Konzertprogramm mit Solisten und Instrumentalisten nicht immer einfach.
Mittlerweile hat sich ein Förderkreis des Göppinger Kammerchors gebildet, der
den Chor finanziell unterstützt und für Fördermitglieder besondere Angebote
bereithält. INFO Karten zu 10 Euro (6 Euro für Schüler und Studenten) sind im
Vorverkauf bei der NWZ-Geschäftsstelle in Göppingen sowie bei der Baronnerschen
Apotheke in Bad Boll noch erhältlich. Mehr Informationen im Internet unter
http://www.goeppinger-kammerchor.de.
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NWZ vom 18.09.2007: Benefizkonzert "Auftakt mit Dvorak"
Artikel vom 18.09.2007 aus NWZ - Neue Württembergische Zeitung
BENEFIZKONZERT Auftakt mit Dvorak
Der renommierte Göppinger Kammerchor unterstützt mit einem Benefizkonzert die
Bemühungen um das stationäre Hospiz im Landkreis Göppingen. Er wird dafür am
Donnerstag, dem 27. September erstmals in der katholischen Kirche Sankt Maria in
Göppingen konzertieren. GÖPPINGEN Das Konzert am 27.
September wird zugleich der Auftakt für die mittlerweile in Göppingen etablierte
Hospiz-Woche sein. Auf dem Programm des Kammerchors steht die eindrucksvolle
D-Dur-Messe op. 86 von Antonin Dvorak. Er gehört zu den bedeutendsten
Komponisten der Romantik. Geradezu maßgeschneidert für die aufwändig renovierte
Kirche Sankt Maria ist das Konzertprogramm des Göppinger Kammerchors. Der Chor
wird auf einer in der Kirche befindlichen historischen Walcker-Orgel begleitet,
die eines der wertvollsten Instrumente jener romantischen Epoche in
Baden-Württemberg ist. "Die katholische Kirche Sankt Maria in
Göppingen ist der ideale Aufführungsort für dieses Werk", freut sich schon im
Vorfeld der künstlerische Leiter des Kammerchores, Hans-Eugen Ekert aus
Stuttgart. Er ist auch Kantor an der Stuttgarter Lukaskirche und hat sich mit
seinem Barock-Orchester über die Grenzen Stuttgarts hinaus einen Namen gemacht.
Die Messe von Dvorak ist eine Auftragskomposition und war ursprünglich zur
Einweihung einer kleinen privaten Schlosskapelle gedacht. Die in Sankt Maria
vorhandene Walcker-Orgel Opus 99 von 1851 stammt aus der gleichen Epoche wie die
Komposition und wird sich deswegen mit ihrem romantischen Klang perfekt in die
Aufführung einfügen. Dies ist ganz im Sinne des Göppinger Kammerchores: Mit
seinem Chorleiter Ekert hat sich der Chor seit einigen Jahren der historischen
Aufführungspraxis verschrieben. Der Chor ist in der Region bekannt
für seine engagierten Interpretationen, das ausbalancierte Klangbild und sein
Temperament. Die Leitung hat Hans-Eugen Ekert. Das Konzert beginnt um 19.30
Uhr. INFO Der Erlös des Konzertes geht zu Gunsten des
Vereins "Hospiz im Landkreis Göppingen e. V." Karten gibt es im i-Punkt des
Göppinger Rathauses. Weitere Informationen unter http://www.hospiz-goeppingen.de und http://www.goeppinger-kammerchor.de .
NWZ vom 31.03.2007: "Ergreifendes Hörerlebnis"
Artikel vom 31.03.2007 aus NWZ - Neue Württembergische Zeitung
KONZERT / Göppinger Kammerchor in der Stiftskirche
Boll Ergreifendes Hörerlebnis
Vor rund 180 Zuhörern in der vollbesetzten Stiftskirche Boll sang der
Göppinger Kammerchor das Passionsoratorium "Membra Jesu Nostri" von Dietrich
Buxtehude
BOLL Etwa 1680 vollendete Dietrich Buxtehude seinen Kantatenzyklus "Membra
Jesu Nostri". In bildhafter Sprache widmet sich Buxtehude darin dem Leiden Jesu,
die der Göppinger Kammerchor mit einer eigenständigen Interpretation
eindrucksvoll nachzeichnete. Zur Vertiefung des Inhalts wurden zwischen den
Kantaten Verse aus einem siebenteiligen Gedichtzyklus von Paul Gerhardt
gesprochen, der sich in seiner kunstvoll-einfachen Sprache eng an die
lateinische Vorlage des gesungenen mittelalterlichen Textes anlehnt. Richard
Demandt sprach die ergreifenden Texte schlicht und berührend, leider nicht immer
bis zur letzten Reihe raumfüllend. Den instrumentalen Beitrag lieferten die
Solisten des Lukas-Barockorchesters Stuttgart, besetzt mit Bärbel Weber und
Gunhild Cremer (Barockvioline), Brigitte Thönges (Viola da Gamba), Ricarda
Hornych (Theorbe, ein Instrument aus der Lauten-Familie) und Mihaly Menelaos
Zeke ( Truhenorgel). Mit vokaler Tongebung und sprechender Artikulation
musizierten sie innig. Ein Novum war es, dass alle Solopartien abwechselnd von
zehn Solisten aus dem Kammerchor gestaltet wurden, die der künstlerische Leiter
des Chors, Hans-Eugen Ekert, gut auf diese anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet
hatte. Nach einem furiosen mehrstimmigen "Amen" zum Abschluss des Werks
herrschte Stille in der Stiftskirche, die sich fast erlösend in lang anhaltendem
Beifall ergab.
Schwäbische Zeitung vom 26.03.2007: "Lateinische Gesänge berühren Zuhörer"
Schwäbische Zeitung vom 26.03.2007
Lateinische Gesänge
berühren Zuhörer
ZWIEFALTEN - Eine beeindruckende Interpretation von Buxtehudes "Membra Jesu
nostri" hat der Göppinger Kammerchor mit dem Lukas-Barock-Ensemble Stuttgart im
Zwiefalter Kapitelsaal geboten. Die Zuhörer waren berührt von der Atmosphäre,
die Transparenz und Dichte von Spiel und Gesang in lateinischer Sprache
verbreiteten.
Dietrich Buxtehude, Zeit seines Lebens Organist an der evangelischen
Marienkirche in Lübeck, komponierte 1680 die "Membra Jesu nostri patientis
sanctissima" ("die allerheiligsten Gliedmaßen unseres den Tod am Kreuz
erleidenden Jesus") als Zyklus von sieben Kantaten. Sie betrachten jeweils einen
Körperteil des Gekreuzigten: Hände, Füße, Knie, Seiten, Brust, Herz und Antlitz.
Die lateinische Vorlage wurde auch von Paul Gerhardt übersetzt. Aus seinem Text
zur siebten Kantate stammt das bekannte Passionslied "O Haupt voll Blut und
Wunden", das selbst in Bachs Matthäus-Passion Eingang fand.
Der Göppinger Kammerchor mit seinem motivierenden Leiter Hans-Eugen Ekert
stellte sich mit geschultem, kultiviertem, auch in den Endungen abgerundetem
Chorklang vor. Textorientiertes Singen sowohl in den choralartigen wie auch in
den figuralen Passagen gelang makellos in professioneller Interpretation. Vor
allem die sauber ausgearbeiteten Fugen atmeten chorische Leichtigkeit: strahlend
die beiden Sopranstimmen, Wärme im Alt, ausgewogen die Männerstimmen in Tenor
und Bass. Als versierte Solisten oder in fein ausschwingenden Terzetts - etwa
zwischen Alt, Tenor und Bass - bewiesen einzelne Chormitglieder ihre sängerische
Größe. Professor Richard Demandt führte als Sprecher in die sieben Kantaten ein
und schuf damit die Voraussetzung, damit die Zuhörer die lateinischen Gesänge
besser auf sich wirken lassen konnten. Ihre Transparenz und Dichte erzeugten
eine ganz eigene innere Stimmung.
Barocke Instrumente erklingen
Um solistische Sequenzen ranken sich oft chorische, stets kunstvoll verzierte
Kompositionsteile, die im Kantatenstil alle arienartigen Sequenzen aufwerten. Zu
allem transparenten Singen passte hervorragend das Orchester des
Lukas-Barock-Ensembles Stuttgart. Zwei Barockviolinen, eine Viola da Gamba, eine
schon durch die Größe des Saitenhalses beeindruckende Laute und eine dezent
agierende Orgel zauberten eine feinsinnig-transparente Begleitung, die auch in
rein instrumentalen Intraden und Intermezzi hohe Musizierkunst offenbarte. Durch
Spiel und Gesang vertieften sich die Zuhörer in die Jahrhunderte überdauernde
Welt geistlicher Musik, vor allem wenn sie so makellos und bei aller
Professionalität spürbar mit dem Herzen dargeboten wird.
NWZ vom 23.03.2007: "Membra Jesu Nostri"
Artikel vom 23.03.2007 aus NWZ - Neue Württembergische Zeitung
KONZERT / Göppinger Kammerchor in Boll "Membra Jesu
Nostri"
Zum 300. Todestag von Dietrich Buxtehude führt der Göppinger Kammerchor am
Wochenende das Chorwerk "Membra Jesu Nostri" auf.
GÖPPINGEN Am Sonntag ab 18 Uhr gastiert der Göppinger Kammerchor mit Dietrich
Buxtehudes Chorwerk "Membra Jesu Nostri" in der Boller Stiftskirche. Es singen
die Solisten des Chors, begleitet vom renommierten Stuttgarter
Lukas-Barock-Orchester auf historischen Instrumenten. Die Gesamtleitung hat
Hans-Eugen Ekert, der künstlerische Leiter des Göppinger Kammerchors. ",Membra
Jesu Nostri ist eine mystische Betrachtung des Gekreuzigten, die Buxtehude mit
einer leidenschaftlichen Musik vertont hat", berichtet Hans-Eugen Ekert. Ergänzt
wird der Abend mit Richard Demandt aus Stuttgart, der einen Gedichtzyklus des
vor 400 Jahren geborenen Dichters Paul Gerhardt vortragen wird. Berühmt geworden
ist daraus dessen letztes Gedicht, das Passionslied "O Haupt, voll Blut und
Wunden". Welche herausragende Bedeutung der heute fast in Vergessenheit geratene
Buxtehude hatte, verdeutlicht eine Anekdote, wonach der 19-jährige Johann
Sebastian Bach als Organist in Arnstadt um einen vierwöchigen Urlaub ersuchte,
um Buxtehude in Lübeck persönlich kennen zu lernen. Karten im Vorverkauf gibt es
in Göppingen beim i-Punkt im Rathaus und in Boll bei der Baronnerschen Apotheke.
Schwäbische Zeitung vom 21.03.2007: "Kantatenzyklus erklingt im Kapitelsaal"
Schwäbische Zeitung vom 21.03.2007
Kantatenzyklus erklingt im
Kapitelsaal
ZWIEFALTEN (sz) Der Kantatenzyklus "Membra Jesu Nostri" von Dietrich
Buxtehude für Soli, Chor und Streichinstrumente wird am Samstag, 24. März, ab 18
Uhr im Kapitelsaal in Zwiefalten aufgeführt. Es singen und spielen der Göppinger
Kammerchor und das Lukas-Barockorchester Stuttgart auf historischen
Instrumenten. Das Konzert wird anlässlich des 300. Todestages von Dietrich
Buxtehudes und des 400. Geburtstages von Paul Gerhardt veranstaltet. Im Jahr
1707 ist der Komponist Dietrich Buxtehude gestorben. Er gehört zu den
bedeutendsten Komponisten des Hochbarock und ist vor allem als Orgelkomponist
bekannt geworden. Von seinen Kirchenkantaten und Festmusiken ist nur ein kleiner
Teil erhalten. Sein einziges gesichertes, abendfüllendes Werk ist der
siebenteilige Kantatenzyklus zur Passion "Membra Jesu Nostri" für Soli, Chor und
Streichinstrumente.
Auch Paul Gerhardt (1607 bis 1676) hat sich dieses Textes in einem
Gedichtzyklus angenommen. Das letzte Gedicht daraus wurde zum bekannten
Passionslied "O Haupt, voll Blut und Wunden". Richard Demandt wird Paul
Gerhardts kongeniale deutsche Übertragung des mittelalterlichen Textes
vortragen.
Der Eintritt ist frei, jedoch wird um Spenden zur Finanzierung des Konzertes
gebeten.
NWZ vom 01.02.2007: "Versierte Sänger gesucht"
Artikel vom 01.02.2007 aus NWZ - Neue Württembergische Zeitung
CHORPROJEKT / Kammerchor Göppingen führt Buxtehude auf Versierte
Sänger gesucht
Der Göppinger Kammerchor hat sich zum Buxtehude-Jahr 2007 ein anspruchsvolles
Werk des Barock-Komponisten ausgesucht. Für das Projekt werden versierte
Sängerinnen und Sänger gesucht. GÖPPINGEN "Membra Jesu Nostri" ist ein
abendfüllendes Werk von Dietrich Buxtehude (1637-1707), der einer der
bedeutendsten Komponisten seiner Zeit war. Der Göppinger Kammerchor präsentiert
dieses Chorwerk im Buxtehude-Jahr kombiniert mit Gedichten des Zeitgenossen Paul
Gerhardt (1607-1676) am 25. März in der Boller Stiftskirche. Zuvor wird das
Göppinger Ensemble im Kloster Zwiefalten konzertieren. "Dies wird für die
Zuhörer und für unseren Chor ein ganz besonderes Konzerterlebnis werden",
verspricht Gernot Imgart, der Vorsitzende des Göppinger Kammerchors. Dafür sucht
der Chor versierte Sängerinnen und Sänger, die an dem Kantatenzyklus in sieben
Teilen aktiv mitwirken wollen. "Wir möchten unser Ensemble gesanglich
verstärken", erklärt Imgart. Begleitet wird der Chor vom Lukas Barock Ensemble
Stuttgart auf historischen Instrumenten, die Rolle des Sprechers übernimmt
Professor Richard Demandt aus Stuttgart, die Leitung hat Hans-Eugen Ekert. Neben
dem 300. Todestag von Dietrich Buxtehude wird auch der 400. Geburtstag von Paul
Gerhardt gewürdigt, der einer der prägenden Dichter seiner Zeit war.
Interessierte können sich beim Vorsitzenden des Kammerchors unter Telefon:
(07161) 65 97 50 oder per E-Mail unter info@goeppinger-kammerchor.de
melden. Mehr Informationen gibt es im Internet unter http://www.goeppinger-kammerchor.de.
Schwarzwälder Bote vom 16.05.2006: "Wohltat für Ohren und Seele"
Artikel vom 16.05.2006 im Schwarzwälder Boten
Wohltat für Ohren und Seele
Alpirsbach. Beim Schwarzwald Musikfestival gastierten der Göppinger
Kammerchor und das Lukas-Barockorchester Stuttgart unter Leitung von Hans-Eugen
Ekert in der Alpirsbacher Klosterkirche.
Im Mozartjahr wurde das
Programm des Konzerts unter dem Titel "Festliche Musik im Salzburger Dom"
gestellt. Denn es ist nicht nur das Jahr Mozarts, sondern durch die enge
Freundschaft der Komponisten auch gleichzeitig das Jahr Haydns. Mit einem
Paukenschlag begann das Konzert mit Wolfgang Amadeus Mozarts "Vesperae selennes
de Dominica, KV 321" in sechs Sätzen für Chor und Orchester. Andächtig lauschten
die Zuhörer den Klängen der Musik und der atemberaubenden Akustik der
Klosterkirche. Danach folgten Werke von Michael Haydn. Zunächst der
eindringliche Hymnus "Urbs Jerusalem beatea". Darauf folgte reine
Instrumentalmusik des Orchesters im Concerto in C-Dur in drei Sätzen mit Soli
für die Viola d'amore, ein origial historisches Streichinstrument mit lieblichem
Klang, sowie Soli für Orgel und Streicher. Mit dem Hymnus "Tantum ergo" stieg
der Chor wieder mit ein. Mit leisem und mystischem Klang Die Orgel
begleitete den Chor mit leisem, mystischem Klang und wurde durch sanfte
Paukenschäge unterstützt. Bei dem Zusammenspiel schien die Orgel dem Chor stets
Antwort zu geben.
Mit dem nun wieder komplett besetzten Orchester
beendeten die Musiker das Konzert mit Mozarts "Vesperae solennes de confessore,
KV 339" in sechs Sätzen. Nachdem der letzte Ton verklungen war, gab das Publikum
minutenlangem Applaus, um die hervorragende, zweistündige Aufführung der Musiker
zu honorieren. Das Konzert war schlicht und ohne viele Worte gehalten. Nur die
Musik sprach und mehr bedurfte es nicht. Eine Wohltat für die Ohren und die
Seele.
Schwarzwälder Bote vom 12.05.2006: "Musikgeschichte wird lebendig"
Artikel vom 12. Mai 2006 im Schwarzwälder Boten
ALPIRSBACH
Musikgeschichte wird lebendig
Alpirsbach. Das Lukas-Barockorchester Stuttgart und der Göppinger Kammerchor
unter Leitung von Hans-Eugen Ekert treten am Samstag, 13. Mai, ab 17 Uhr in der
Alpirsbacher Klosterkirche auf.
Die Klosterkirche Alpirsbach gehört zu
den bedeutendsten Zeugnissen romanischer Architektur in Deutschland. Hier finden
die Kloster- und Kreuzgangkonzerte statt, die wiederum Kooperationspartner des
Schwarzwald Musikfestivals sind.
Aufgeführt werden am Samstag unter
anderem zwei Vespern von Wolfgang Amadeus Mozart: Vesperae solennes de Dominica
KV 321 und Vesperae solennes de confessore KV 339. Mozart komponierte diese
Vespern 1779 und 1780 als zwei seiner letzten kirchenmusikalischen Werke für den
Salzburger Bischoff Colloredo. Das Lukas-Barockorchester Stuttgart hat seinen
Namen von der Lukaskirche in Stuttgart, an der Hans-Eugen Ekert - einer der
Pioniere der Historischen Aufführungspraxis in Süddeutschland seit 1983 wirkt.
Nach einigen von ihm geleiteten aufführungspraktischen Seminaren wurde dieses
Orchester 1988 gegründet: ein vitaler Klangkörper, dessen Musiker sich intensiv
mit historischen Spielweisen beschäftigen und die Musik mit dem Instrumentarium
ihrer Entstehungszeit zum Sprechen bringen.
Hans-Eugen Ekert studierte in
Wien Kirchenmusik und Musiktherapie. Als Kantor der Friedens- und Lukaskirche
Stuttgart hat er dort eine viel beachtete Konzertreihe aufgebaut und manches
vergessene Werk der Musikgeschichte wieder ans Licht gebracht. Seit 2001 ist er
künstlerischer Leiter des Göppinger Kammerchors.
Info: Karten sind im
Vorverkauf erhältlich bei der Tourist-Information Alpirsbach (Telefon 07444/951
62 81) sowie an der Theaterkasse im Kurhaus Freudenstadt.
NWZ vom 09.05.2006: "Text-Dramatik gut herausgearbeitet"
Artikel vom 9. Mai 2006 NWZ - Neue Württembergische Zeitung
KONZERT / Göppinger Kammerchor mit W.A. Mozart und Michael Haydn in der
Oberhofenkirche Text-Dramatik gut
herausgearbeitet Souveräne Darbietung von Chor und
Lukas-Barockorchester Stuttgart
Salzburger Kirchenmusik bot der Göppinger Kammerchor am Samstagabend in der
Oberhofenkirche. Das Konzert mit Werken von Mozart und Michael Haydn fand den
Beifall der Zuhörer.
ULRICH SCHLECHT
GÖPPINGEN
Zwei Vespern von Wolfgang Amadeus Mozart sowie drei Motetten des jüngeren
Haydn-Bruders Michael, jeweils im Dienst am Salzburger Dom komponiert, bildeten
eine stilistische Einheit, wiesen aber dennoch deutliche Unterschiede in der
musikalischen Formensprache auf. Die kurzen, eher von Innerlichkeit
gekennzeichneten Haydn-Motetten bildeten so ein retardierendes Moment zwischen
den mehr Pracht entfaltenden Mozart-Vespern KV 321 und KV 339. Der musikalische
Leiter Hans-Eugen Ekert hatte dem Göppinger Kammerchor das auf historischen
Instrumenten musizierende Lukas-Barockorchester aus Stuttgart zur Seite
gestellt, das mit Streichern, Naturtrompeten, Pauken, Fagott und Orgel
wohltönend und musikantisch begleitete. Mit jugendlicher Stimme sang die
Sopranistin Uta Mittelbach in ihren beiden Arien von Gottes Treue und Erbarmen,
ohne sich anmerken zu lassen, dass sie erst am Tag davor als Krankheitsersatz
eingesprungen war. Die Sängerinnen und Sänger des Chores waren engagiert und
stets präsent und stellten auch vier Solisten, die ihre Einsätze couragiert
wahrnahmen. Hans-Eugen Ekert hatte das Ge-schehen souverän im Griff und führte
seine Musiker mit befeuerndem Dirigat. Durch den selben Text und die gleiche
musikalische Anlage sehr ähnlich wirkend, wurden beide Vespern mit vollem
Instrumentarium in den Eröffnungssatz "Dixit Dominus" (Psalm 110) geführt.
"Confitebor" (Psalm 111) und "Beatus vir" (Psalm 112) boten dynamische
Differenzierungen durch Wechselgesänge zwischen Solisten-quartett und
Tutti-Chor, während die Fugen des "Laudate pueri" (Psalm 113) zu einem
glaubensstark wirkenden Gotteslob geformt wurden. Die "Vesperae solennes de
con-fessore" KV 339 ist das bekanntere der beiden Mozartwerke, was nicht zuletzt
der wundervollen Sopran-Arie "Laudate Dominum" (Psalm 117) zu danken ist.
Eingebettet in den Siciliano-Rhythmus der Instrumente bot Uta Mittelbach hier
eine eindrucksvolle Demonstration ihres Könnens und des Mozartischen Genies. Das
abschließende Magnificat (aus Lukas 1) geriet zu einem jubelnden Marien-Hymnus
mit Pauken und Trompeten, wobei auch die dem Text innewohnende Dramatik
herausgearbeitet wurde. Die vom Continuo begleiteten Motetten von Michael Haydn
(Urbs Jerusalem, Exsultate Deo, Tantum ergo) bildeten eine fast meditative
Ergänzung, und mit der Zugabe von Mozarts "Ave verum corpus" KV 618 ging ein
kräftig applaudiertes Konzert zu Ende.
Stuttgarter Stadtanzeiger vom 09.05.2006: Kultur-Patenschaft für ein Jahr
Artikel vom 9. Mai 2006 im Stuttgarter Stadtanzeiger
Kultur-Patenschaft für ein Jahr
Göppingen (ar). Bislang hat es sich noch nicht so richtig
herumgesprochen: Es existiert eine Kooperationsmöglichkeit zwischen Kultur und
Wirtschaft im Landkreis. Wie sie aussehen könnte und was sie bringt, zeigt das
Beispiel des Göppinger Kammerchors. Nachdem er 33 Jahre geführt und geleitet
wurde wie jeder andere Verein, ergab sich die Chance, in dem Boller Unternehmer
Sven Maier einen »Kulturpaten« aus der Ökonomie zu finden, der die Organisation
und Präsentation der ehrenamtlichen Initiative durchleuchtete, Tipps und
Verbesserungsvorschläge einbrachte – und schließlich sogar seinen Lagerraum für
eine Nacht zum Konzertsaal umfunktionierte.
Was die Chormitglieder in diesem einen Jahr gelernt haben, zeigt sich jetzt
in der Organisation und Durchführung der besonderen Aktionen anlässlich des
35-jährigen Bestehens des Vereins.
Zu verdanken ist eine solche Art der Zusammenarbeit den Wirtschaftsjunioren
(WJ) unter dem Vorsitz des stellvertretenden IHK-Geschäftsführers, Gernot
Imgart, und all derjenigen, die den WJ-Arbeitskreis »Kultur und Wirtschaft« vor
zwei Jahren ins Leben riefen.
Ausführliche Meldung im Innenteil.
Stuttgarter Stadtanzeiger vom 09.05.2006: »Göppinger Kammerchor«: 35 Jahre Programm auf hohem Niveau für ein anspruchsvolles Publikum
»Göppinger Kammerchor«: 35 Jahre Programm auf hohem Niveau für ein
anspruchsvolles Publikum
Auf die nächsten 35 Jahre! Ein Laienchor und die alte Marketing-Regel »Anders
als die Anderen« treffen aufeinander
Von Adriana Rossi
Göppingen. Er begann wie viele andere Vereine auch: Im Jahre 1971 kam auf
Initiative des damaligen Kantors der Oberhofenkirche, Erhard Frieß, etwa ein
Dutzend Gleichgesinnter zusammen, um gemeinsam a cappella zu singen. Zu der Zeit
fanden die Proben noch im heimischen Wohnzimmer statt, erklärt Helga
Dubbe-Wegener, die seit 1999 dem Göppinger Kammerchor vorsteht. Noch heute sind
einige der Gründungsmitglieder mit von der Partie: Chöre, die ohne
Instrumentalbegleitung singen, habe es damals in der hiesigen Region gar nicht
gegeben, berichten sie. Öffentliche Auftritte fanden so großes Interesse, dass
sich der Chor zu einer festen Institution etablierte. Weitere Sänger kamen
hinzu, die Proben konnten nicht mehr im stillen Kämmerlein durchgeführt werden.
Für die öffentlichen Auftritte wurden GEMA-Gebühren fällig. Es galt, Noten zu
kaufen und bei Bedarf einen Organisten zu engagieren, der bezahlt werden wollte.
»Wenn die Ausgaben steigen und gleichzeitig die Förderungen durch die Stadt
zurückgehen, kommt man halt irgendwann um einen Mitgliedsbeitrag nicht mehr
herum«, so die Vorsitzende. Umso mehr, als im Laufe der Jahre auch die
»Konkurrenz« zunahm und heute ein weitaus größeres Freizeitangebot besteht, das
zusätzlich die Besucherzahlen sinken lässt. Doch das konnte die Chormitglieder
nicht beirren, denn sie waren sich ihres Vorteils sicher: Der hohe Anspruch an
sich selbst – und damit an die Leistungen der Gruppe.
Für Dubbe-Wegener, die »erst« seit Anfang 1998 mit dabei ist, bedeutet der
Chor einen willkommenen Ausgleich zu ihrer beruflichen Tätigkeit als
Gymnasiallehrerin. Die gebürtige Hamburgerin genießt die Vielseitigkeit des
Laienchors. Zwar sind dessen Kapazitäten mit zwei Programmen pro Jahr, die in
der Regel jeweils einmal in Göppingen und einmal im Landkreis aufgeführt werden,
schon ausgelastet. Aber die Mischung des Angebots stimmt. Natürlich besteht
weiterhin eine traditionelle Nähe zur Oberhofenkirche und damit zu geistlicher
Musik. Aber alle zwei Jahre wird auch ein weltliches Programm einstudiert, noch
dazu in Lokalitäten wie dem Alten E-Werk. »Das macht viel Spaß, zumal wir uns
dann oft doch einem völlig anderen Publikum gegenübersehen«, berichtet die
Sopranistin, die nicht weniger gerne zum Fagott greift oder Klavier und Orgel
spielt.
Dieser Chor ist eben »anders als die Anderen«. Ein Marketingsatz, den die
heute rund 30 Chormitglieder von dem Boller Unternehmer Sven Maier im Rahmen
einer einjährigen Kulturpatenschaft lernten. Mit dem Ergebnis, dass auch der
Göppinger Kammerchor Mozarts 250. Geburtstag feiert. »Allerdings nicht mit
seinen Greatest Hits wie dem ›Requiem‹. Also weg vom Mainstream, hin zu Wolfgang
Amadeus' ›Vespern‹. Die sind auch sehr schön – und dazu ausgesprochen dankbar
für den Chor. Für manchen sicher eine echte Entdeckung!« Außerdem hielt in
diesem Jahr der Konditor Mathias Bidlingmaier eine eigens kreierte
Mozart-Praline für die ersten 35 Besucher des Konzerts anlässlich des 35.
Kammerchor-Geburtstags bereit.
Der einzige Wermutstropfen: »Wir hätten gerne ein paar jüngere
Nachwuchssänger.« Zwar reicht die Altersspanne von 17 bis 70, doch das Gewicht
liegt eindeutig bei den 40- bis 50-Jährigen. Wer also Interesse hat, darf gerne
zu einer Probe kommen. Vor der Aufnahme muss er jedoch bei einem Vorsingen in
kleinem Kreis seine Musikalität und Chorerfahrung zeigen. Qualität kommt nämlich
nicht von ungefähr.
Weitere Infos: www.goeppinger-kammerchor.de.
GZ vom 05.05.2006: "Mozart und Haydn"
Artikel vom 05.05.2006 der Geislinger Zeitung
KONZERT Mozart und Haydn
GÖPPINGEN Mozarts Kirchenmusik führt der Göppinger Kammerchor morgen ab 20
Uhr in der Göppinger Oberhofenkirche auf. Das Lukas-Barockorchester Stuttgart
begleitet zwei Vespern auf historischen Instrumenten aus der Salzburger Zeit des
Komponisten. Das Programm wird ergänzt mit drei Motetten Michael Haydns.
Leitung: Hans-Eugen Ekert, Stuttgart.
NWZ und GZ vom 04.05.2006: "Mozarts Kirchenmusik auf historischen Instrumenten"
Artikel vom 04.05.2006 aus der NWZ - Neue Württembergische Zeitung - und
Geislinger Zeitung
KONZERT / Göppinger Kammerchor am Samstag in der
Oberhofenkirche Mozarts Kirchenmusik auf historischen
Instrumenten
Mozarts Kirchenmusik führt der Göppinger Kammerchor am Samstag in der
Göppinger Oberhofenkirche auf. Das Lukas-Barockorchester Stuttgart begleitet
zwei selten zu hörende Vespern auf historischen Instrumenten
GÖPPINGEN
"Kirchenmusik war das Lieblingsfach Mozarts. Aber er konnte sich ihr am
wenigsten widmen." Diese erstaunliche Bemerkung über einen Komponisten, der in
erster Linie als Meister von Oper, Sinfonik, Konzert und Kammermusik gilt,
stammt von seinem ersten Biograf Franz Xaver Niemetschek aus dem Jahr 1798.
Welche Entwicklung hätte die Kirchenmusik genommen, wenn Mozart noch Zeit
geblieben wäre, die Stelle bei St. Stefan in Wien anzutreten? Eine Ahnung davon
möchte das Chorkonzert des Göppinger Kammerchors am Samstag ab 20 Uhr in der
Oberhofenkirche vermitteln. Auf dem Programm stehen Kirchenvespern aus der
Salzburger Zeit des Komponisten.
Die beiden großen, für den Salzburger Dom bestimmten Vespern KV 321 und KV
329 für Soli, Chor und Orchester gehören zu den Höhepunkten in Mozarts
Kirchenmusik. Sie sind 1779 und 1780 entstanden, also kurz vor dem endgültigen
Bruch mit seinem Salzburger Dienstherrn und der Übersiedlung nach Wien. Es ist
eine feierliche, zarte und zugleich kraftvolle Musik, die den längst auf der
Höhe seiner Meisterschaft stehenden Komponisten, der in allen europäischen
Musikstilen zuhause ist, zeigt.
Das Programm wird ergänzt mit drei Motetten des von Mozart hoch geschätzten
Kollegen Michael Haydn, dessen 200. Todestag dieses Jahr gedacht wird. Neben dem
Kammerchor und dessen Solisten agieren Undine Holzwarth (Sopran) und Fabian
Wöhrle (Tenor) sowie das Lukas-Barockorchester Stuttgart auf historischen
Instrumenten der Mozart-Zeit. Die Leitung hat Hans-Eugen Ekert, Stuttgart.
Schwarzwälder Bote vom "Voll Andacht und Begeisterung"
LKZ vom 14.06.2005: "Dvorák-Werk ausdrucksvoll und sehr sensibel präsentiert"
Die Ludwigsburger Kreiszeitung schreibt am 14. Juni 2005
zum jüngsten Konzert des Kammerchores:
"...ein Werk von zeitloser Schönheit,...das der Göppinger Kammerchor... in
die Stiftskirche zauberte. Die hohe Professionalität des Kammerchors,
....machten die Aufführung zu einem Erfolg. ... Schon beim einleitenden Kyrie
eleison bestach der Chor mit einer ausdrucksstarken, sensiblen
Interpretation....Überhaupt waren die dynamischen Elemente die Stärke des
Ensembles. (...) Konzentration, Leidenschaft und Sicherheit waren von den
Ausführenden gefragt, um die ganze Klangpracht der Messe zu entfalten."
(Stefan Friedrich)
NWZ-Artikel vom 19.04.2005: Konzert des Kammerchores ein voller Erfolg
|
"Gepflegten Chorgesang erlebten ... ...am Sonntagabend zahlreiche Besucher
beim Konzert des Göppinger Kammerchors sowie namhafter Solisten in der
Oberhofenkirche. Im Mittelpunkt standen Werke von Giacomo Carissimi, der zu den
großen Komponisten des Frühbarock zählt und dessen Geburtstag sich gestern zum
400. Mal jährte. Von ihm erklangen die Oratorien "Jephte" und die "Historia di
Abraham et Isaac". Zuvor hatte Chorleiter Hans-Eugen Eckert in die Werke
eingeführt."
|
NWZ vom 12.04.2005: "Vom Papst verehrt"
JUBILÄUM / Göppinger Kammerchor singt Werke von Carissimi Vom
Papst verehrt
Werke des Barockkomponisten Giacomo Carissimi sind am Sonntag ab 20 Uhr in
einem Konzert des Göppinger Kammerchors sowie renommierter Solisten in der
Oberhofenkirche zu hören.
GÖPPINGEN
Von Fürsten und sogar vom Papst wurde er verehrt: Giacomo Carissimi
(1605-1674) gehört zu den großen Komponisten des italienischen Frühbarock. Schon
zu Lebzeiten schätzte man die Kraft seiner Kompositionen, die Herzen der Zuhörer
zu bewegen. Zu Ehren des am 18. April 1605 geborenen Meisters singt der
Göppinger Kammerchor am Vorabend des 400. Geburtstags die Oratorien "Jephte" und
die "Historia di Abraham et Isaac". Außerdem erklingen am Sonntag in der
Oberhofenkirche Psalmvertonungen des Psalms 116 von Joh. H. Schein, Melchior
Frank und Michael Praetorius. Weiter wirken Undine Holzwarth (Sopran), Benoît
Haller (Tenor), Daniel Frisch (Tenor), Oswald Hebermehl (Bass) sowie eine
Continuo-Gruppe des Lukas-Barockensembles Stuttgart mit.
Im Rahmen des Kulturpatenprojektes der Wirtschaftsjunioren Göppingen
erläutert Chorleiter Hans-Eugen Eckert zuvor ab 19 Uhr die Werke; der Kammerchor
selbst wird die Erläuterungen musikalisch mit exemplarischen Stellen hörbar
machen.Kulturpate Sven Maier freut sich über das Angebot. "In den Sitzungen
unseres Arbeitskreises ist von vielen bemängelt worden, dass gerade in
klassischen Konzerten oft der Bezug zur Aufführung und vor allem das
Hintergrundwissen zur Musik fehlt", meint der Bettwarenfabrikant. Mit derartigen
Einführungen könne die Zutrittsschwelle zu Konzerten verringert werden. Senioren
werden auf besonderen Wunsch nach Hause gefahren.
Artikel vom 12.04.2005 aus NWZ - Neue Württembergische
Zeitung
NWZ vom 26.10.2004: "Mit feinsten musikalischen Nuancen"
Zurück zur Übersicht
KONZERT / Mörike-Abend des Göppinger Kammerchors im Alten
E-Werk Mit feinsten musikalischen Nuancen Wie
verschiedene Komponisten des Dichters Sprachmelodie musikalisch in Szene
setzten
Mit einem an doppelt ungewöhnlichen Orten unternommenen Mörike-Abend, zum
einen am Freitag in einer Boller Bettwarenfabrik, zum andern am Sonntag im Alten
E-Werk, leistete der sonst in der Oberhofenkirche "beheimatete" Göppinger
Kammerchor seinen Beitrag zum Jubiläumsjahr des Dichters.
HANS HERDEG
GÖPPINGEN Und der Chor tat dies sehr überlegt, indem er hier
die Verse des Dichters der Musik, dort die Musik des einen Komponisten jener
eines anderen gegenüberstellte, wobei es den Sängern und ihrem Dirigenten, dem
Anschein nach, nicht allein daran gelegen war, vereinfachend verschiedene
stilistische Ausdrucksweisen zu verdeutlichen. Der Göppinger Kammerchor und sein
Leiter Hans-Eugen Ekert wollten vielmehr aufzeigen, welch unterschiedliche
Wirkung die Mörike-Verse in Form und Inhalt auf das Empfinden der Komponisten
ausübten, dass sie den Text so und nicht anders auf ihre ganz eigene Art
musikalisch in Szene setzten. Eines der eindrucksvollsten Beispiele hierfür
ergab die Konfrontierung von Hugo Distlers eher holzschnittartiger Vertonung des
Gedichts "Schön Rohtraut" mit jener feinsinnig jede kleinste Gemütsregung
aufnehmenden Robert Schumanns mit den in feinsten musikalischen Nuancen
vibrierenden immer wiederkehrenden Worten "Schweig stille, mein Herze". Doch
nicht nur mit Schumanns Sicht auf den großen schwäbischen Dichter wurden die
Ausschnitte aus Distlers Mörike-Chorliederbuch konfrontiert, sondern auch mit
jener von Robert Franz ("Frühling lässt sein blaues Band", "Volker spielt auf",
"Denk es, o Seele" ), Joseph Rheinberger ("Um Mitternacht") oder Otto Scherzer
("Jägerlied", "Denk es, o Seele"), wobei letzterer, ganz dem 19. Jahrhundert
zugehörig, in der Handhabung musikalischer Ausdrucksmittel überraschend modern
wirkte. In all diesen Darstellungen, die, da a cappella abgefasst, höchste
Ansprüche an die Kunst der Differenzierung stellten, bewies der seit drei Jahren
kontinuierlich stimmlich ergänzte, von neuer Leitung beflügelte Chor seine
aktuell hinzugewonnenen und fortentwickelten Qualitäten, die besonders auf den
Gebieten der sängerischen Präzision und eines homogenen Klangbilds
eindrucksvolle kleine Triumphe feierten, die wiederum die Grundlage waren für
die von Hans-Eugen Ekert intendierte ausdrucksstarke Gestaltung der einzelnen
Lieder oder Balladen, von denen Distlers "Feuerreiter" eine besonders
beeindruckende Wiedergabe erfuhr. Kaum weniger berührend erwiesen sich die
Gedichtvorträge der Tübinger Schauspielerin Lore Zorn, die sich völlig der
Sprachmelodie Mörikes anvertraute und diese ganz eigene Musik werden
ließ.
NWZ vom 20.10.2004: "Mörike in der Bettenfabrik"
Zurück zur Übersicht
KONZERT / Kammerchor Göppingen singt in ungewöhnlichem Ambiente in
Boll Mörike in der Bettenfabrik
In ungewöhnlichem Ambiente findet das Herbstkonzert des Göppinger Kammerchors
statt: Romantische Mörike-Vertonungen und Auszüge aus Hugo Distlers
Chorliederbuch sind am Freitag ab 20 Uhr in der Bettenwarenfabrik "Traum-Fabrik"
in Boll zu hören.
GÖPPINGEN Ermöglicht wird das Boller Konzert, das am
Sonntag, 19 Uhr, im Alten E-Werk in Göppingen wiederholt wird, von einer
Kulturpatenschaft der Wirtschaftsjunioren. Das im Rahmen der Initiative "Mir
schaffets" ausgezeichnete Projekt wurde dieses Jahr aus der Taufe gehoben. Die
Wirtschaftsjunioren stellen bei dem Projekt ihr Know-How für die regionale
Kulturförderung zur Verfügung. Für den Göppinger Kammerchor hat der Boller
Bettwarenfabrikant Sven Maier eine erste Patenschaft übernommen. Jetzt räumt
Kulturpate Maier quasi als Abschluss der Zusammenarbeit in diesem Jahr seine
Lagerhalle in Boll aus, um sie mit Unterstützung der Gemeinde als Saal für ein
Mörike-Konzert mit Lesung herzurichten. Das Konzert, ergänzt durch
Rezitationen der Tübinger Schauspielerin Lore Zorn, will die Vielfalt der
Mörike-Lyrik auf eigene Weise zum Erklingen bringen: Innig-volkstümliche
Vertonungen stehen neben den schaurig-expressiven Balladen Hugo Distlers,
Rezitation und Chorgesang ergänzen und kontrastieren einander im lebhaften
Dialog, unterschiedliche Vertonungen und Lesungen desselben Gedichts beleuchten
Mörikes Sprache in wechselnden Nuancen. Die Gesamtleitung hat Hans-Eugen
Ekert.
Die Idee zu dem Fabrikkonzert kam aus den Reihen des Kammerchores. "Wir
wollen damit außergewöhnliche Konzertformen ausprobieren und neue Zuhörer
ansprechen", erläutert Brigitte Schwarz-Stambke vom Kammerchor. Die
Wirtschaftsjunioren wollen nun in den Unternehmen verstärkt Platz für kulturelle
Veranstaltungen schaffen. Ein weiteres Konzert soll auf dem Gelände des Kuchener
Automatisierungsunternehmens "Erhardt und Abt" stattfinden, das bereits seit
Jahren Vernissagen mit regionalen Künstlern in seinen Produktionsräumen
anbietet.
"Die Zusammenarbeit mit dem Göppinger Kammerchor ist auch für mich unheimlich
spannend", bestätigt Sven Maier seine positiven Erfahrungen mit dem Projekt.
Auch er habe als Unternehmer viel dazu gelernt. Mit einer aus der
Betriebswirtschaft bekannten Stärken-Schwächen-Analyse habe er in gemeinsamen
Workshops zunächst ein genaues Profil des Chores entwickelt, berichtet der
Unternehmenschef. Daraus wurde ein neues Corporate Design entwickelt und
umgesetzt mit dem Ziel, die Qualitäten des "Produktes" Kammerchor noch bekannter
zu machen.
NWZ vom 12.11.2003 "Musik zu Leben und Tod" (Ankündigung)
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KONZERT Musik zu Leben und Tod
GÖPPINGEN Kompositionen der Barockzeit und der
Empfindsamkeit, die vom Menschen in der Spannung zwischen Göttlichem und
Irdischemsprechen, finden sich im Konzert des Göppinger Kammerchors am Samstag,
15. November, ab 19 Uhr in der Oberhofenkirche unter dem Titel "Musik zu Leben
und Tod". Zu hören sind Werke Johann Bachs ("Unser Leben ist ein Schatten"),
Johann Christoph Bachs ("Der Gerechte, ob er gleich zu zeitlich stirbt") und
Johann Sebastian Bachs ("Nach dir, Herr, verlanget mich", BWV 150), sowie zwei
Motetten von Schein und Kompositionen von Homilius. Cembalomusik von Froberger,
gespielt von Evelyn Laib, rundet das Programm ab. Außerdem wirken Jana Chytilova
und Gunhild Cremer (Violinen), Christine Seegers (Violoncello) und Helga
Dubbe-Wegener (Fagott) mit. Die Leitung hat Hans-Eugen Ekert.
NWZ vom 08.07.2003: "Perfekte Kunsthandwerklichkeit"
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KONZERT / Göppinger Kammerchor in Oberhofenkirche Perfekte
Kunsthandwerklichkeit
Mit Kompositionen von Homilius und Hiller suchte der Göppinger Kammerchor am
Sonntag in der Oberhofenkirche den Zuhörern die Zeit der "Empfindsamkeit"
zwischen Barock und Klassik neu zu entdecken.
HANS HERDEG
GÖPPINGEN Doch so sehr sich der Kammerchor und sein
engagierter Leiter Hans-Eugen Ekert auch mühten: Die Aufmerksamkeit der
Zuhörerschaft für die ausgewählten Werke hielt sich in Grenzen, zumal die Musik
weder formal noch inhaltlich besonders zu interessieren vermochte. Gottfried
August Homilius Motetten etwa schwanken unentschieden zwischen harmonischen
Experimenten und tradierter Form, zu welcher der Komponist, Zuflucht suchend,
immer dann zurückkehrt, wenn er von seiner eigenen musikalischen Kühnheit
überrascht wird, die freilich weder auf barocke Affektintensität zurück-, noch
auf die klassische Themendramatik vorausschaut. So verharren Homilius
Kompositionen meist in jener musikalischen Grauzone, welche sich in perfekter
Kunsthandwerklichkeit gefällt, ohne auf dieser Grundlage Exkursionen in
inhaltlich emotionalere Gefilde, die neue Ausdrucksmöglichkeiten erschließen
könnten, zu wagen. Selbst die dieser Epoche attestierte "Empfindsamkeit" ließ
sich kaum vernehmen, am ehesten noch in Johann Adam Hillers Motette "Der Friede
Gottes". Deshalb konzentrierte sich das Interesse vorwiegend auf die sängerische
Ausführung der in das mit dem Titel "Was betrübst du dich, meine Seele?" nicht
eben attraktiv benannte Programm aufgenommenen Werke durch den Göppinger
Kammerchor. Und was dieser unter der umsichtigen wie engagierten Leitung von
Hans-Eugen Ekert bot, konnte sich hören lassen. Nach einigen anfänglichen
Intonationstrübungen in Scheins den Konzerttitel formulierender Motette rückte
das Sängerensemble die von ihm gewohnten Qualitäten einmal mehr in schönstes
Licht: das auch in dynamischen Extremen stets homogen bleibende Klangbild, die
chorische Flexibilität bei unbeirrbarer agogischer Präzision, die, wenn sie denn
geforderte war, aufs feinste modulierte Ausdrucksnuance. Der große Beifall am
Ende galt zu Recht dem Chor und seinem Dirigenten sowie dem Organisten Fabian
Wöhrle, der mit Stücken von Buxtehude, Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel
Bach sowie von Homilius die Vortragsfolge mit viel Einfühlungsvermögen
ansprechend gegliedert und aufgelockert hatte
NWZ vom 15.04.2003 "Drama in episch-lyrischer Erzählweise"
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KONZERT / Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion in der Göppinger
Oberhofenkirche Drama in episch-lyrischer
Erzählweise Eindrucksvolle Wiedergabe durch den Göppinger
Kammerchor und die Lukaskantorei Stuttgart
Eine eindrucksvolle Wiedergabe der Bachschen Matthäus-Passion gelang in
Oberhofen unter der Leitung von Hans-Eugen Ekert dem Göppinger Kammerchor im
Verein mit der Lukaskantorei und dem Lukas-Barockorchester Stuttgart.
HANS HERDEG
GÖPPINGEN Der Kantor der Stuttgarter Lukaskirche hatte für
seine Darstellung ein ganz eigenes interpretatorisches Konzept entwickelt, das
zum einen mit dem Spiel auf alten Instrumenten oder deren Nachbauten auf eine
historisierende Aufführungspraxis zielte, zum anderen eine episch-lyrische
Erzählweise des Passionsgeschehens anstrebte, welche die Dramatik der Handlung
in wenige, dann jedoch kraftvoll ausgeführte Momente bündelte oder durch eine
Vielzahl dynamischer Nuancen im vorgegeben Rahmen zumindest andeutete. Sein
Konzept zu verwirklichen, kaprizierte sich Hans-Eugen Ekert zunächst und vor
allem auf sehr getragene, durch eine differenzierte Dynamisierung jedoch in
stetem Fluss gehaltene Tempi, die, da sie vorzugsweise die Schilderung des
Evangelisten und die Chöre (und natürlich die Choräle) konturierten, von
eigentümlicher Wirkung waren: Wo Handlung, Aktion und Reaktion zu erwarten
waren, nahm Nachdenklichkeit ihren Platz ein, wo Reflexion über das Geschehen
ihr Anrecht forderte, in den Rezitativen und Arien, beschleunigten sich die
Zeitmaße und verwandelten die Inhalte, mochten sie von den Solisten auch noch so
schön und konzis gestaltet sein, in eher beiläufige Randbemerkungen. Vollends in
den Chorälen bevorzugte der Dirigent, sich auf neuere Erkenntnisse einstiger
Aufführungspraxis berufend, nachgerade breite, fast still stehende Tempi, deren
durch die Dehnung nachlassende musikalische Spannkraft er mit einer besonderen
Diktion - der erst allmählichen dynamischen Ausformung des einzelnen Tons und
dessen unmittelbar folgende Abschwächung - auf die Beine half und dergestalt
einen fast wiegenden, das Gemüt besänftigenden Rhythmus evozierte. Mochte man
diesem Konzept einer meditativen Passionsdarstellung nun zustimmen oder nicht,
in seiner Konsequenz und Geschlossenheit überzeugte es allemal mit einer
gewissen Faszination, die bei der historisierenden Diktion des Instrumentariums
doch etwas vermisst wurde. Die "alte" Spielpraxis hatte auf den Duktus der
Wiedergabe kaum, auf ihre klangliche Konsistenz mit einigen tönenden Effekten
nur geringen Einfluss und wenn, dann bisweilen etwas verstörend, setzt die
Spielweise doch ein äußerst genaues klangliches Agieren, eine höchst präzise
Intonation voraus, die freilich durch die Beschaffenheit der Instrumente nicht
immer gegeben waren, so dass, ausgerechnet nach dem Choral "O Haupt voll Blut
und Wunden", ein ausgedehntes Nachstimmen notwendig wurde. Ansonsten jedoch
überzeugte die Interpretation auf ihre Art, zumal auch ein famoses
Solistenquartett zu Gebote stand. Die vorzugsweise lyrisch gestimmte Darstellung
des Evangelisten Alastair Thompson bestach durch großen Atem und feine
Zeichnung, auch wenn die Stimme nicht in allen Registern gleichmäßig ansprach,
ein kleiner und überdies aufgrund der stupenden Leistung des Sängers, der auch
noch gegen Ende der Aufführung durch die Frische, Geschmeidigkeit und
Intonationssicherheit seines Tenors die Hörer für sich einnahm. In Matthias Horn
hatte die Wiedergabe einen (bisweilen allzu) stimmgewaltigen Christus. Und
während der geradlinig geführte, jedes Vibrato schon im Ansatz unterdrückende
Sopran Susan Eitrichs ein wenig gewöhnungsbedürftig war, überraschte die
eingesprungene Altistin Helene Radana mit einer in allen Lagen schön
ansprechender, trotz aller fast überbordenden Fülle nuanciert tönender Stimme.
So entstand, alles in allem gesehen, auf Hans-Eugen Ekerts Geheiß Bachs
Matthäus-Passion zwar nicht als ein durch seine dramatische Lebendigkeit
mitreißendes Gemälde, sondern als ein durch feine Zeichnung und zarte Farben zu
ruhiger Anschauung aufforderndes, meditatives Andachtsbild von überaus
suggestiver Wirkung.
NWZ vom 11.04.2003 "Matthäus-Passion in Oberhofen" (Ankündigung)
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KONZERT Matthäus-Passion in Oberhofen
GÖPPINGEN Der Göppinger Kammerchor, die Stuttgarter Lukaskantorei und
das Lukas-Barockorchester führen am Samstag ab 18 Uhr in der Oberhofenkirche
Bachs Matthäus-Passion auf. Das Orchester musiziert auf originalen oder
nachgebauten Instrumenten der Barockzeit in alter Stimmung. Gesangssolisten sind
Susan Eitrich (Sopran), Simone Alex (Alt), Alastair Thompson (Tenor) und
Matthias Horn (Bass). Leitung: Hans-Eugen Ekert.
NWZ vom 07.04.2003 "Göppinger Sänger "powern ohne Ende" (Ankündigung)
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KONZERT / Kammerchor und Stuttgarter Lukaskantorei proben in Oberhofen Bachs
Matthäus-Passion
Göppinger Sänger "powern ohne Ende" Damit es wie zur
Zeit des Thomaskantors klingt, wird auf historischen Instrumenten
musiziert
Seit Wochen probt der Göppinger Kammerchor mit der Lukaskantorei aus
Stuttgart die Matthäus-Passion. Das Besondere: Damit es wie zu Bachs Zeiten
klingt, werden die Chöre von historischen Instrumenten begleitet.
OLIVER GARBRECHT
GÖPPINGEN Ein ungewohnter Anblick in der Göppinger Oberhofenkirche: Vor dem
Altar steht das Cembalo von Hans-Eugen Ekert, Kantor an der Stuttgarter
Lukaskirche. Der 51-Jährige gibt dem Instrument den letzten klanglichen Schliff.
Dann klatscht er in die Hände und ruft den Sängern energisch zu: "Jetzt bitte
aufstellen!" Zum ersten Mal proben die beiden Chöre in der Oberhofenkirche, denn
hier wollen sie am 12. April Bachs Matthäus-Passion aufführen. Organisiert hat
die Zusammenarbeit Dirigent Ekert, der zugleich Leiter des Göppinger Kammerchors
und Kantor an der Stuttgarter Lukaskirche ist, in "Personalunion", wie er das
selber nennt. Um dem Werk den vom Komponisten beabsichtigten Klang zu geben,
wird das Lukas-Barockorchester bei den Aufführungen auf historischen
Musikinstrumenten spielen. "Ich wollte die alte Musik wieder aktuell machen, und
dabei kommen die heutigen Instrumente immer wieder an ihre Grenzen", erklärt
Ekert. So wird sich den Zuhörern die eine oder andere klangliche Überraschung
bieten, etwa dadurch, dass die Streichinstrumente mit Saiten aus Schafsdarm
bespannt sind oder durch die Verwendung der "Oboe da caccia". Dieses
Holzblasinstrument, von dem es bis Ende der 70er Jahre nur Abbildungen gab,
erinnert eigentlich mehr an ein Horn. Erstaunlicherweise, berichtet Ekert
schmunzelnd, klinge es wie ein altes Saxophon: "Bach hat das für die Special
Effects verwendet." Es ist nicht zu überhören: Mit ihren Proben kommen die
beiden Chöre gut voran. Bis zum Auftritt ist fast nur noch Feinarbeit zu
verrichten. Und so erntet der Chorleiter für seinen Kommentar auch viel
Gelächter: "Die Stuttgarter sind es gewöhnt, angefeuert zu werden. Die Göppinger
powern bei der kleinsten Bewegung ohne Ende." (Quelle: http://www.suedwest-aktiv.de)
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