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NWZ vom 20.12.2016: Kammerchor wagt Alternative

Von Ulrich Kernen

Foto: Stauferpress

Der Göppinger Kammerchor erfreute sein Publikum in der Oberhofenkirche mit der Weihnachtsgeschichte in frühbarocken Klängen.

Die Weihnachtsgeschichte in frühbarocken Kantaten - dieses Experiment wagte der Göppinger Kammerchor unter der Leitung von Fabian Wöhrle in der Oberhofenkirche. Die dafür ausgewählten Kantaten beleuchteten einzelne Stationen der Geschichte. Da die Werke jedoch alle derselben Epoche entstammten, blieb es nicht aus, dass sich Klangkolorit und Formensprache wiederholten, zumal die Komponisten, zum Teil sogar verwandtschaftlich untereinander verbunden, allesamt der sogenannten Norddeutschen Orgelschule angehörten, deren Zentren Hamburg und Lübeck waren.

In der hochgespannten Sprache des Barock eröffnete die Kantate "Kommst du, kommst du, Licht der Heiden?" von Dietrich Buxtehude das Konzert. Hier setzten Solisten (Eva Kleinheins, Xenia Preisenberger, Sopran; Markus Sontheimer, Altus, Jonathan Holzwarth, Tenor und Sebastian Auer, Bass), der Chor und das "Ensemble "il capriccio" interpretatorische Marken, die dann konsequent das ganze Konzert bestimmten.

Das Instrumentalensemble war hervorragend aufeinander eingestellt und bevorzugte weichen, leichten und beseelten Klang. Das kam dem Kammerchor entgegen, der nirgends in ein großes Forte ausbrach, sondern immer die musikalische Umsetzung des Textes einfühlsam in den Fokus rückte. Da entstand viel Raum für sehr hörenswerte Details.

Fabian Wöhrle achtete überdies darauf, dass sich der Duktus des Textes im Tempo widerspiegelte, wie zu Anfang die Sehnsucht nach dem Vereintsein mit dem Erlöser. Das setzte sich im Folgenden fort: Den Dialog zwischen Engel (Tenor) und Maria (Sopran: Eva Kleinheins) von Matthias Weckmann zeichnete Klarheit und Gefasstheit der Melodieführung aus; dies verwandelte sich im "Alleluja" in fröhliches Gelächter.

Im anschließenden "Magnificat" von Buxtehude achteten die Begleiterinnen hier wie überall präzise darauf, sich zurückzuhalten und dennoch ein musika¬lisches Wörtchen mitzureden. Das schaffen nur solche Könnerinnen! Das Solistenensemble fand sofort zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Im "Hosianna" von Franz Tunder wagte der Chor, die Freude in übermütige Sprünge umzusetzen, und in der Choralkantate "Nun komm der Heiden Heiland" von Georg Böhm steigerte sich die Freude zum ersten Mal in ein echtes Forte. Im Kontrast dazu mündete das Staunen über das unbegreifliche Wunder der Geburt Christi in den sonoren Bassklang der Theorbe - das war etwas ganz Besonderes.

Der Gang durch die Weihnachtsgeschichte endete in der Kantate "Das neugeborne Kindelein" von Buxtehude. Fabian Wöhrle gelang es, dem übersprudelnden Jubel Ausdruck zu verleihen, ohne in Pathos oder Monumentalität zu verfallen. Die Bitte um Bewahrung schlug zum Abschluss die Verbindung von der Weihnachtsgeschichte zur Wirklichkeit der später Geborenen. Fazit: Das Experiment ist gelungen, auch wenn das Ganze nicht aus einem Guss sein konnte und Dubletten unvermeidlich waren.

Quelle: NWZ - Ulrich Kernen - 20.12.2016

NWZ vom 28.06.2016: Beim Sommernachtskonzert ist die pure Lust am Singen zu hören

Von Lilli Ell

Foto: Tilman Ehrcke

Für das diesjährige Sommernachtskonzert des Göppinger Kammerchors unter der Leitung von Fabian Wöhrle gab es viel Beifall - zurecht.

"Liebe, Lust und Leid(enschaft)" war der Titel des Sommernachtskonzerts des Göppinger Kammerchors unter der Leitung von Fabian Wöhrle in der Oberhofenkirche. Der Kammerchor und sein Dirigent warteten mit einem stimmig zusammengestellten romantischen Programm auf, das seinem Titel mehr als gerecht wurde. Zwischen den Chordarbietungen erklangen passend dazu schön gestaltete Harfenwerke, von Eva Maria Bredl bezaubernd gespielt. Seit 2014 leitet Fabian Wöhrle den Göppinger Kammerchor und wartet immer wieder mit besonderen Programmen auf. Für dieses Sommernachtskonzert hatte der an der Stadtkirche in Ludwigsburg wirkende Kirchenmusiker Werke von Josef Gabriel Rheinberger, Wilhelm Peterson Berger, Reynaldo Hahn und Matyas Seiber ausgewählt. Schon zu Lebzeiten war Rheinberger berühmt.

Von "Waldblumen" und dem "Killeböckchen"

Der gebürtige Liechtensteiner, dessen Wirkungsstätte später München war schrieb zahlreiche Auftragskompositionen. Die "Waldblumen" komponierte er nach Texten von Franz Alfred Muth, dessen Naturlyrik von zahlreichen Komponisten vertont wurde, auch von Rheinberger. Der Chor bot drei Lieder aus diesem Zyklus dar mit reicher Dynamik und durchsichtigen Sequenzen. Fabian Wöhrle hatte die Aufstellung der Sängerinnen und Sänger so gewählt, dass die Sänger zwischen den Frauenstimmen aufgestellt waren, was dem Klang eine besondere Tiefe und Strahlkraft verlieh und die geringe Zahl der Männer geschickt ausglich. Schon diese ersten Lieder überzeugten sowohl mit ihrem heiteren als auch melancholischen Duktus und ihrer gestalterischen Wirkung. In einem zweiten Block erklangen "acht Gesänge opus 11" des Schweden Wilhelm Peterson Berger, die auch in der Originalsprache vorgetragen wurden. Die Sänger überraschten mit einer sehr präzisen Aussprache und einem soliden Spannungsaufbau, einer differenzierten Dynamik und der Herausarbeitung des Sprachwitzes und der abwechslungsreichen Klang- und Textstruktur. Besonders gelungen erschien das "Killeböckchen", ein lustiges Kinderlied, das das Lämmchen besingt, das sich pflegen soll, weil es demnächst im Süppchen der Mutter landet. Aber auch das "Tanz!" am Schluss vor der Pause zeigte sich frisch und die Vorstellung des Tanzbodens mit den unterschiedlichsten Tänzern und deren Spaß am Leben und am Tanz entstand so mitten in der Kirche.

Nach der Pause wurden drei Lieder aus den "Chansons et Madrigaux" von Reynaldo Hahn vorgetragen, genauso frisch und lebendig, immer wieder auch mit komödiantischem Einschlag, was den Sängern sichtlich Freude bereitete. Fabian Wöhrle führte seinen Chor sicher und immer wieder auch bewegte und motivierte er mit Körpereinsatz, gab so Motivation und Führung. Seine Inspiration und Begleitung beflügelten die Sänger.

Leichtfüßiges Spiel

Für den Schluss hatte er die "Yugoslav Folk Songs" von Matyas Seiber ausgewählt. Da konnte der Chor noch einmal zeigen, was er in puncto Tempo und Lautstärke zu bieten hatte. Abwechslungsreich, mit den unterschiedlichsten Nuancen waren diese "Volkslieder" aus Jugoslawien an Witz und Heiterkeit ein Höhepunkt des Konzertes. Gelungen spielte der Chor mit lauten und leisen, schnellen und langsamen Passagen, sodass dichte, farbenreiche Bilder entstanden. Zwischen den Chorblöcken gab es weitere Farbtupfer durch das Harfenspiel von Eva Maria Bredl. Das erste Musikstück "Watching the Wheat" von John Thomas war die romantische Einstimmung auf das Gesamtprogramm und ließ das wogende Weizenfeld vor dem inneren Auge der Zuhörer im Wind vorbeiziehen. Sanfte perlende Töne, zarte Arpeggien lösten legato Sequenzen ab, leichtfüßiges Spiel wechselte mit grave Passagen, wie Wasserperlen aufgedreht an Gräsern, mit musikalischer Einfühlung und Eleganz eingespielt, fantasievoll und mit vielfältiger Dynamik, auch in der "Fantasie op. 95" von Camille Saint-Sa?ns und "La Harpe aeolienne" von Felix Godefrôid.

Am Ende gab es lang anhaltenden herzlichen Beifall für ein sommernächtliches schönes Konzert und als letzten Höhepunkt noch eine gemeinsam musizierte Zugabe.

Quelle: NWZ - Lilli Ell - 28.06.2016

NWZ vom 22.06.2016: Werke spiegeln Wesen der Romantik wider

Von Marcus Zecha

Foto: Kammerchor

Der Göppinger Kammerchor tritt in der Wallfahrtskirche Birenbach und in der Oberhofenkirche auf. Der Chor gibt zwei Sommernachtskonzerte.

Europäischen Komponisten und Kompositionen des 19. Jahrhunderts werden den Zuhörern bei den diesjährigen Sommernachtskonzerten des Göppinger Kammerchors geboten. Die Auftritte finden am Samstag, 25. Juni, um 20.15 Uhr in der Wallfahrtskirche Birenbach und am Sonntag, 26. Juni, um 19 Uhr in der Oberhofenkirche in Göppingen statt. Mit diesen Sommernachtskonzerten setzt der Göppinger Chor seine Zusammenarbeit mit Musikern aus der Region fort. In diesem Konzert spielt als Gast Eva-Maria Bredl auf der Harfe.

Obwohl die Komponisten und Kompositionen des 19. Jahrhunderts den Zuhörern weniger bekannt sein dürften, handelt es sich um anspruchsvolle und unterhaltsame Chorliteratur. Die Werke spiegeln das Wesen der Romantik wider. Leid und Leidenschaft liegen eng beieinander.

Josef Gabriel Rheinberger gehörte zu den erfolgreichen Komponisten seiner Zeit und ist dem Göppinger Kammerchor kein Unbekannter. In den "Waldblumen" drückt er seine Freude an der Natur aus. Der schwedische Komponist Wilhelm Peterson-Berger steht in der spätromantischen Tradition. Sein Liedschaffen wurde geprägt von Edvard Grieg. Die "Acht Gesänge" beschreiben die schwedische Natur. In seinen Chansons und Madrigalen, von denen der Kammerchor zwei zur Aufführung bringt, komponiert Reynaldo Hahn in der Art der alten Meister. Sein Thema ist das Leid, welches von der Leidenschaft verursacht wird. Die ganze Fülle eines südlichen Sommers ist in den "Jugoslawischen Folk-Songs" von Matyas Seiber zu finden.

Dazwischen musiziert die Harfenstin Eva-Maria Bredl ebenfalls romantische Werke von John Thomas, Camille Saint-Saens, Felix Godefroid und des zeitgenössischen Komponisten David Watkins. Die Künstlerin legt ihren Schwerpunkt auf Kammermusik mit Harfe. Ihr besonderes Interesse gilt dabei seltenen Besetzungen wie Harfenduo Harfe mit Kontrabass und ausgefallenen Kompositionen für Harfe und Orgel.

Der Göppinger Kammerchor unter seinem Leiter Fabian Wöhrle musiziert immer wieder anspruchsvolle Literatur von weniger bekannten Komponisten. Dabei achtet er auf Homogenität und Intonationssicherheit. Mit großem Einfühlungsvermögen versucht er das Wesen der Musik zu ergründen und gemeinsam mit dem Chor umzusetzen.

In der Pause werden die Zuhörer zum Verweilen eingeladen bei sommerlichen Getränken und Gebäck.

Eintrittskarten für 12 Euro (Schüler und Studenten frei) gibt es bei Chormitgliedern, dem i-Punkt in Göppingen und der Baronner'schen Apotheke in Bad Boll.

Quelle: NWZ - Marcus Zecha - 22.06.2016

NWZ vom 24.12.2015: Sänger spenden 900 Euro

Einen gut vorbereiteten Göppinger Kammerchor erlebten die Besucher beim Sommernachtskonzert "Jubilate Deo" in der Oberhofenkirche. Sie hörten ein durchaus anspruchsvolles Programm.

Zwei tolle Winternachts-Konzerte bescherte der Göppinger Kammerchor insgesamt rund 430 Zuhörern in der Göppinger Oberhofenkirche und in der Eislinger Christuskirche. Bei Kerzenlicht brachten die Sänger unter Leitung von Fabian Wöhrle Weihnachtsmotetten und -lieder zu Gehör. Ein Highlight seien dabei die musikalischen Darbietungen von Agnes Gindele (Querflöte) und Thomas Gindele an der Orgel gewesen. Pro Eintrittskarte spendet der Chor zwei Euro an die "Guten Taten". "Wir haben den Betrag auf 900 Euro aufgerundet", sagt Kassiererin Gabriele Keller, die mit Schriftführerin Renate Jäkh die Spende übergeben hat. Auch der Göppinger Kammerchor gehört seit Jahren zu den treuen Unterstützern der NWZ-Aktion.

Quelle: NWZ - 24.12.2015

NWZ vom 22.12.2015: Winternachtkonzerte mit dem Göppinger Kammerchor


Foto: Staufenpress

Die traditionellen Winternachtkonzerte des Göppinger Kammerchores fanden am Samstag in der Christuskirche in Eislingen und am Sonntag in der Oberhofenkirche in Göppingen (Foto) statt.

Die traditionellen Winternachtkonzerte des Göppinger Kammerchores fanden am Samstag in der Christuskirche in Eislingen und am Sonntag in der Oberhofenkirche in Göppingen (Foto) statt. Ein Reigen von Weihnachtsmotetten und Weihnachtsliedern ließ die Beteiligten der Weihnachtsgeschichte zu Wort kommen und schloss mit der Geburt Christi. Die NWZ-Aktion "Gute Taten" wurde mit zwei Euro pro verkaufter Eintrittskarte unterstützt.

Quelle: NWZ - 22.12.2015

NWZ vom 30.06.2015: Bewegender Lobpreis

Von Lilli Ell

Einen gut vorbereiteten Göppinger Kammerchor erlebten die Besucher beim Sommernachtskonzert "Jubilate Deo" in der Oberhofenkirche. Sie hörten ein durchaus anspruchsvolles Programm.

Leider hatten nicht viele Besucher den Weg in die Oberhofenkirche gefunden. Lag's am schönen Wetter, das die Menschen eher in die Natur zog, lag's an dem sehr anspruchsvollen Programm des Kammerchores? Jedenfalls hätten Programm und Ausführung mehr Zuhörer verdient gehabt.

Benjamin Britten, der Klassiker unter den modernen Komponisten, umrahmte mit seinem "Jubilate Deo" und mit "Rejoice in the Lamb" das Konzert. Kraftvoll, mit einem Gespür für die lebendige Bewegung in dieser Musik, war der Chor von Beginn des Konzertes präsent und gestaltete die unterschiedlichen Phasen abwechslungsreich mit schnellen Läufen, aber auch mit Einfühlungsvermögen in den ruhigeren, sanften Abschnitten.

Mit dem Franzosen Francis Poulenc setzte sich der Jubel fort. "Exultate Deo" atmete Ausgelassenheit und Lebenslust, in einer sehr ausgeglichenen Variante mit farbiger Dynamik und präziser Intonation. Brittens anschließendes "Jubilate Deo" in Es-Dur steigerte den Jubel noch einmal und mündete in sanftere Töne vor einem ausladenden, ausdrucksstarken "Amen".

Dann gab es mit dem Orgelsolo von Andreas Willberg für die Zuhörer Zeit zum Ausatmen, um die aufwühlenden, bewegenden Lobpreisklänge zuvor zu verarbeiten. Kurze, nur so dahin geworfene Klangfolgen hellerer und dunklerer Färbung gaben Raum und ließen ein wenig Ruhe einkehren. "Cantate de la Paix" von Darius Milhaud nach einer Dichtung von Paul Claudel warf die Fragen nach Krieg und Frieden auf. Warum können die Völker so wenig Frieden halten untereinander, wer kann da Abhilfe schaffen? Mit den Solisten aus dem Chor bekam die Kantate eine besondere Farbigkeit und Lebendigkeit, die die fremdartigen Harmonien immer wieder auflöste.

Als Mittel- und Angelpunkt des Konzertes erklang das Friedensgebet "Dona nobis pacem" von Peteris Vasks, eines zeitgenössischen Komponisten aus Lettland. Vasks zählt zu den bekanntesten Komponisten aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Mit steigernder Dynamik sang der Chor dieses Werk, unterstrich mit seinem Duktus die Eindringlichkeit des Friedens und ließ dieses Gebet buchstäblich zur Herzensangelegenheit werden, das von der Orgel dezent und sicher begleitet wurde. Vasks nennt sich selber einen "Erzähler in Tönen", und er erzählt in beeindruckender Weise vom Frieden, expressiv und ungekünstelt.

Die Orgel nahm in einem erneuten Solo das Gebet um Frieden von Flor Peeters noch einmal auf, stille, besinnliche Tonfolgen zum Innehalten, bevor ein letztes Mal Britten mit "Rejoice in the Lamb" zu Wort kam mit einer Erzählung, die fast einen Gang durch das Alte Testament und der Schöpfungsgeschichte bis hin zu Jesus Christus darstellt.

Mit Humor und einer großen Hingabe zu den Geschöpfen erzählten der Chor und seine Solisten die heitere Geschichte vom Kater Jeoffry, der Gott alle Tage dient, wie die Sopranistin charmant darbot, von dem Mäuserich, der die Maus von der Katze rettet, heiter von der Altistin eingeworfen, von der Poesie der Blumen, die der Tenor lobend besingt, während der Bassist eine Art kleines Alphabet rezitiert, das für die Eigenschaften Gottes steht.

So endet ein außergewöhnliches Konzert, das der Chor unter der sicheren, engagierten Leitung von Fabian Wöhrle und mit dem zuverlässigen Organisten Andreas Willberg gekonnt meisterte. Und es gab eine Menge "harmonischer Momente", so wie sie Fabian Wöhrle in seiner Begrüßung angekündigt hatte.

Quelle: Ell, Lilli - NWZ - 30.06.2015

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Schwarzwälder-Bote vom 18.06.2015:Für Pionierleistungen bekannt: Chor hat Raritäten im Gepäck

Freudenstadt. Der Göppinger Kammerchor ist am Sonntag, 21. Juni, ab 20 Uhr in der Stadtkirche Freudenstadt zu Gast.

Unter der Leitung von Fabian Wöhrle singt er Kompositionen von Benjamin Britten ("Jubilate Deo", "Rejoice in the Lamb"), Francis Poulenc, Darius Milhaud und Peteris Vasks. An der Orgel begleitet wird der Chor von Andreas Willberg.

Seit 1971 setzt der Göppinger Kammerchor maßgebliche Akzente in der Kulturregion Göppingen. Was das Singen ohne Instrumentalbegleitung betrifft, hat der Chor unter seinem ersten Leiter, Erhard Frieß, Kantor an der Göppinger Oberhofenkirche und ehemaliger Stimmbildner des Windsbacher Knabenchors, Pionierleistungen erbracht. Viele Rundfunk- und Tonträgeraufnahmen dokumentieren den hohen Anspruch an die Klangqualität. 1991 übernahm Frieß' Nachfolger im Amt des Oberhofenkantors, Jörg M. Sander, heute Bezirkskantor in Freudenstadt, die Leitung des Chors und setzte mit Interpretationen unbekannter Werke neue Schwerpunkte. So die szenisch-musikalische Aufführung von Hugo Distlers "Totentanz", die Uraufführung einer Motette von Johannes H. E. Koch oder dessen Ergänzung der nur fragmentarisch überlieferten Markus-Passion Johann Sebastian Bachs.

Unter seinem dritten Chorleiter Hans-Eugen Ekert erarbeitete sich der Chor seit 2001 mit der historischen Aufführungspraxis neues Terrain. Höhepunkte waren die Realisierung barocker Mehrchörigkeit mit bis zu fünf in der Kirche verteilten Sänger- und Instrumentalistengruppen und die Aufführung der Matthäus-Passion Bachs mit historischen Instrumenten.

Mit Hans-Eugen Ekert leitete einer der profilierten Vertreter der historischen Aufführungspraxis in Baden-Württemberg die künstlerischen Geschicke des Chors. Von 2009 bis 2012 hatte Mihaly Zeke die Chorleitung, danach Andreas Großberger. Seit April 2014 ist Fabian Wöhrle, Bezirkskantor an der Stadtkirche Ludwigsburg, Leiter des Göppinger Kammerchors.

Quelle: Schwarzwälder-Bote - 30.06.2015

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NWZ vom 16.12.2014: Winternachtskonzert in der Göppinger Oberhofenkirche

Von Lilli Ell

Foto: Giacinto Carlucci

Von Kerzen stimmungsvoll erleuchtet
sang der Göppinger Kammerchor
unter Fabian Wöhrles Dirigat.

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Zu seinem schon traditionellen Winternachtskonzert bei Kerzenschein hatte der Göppinger Kammerchor in die stimmungsvoll erleuchtete Oberhofenkirche geladen. Dieser Einladung waren viele Besucher gefolgt.

In diesem Jahr standen Werke des Barock von Johann Sebastian Bach, zwei seiner Schüler und seines geschätzten Dresdner Kollegen Jan Dismas Zelenka auf dem Programm des Göppinger Kammerchors. Dieser wurde begleitet von einem kleinen Violinensemble, dem "Ensemble flessibile", das den Chor einfühlsam und musikalisch versiert begleitete. Das Programm schlug einen Bogen von der Ankündigung zu der Geburt Jesu Christi und wurde von einem Solistenquartett komplettiert. Die Leitung hatte Fabian Wöhrle, der erst seit dem Sommer den Kammerchor leitet.

Zum Eingang erklang die Adventskantate "Auf, auf, ihr Herzen seid bereit" von Bachs Schüler Homilius. Festliche Akkorde lösten temporeiche Läufe ab, der Chor zeigte sich von Anfang an präsent mit einer klaren Umsetzung des transparenten Dirigats von Fabian Wöhrle, der nicht nur barocke Festlichkeit ausdrückte, sondern auch beschwingt und heiter diese Musik, allerdings am Sonntagabend mit einem kleinen Handicap, konzertierte. Die Sopranistin war nämlich erkrankt; für sie konnte kurzfristig Ulla Seber aus Stuttgart gewonnen werden, die trotz kürzester Vorbereitung ihren Part überzeugend sang. Die Bass-Arie, gesungen von Jens Paulus, stand im Zentrum dieser ersten Kantate. Jens Paulus beeindruckte darin mit energischem, klangvollem Stimmvolumen. Aber auch der Tenor, gesungen von Christian Wilms, und die Altstimme, gesungen von Margret Hauser, musizierten bewegend und zeigten sich besonders fein aufeinander abgestimmt in den Duetten.

Jan Dismas Zelenkas "Magnificat", der Lobgesang der Maria, verzichtet bewusst auf die feierlichen Trompeten, so wie es Bach in seinem berühmten Magnificat machte. Auch fällt die einfache formale und musikalische Gestaltung auf, dem der Chor und die filigran agierenden Violinen in ihrer Gestaltung Rechnung trugen. Die Oboen seien lobend erwähnt, die viel Klangfarbe und feine Tongebung beisteuerten. So gewann dieses Werk eine ausgewählte Stellung innerhalb des Konzertes, besonders auch deshalb, weil Zelenkas Werke einfallsreich und virtuos sind und sich daher in den vergangenen Jahren zunehmender Beliebtheit erfreuen.

In der "Missa brevis in d" vom Bach-Schüler Altnikol standen die Worte des Verkündigungsengels im Mittelpunkt und mündeten in Johann Sebastian Bachs Jubel über die Weihnacht in "Ich freue mich in dir", die auch Weihnachtskantate genannt wird. Ein weiteres Mal zeigte der Chor seine eindrückliche Darstellung, besonders die Männerstimmen boten die notwendige Klangfülle und konnten sich im Schlusschor und auch in den Fugen der anderen Werke beachtlich steigern, die Frauenstimmen sangen präzise und mit guter Intonation, sodass ein ausgewogener, filigraner Klangkörper entstand, der durch Farbigkeit und Vielfalt bestach. Die ersten Violinen musizierten glanzvoll und elegant, die übrigen Instrumentalisten begleiteten Chor und Solisten mit dem nötigen Gefühl für dynamische Abwechslung und Lautstärke, den "Cantus firmus" hatte der Sopran, der sich strahlend eingliederte. Mit sichtlicher Freude und Bewegung, mit Engagement und Präzision führte Fabian Wöhrle die Sänger als auch die Instrumentalisten.

Am Schluss gab es reichlich Beifall für dieses gelungene, weihnachtliche Konzert in harmonischer Atmosphäre.

Quelle: Ell, Lilli - NWZ - 16.12.2014

NWZ vom 15.07.2014: Den Verlust der Tochter vertont

Von Ulrich Schlecht

Foto: Stauferpress

Zwei Chöre und zwei Pianistinnen sorgten am Sonntag in der Stadtkirche Göppingen für einen qualitativ hochstehenden sommerlichen Konzertabend.

Zu seinem Sommernachtkonzert, das am frühen Sonntagabend in der Stadtkirche stattfand, hatte der Göppinger Kammerchor als weitere Mitwirkende das Vokalensemble der Jugendmusikschule Göppingen sowie die Pianistinnen Maria Gorn und Ulrike Gottlebe-Ebert eingeladen.

Dies erwies sich als eine geglückte Kombination, denn die Ausführenden sorgten - solistisch, in kleiner oder größerer Formation - für ein abwechslungsreiches Hörvergnügen auf hohem Niveau.

Deutsche und fremdsprachige Volkslieder, Kompositionen aus Tschechien, Ländler vom Luzernsee und Dichtungen aus dem "Weltpoetischen Liederbuch Polydora" des 1800 in Nürnberg geborenen Georg Friedrich Daumer sorgten für ein relativ breit gefächertes Programm.

Das Vokalensemble der Jugendmusikschule Göppingen machte den Anfang mit sechs Frauenchören von Johannes Brahms. Die sieben jungen Damen zeigten allesamt feine Stimmen, sowohl die strahlenden Soprane als auch die profunden Alte, die sich zu einem höchst geschlossenen, gelegentlich auch dreistimmigen Chorklang vereinten. Dazu kamen Intonationssicherheit im A-cappella-Vortrag und konzentriertes Mitgehen mit dem Dirigat ihrer Leiterin Pia Schäfer-Mayer. Dass diese erfahrene Sängerin den Mädchen viel Musikalisches und Interpretatorisches beigebracht hat, war bei diesem Auftritt deutlich zu hören.

Die Sängerzahl erhöhte sich auf 25, als der Göppinger Kammerchor das Podest einnahm und bei "Klänge aus Mähren" aus op. 29 und op. 32 von Antonin Dvorák zunächst von Ulrike Gottlebe-Ebert und dann von Maria Gorn begleitet wurde. Erneut wurde ein geschlossener Chorklang hörbar mit engagiertem Eingehen auf die interpretatorischen Vorgaben des Dirigenten Fabian Wöhrle. Dieser hatte seinen Chor ebenfalls bestens vorbereitet und führte ihn schwungvoll und mit großem Körpereinsatz.

Zwischen den fünf Liedern spielten die Pianistinnen je zwei Stücke von Bohuslav Martin und Leo Janácek, eine Art Programmmusik, wobei die Letzteren mit ihrem autobiografischen Bezug - Verlust der Tochter - sehr anrührend wirkten.

Mit je drei Volksliedern aus der Renaissance und aus dem 20. Jahrhundert verströmten Pia Schäfer-Mayer und ihre Mädchen weiteren Wohlklang, ehe der Kammerchor sich der Romantik widmete. In Teilen aus den "Liebesliederwalzern" op. 52 von Johannes Brahms nach Texten von Daumer erzählten die Choristen von freudigen Gefühlen, warnten aber auch vor Tücken, denn "Ein dunkeler Schacht ist Liebe, ein gar zu gefährlicher Bronnen". Fabian Wöhrle sorgte für agogisches und dynamisches Gestalten, während Ulrike Gottlebe-Ebert und Maria Gorn vierhändig ein zuverlässiges Begleitpaar bildeten. Nur ein marginaler Einwand: An einigen Pianostellen des Chores hätten sich auch die Spielerinnen stärker zurücknehmen müssen.

Ebenfalls im Dreivierteltakt erklangen zwischen den Liedgruppen kurze Ländler des Schweizer Komponisten und Brahms-Zeitgenossen Hans Huber.

Am Ende verabschiedeten die enthusiasmierten Zuhörer die Ausführenden mit reichem Beifall.

Quelle: Schlecht, Ulrich - NWZ - 15.07.2014

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NWZ vom 03.12.2013: Stimmungsvolle Einstimmung auf Weihnacht

Von Birgit Rexer

Foto von Giacinto Carlucci

Mit anspruchsvoller Weihnachtsmusik in der von Kerzen erleuchteten Oberhofenkirche konnten sich die Besucher des Konzertes des Göppinger Kammerchors auf die Vorweihnachtszeit einstimmen.

Das Konzert des Göppinger Kammerchors in der Vorweihnachtszeit hat bereits Tradition. Auch am Sonntag tauchten wieder unzählige Kerzen und ein großer Herrnhuter Stern das Innere der Kirche in ein sanftes Licht. Zu der verträumten Atmosphäre passte beim Winternachtskonzert die Musikauswahl mit Heinrich von Herzogenbergs Oratoriums "Die Geburt Christi" perfekt. In drei Teilen erzählt das anspruchsvolle Chorstück die Geburt Christi nach. Ist der Anfang eher zurückhaltend und wehmütig und beschwört Not und Finsternis, so setzen die Sänger der Göppinger Kammerchors die Verheißung der Empfängnis des Kindes durch die Jungfrau Maria mit viel Emotion um.

Sehr ansprechend ist der spannende Wechsel aus Solostücken, Männerquartett und Chor, der sehr hohe Anforderungen an das Können der Musiker stellt. Zu dem besonderen Hörgenuss, der auch in diesem Jahr ein großes Publikum in die ausverkaufte Oberhofenkirche lockte, trug auch die exzellente Akustik des Kirchenraums bei. Untermalt wurde das Konzert durch Benedikt Gunkel, Filip Marius, Cornelius Späth und Linda Steiner an der Violine, Joaquin Reyes und Marilisa Sonnabend an der Viola, Cellist Frank Grossman und Nikolas Botthof am Kontrabass sowie Lena Gersbacher an der Oboe, die eine ansprechende Ergänzung zu den Chorstimmen bildeten.

Im dritten Teil hat Heinrich von Herzogenberg dem Musikensemble mit der Hirtenmusik sogar ein Instrumentalstück zugedacht. Zu den Höhepunkten des durchgängig auf hohem Niveau stehenden Chorkonzertes gehörten das Solo-Quartett und der Chor mit "Erklinge Licht, und werde Schall" und der enthusiastische "Chor der Engel". Geschickt hat der Komponist Originalpassagen aus der Weihnachtsgeschichte nach Lukas und Johannes und Weihnachtslieder in sein Oratorium eingebunden. Dazu gehören "Es ist ein Ros entsprungen" ebenso, wie "Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Fraunn".

Den Abschluss des Benefizkonzertes, dessen Einnahmen für die Hilfsaktion der "Guten Taten" gespendet werden, bildeten zwei Strophen aus "Vom Himmel hoch", die vom Publikum in der Rolle des Gemeindechorals mitgesungen wurden. Für ihren Auftritt bekamen die Chormitglieder unter der Leitung von Andreas Großberger begeisterten Applaus.

Quelle: Rexer, Birgit - NWZ - 03.12.2013

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NWZ vom 02.07.2013: Wenn's Feuerglöcklein gellt

Von Lilli Ell

Foto: Staufenpress

Unter dem Motto "Elemente" hatte der Göppinger Kammerchor spannende Werke von der Renaissance bis in unsere Zeit ausgewählt. Die Thementeile wurden von Orgelimpressionen Peter Schleichers begleitet, der auch zwei Chorwerke souverän begleitete.

Der Auftakt war mit "Luft" überschrieben. Die Orgel hatte die Zuhörer schon mit Tönen, die an Sturmgebraus bis hin zu leisen Lüftchen erinnerten, eingestimmt. Versiert und ohne Schnörkel, dafür umso kraftvoller in den zupackenden, dann wieder zart in den leisen Passagen, präsentierte sich der junge Organist. Mit Siegfried Strohbachs leidenschaftlicher Motette "Jesus, der Retter im Seesturm" geriet dem Chor ein dramatisches, von ausgefeilter Dynamik getragenes Werk. Hugo Distlers "Lied vom Winde" für Frauenchor erklang frisch, mit durchsichtiger Intonation, auch das Sopransolo passte gut zur Leichtigkeit und Frische des "Sausewind, Brausewind". Robert Schumanns "Am Bodensee" schloss in flottem Tempo diesen Programmteil ab.

Weiter ging es mit dem "Feuer". Thomas Morleys Madrigal "Fire, fire" präsentierte sich mit kraftvoller Dynamik, fast schwebend in den leisen Passagen, mit dem Auf und Ab der Musik entstand bei den Zuhörern das Bild von auf- und abzüngelnden Flammen bis zur Entstehung eines großen, hell leuchtenden Feuers. Dazu passten die roten Fliegen der leider nur sechs Männer in Tenor und Bass. Dadurch war die Balance zwischen Frauen- und Männerstimmen nicht immer gewährleistet, trotzdem sangen die Männer ihre Parts einfühlsam und mit Verve. Der Dirigent unterstützte den Chor mit Engagement und Verlässlichkeit und führte ihn kompetent über musikalische Klippen. In Hugo Distlers "Der Feuerreiter" nach Eduard Mörikes Text sieht man die "rote Mütze" buchstäblich aufscheinen und meint auch das "Feuerglöcklein" gellen zu hören, denn es brennt die Mühle hinterm Berg. Was Distler als Komponist zu Mörike hingezogen hat, ist die elementare rhythmische Kraft und die Freizügigkeit in der Gestaltung dieser Ballade. Dazwischen erklangen Orgelversetten, die die düstere Stimmung der Ballade unterstrichen.

Nach der Pause folgte die Themen "Wasser" und "Erde". Wieder gestaltete der Organist die Einstimmung auf die Themen, beginnend im tiefen Grund, wo die Quellen sprudeln, die Wellen des Meeres sich kraftvoll auftürmen und die Wassertropfen sich aufreihen wie Perlen an einer Schnur, hell und fließend. Zwei modernere Komponisten wurden einem Komponisten der Romantik gegenübergestellt. Samuel Barber schrieb das lyrische "To be Sung on the Water". In einer Zeit, wo viele Komponisten eher mit Dissonanzen arbeiteten, kreierte er seinen ganz eigenen lyrisch- romantischen Stil. Der Chor nahm diese Interpretation sehr schön auf, ohne zu manieriert zu wirken. So war auch Edward Elgars "The shower" fließend und zart bewegt. Es folgte Johannes Brahms "Vineto". Vineta ist eine sagenhafte Stadt an der Ostseeküste bei der Insel Usedom. Bei einem Sturmhochwasser ging Vineta unter. Grund sei die Verderbtheit der Menschen gewesen. Noch heute sollen Glocken aus der Tiefe zu hören sein, nach der Sage. Brahms hat dieses Gedicht Wilhelm Müllers vertont. Der Chor ließ eine Klanglandschaft entstehen, die tiefen Eindruck hinterließ.

Zum Abschluss stand Petr Ebens "Cantico delle creature" nach dem Sonnengesang von Franz von Assisi, und Sven-David Sandströms "To see a world in a grain of sand", beide nahmen das Thema "Erde" auf, wobei der Sonnengesang sehr eigenwillig und Sandström dann harmonisch mit einem tragenden Schlusston endete. John Rutters "A gaelic blessing", gemeinsam mit der Orgel intoniert, nahm noch einmal alle Elemente auf und entließ die Zuhörer in eine friedliche Nacht, allerdings nicht ohne eine zart bewegte Zugabe von Humperdincks Abendsegen aus der Märchenoper "Hänsel und Gretel".

Die Zuhörer belohnten die Vorträge mit viel Beifall.

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NWZ vom 10.07.2012: Die Spannung gehalten

Von Lilli Ell

William Shakespeare und sein vielgestaltiges Werk taugen allemal für stimmungsvolle Sommernachtsmusik. So auch beim gelungenen Doppelkonzert des Göppinger Kammerchors in Uhingen und Göppingen.

Unter seinem mit sichtbarem Herzblut agierenden Dirigenten Mihály Menelaos Zeke stellte der Göppinger Kammerchor das Werk des großen Barden in den Mittelpunkt seines Konzertes im Alten E-Werk. Mit Bedacht hatte Zeke gewählt, da zur Sommernacht das Thema Wald, Liebe, aber auch Tod und andere große Gefühle passen. Unterstützt wurde der Chor von den zwei jungen Hornisten Jan Homolka und Juri de Marco sowie der Harfenistin Luise Dinnebier.

Horn und Harfe gaben einen wunderbaren Klangkörper mit viel Atmosphäre gleich in den ersten vier Gesängen für Frauenchor von Brahms ab und begleiteten mit viel Einfühlungsvermögen und Können diese ersten Gesänge.

Brahms orientiert sich in seiner Komposition am strophischen Aufbau des Gedichts "Es tönt ein voller Harfenklang". Mit abwärtsgerichteten Halbtonschritten, die er zur Ausdeutung des Wortes "bang" einsetzt, akzentuierte der intonationssichere Frauenchor eine düstere Stimmung. Der Tod stand auch im ersten Lied aus "Was ihr wollt" im Mittelpunkt. Der dritte Gesang nach Eichendorffs Roman "Aus dem Leben eines Taugenichts" setzt zunächst etwas heitere Akzente, endet aber auch mit dem Thema Tod.

Im "Gesang aus Fingal - von Ossian" arbeitete der Chor exakt die dynamische Steigerung, die sich am Text orientierte, heraus, hielt die Spannung aber gerade in den zarten Passagen, um am Schluss nochmal eindringlich das Mädchen von Inistore zur Klage über den gefallenen Geliebten aufzufordern. Horn und Harfe unterstrichen die Stimmung der Vorträge. Das Lied "Come away, Death" des zeitgenössischen Komponisten Jaako Mäntijärvi verwendet nicht nur klassische Elemente, sondern auch Rhythmen aus Pop und Jazz. Rhythmisch versiert und mit klarer, durchsichtiger Tongebung bewegte sich der Chor, sodass ein ausgewogenes Klangbild mit schönen Variationen entstand. Die instrumentalen Zwischenspiele, wie die "Romance F-Dur" für Horn und Harfe, waren von warmer Klanggebung mit klaren, geschmeidigen Tönen dominiert.

Nach der Pause gab es ebenfalls eine Instrumentaleinlage der Hörner, die die eher lyrisch elegische Stimmung des ganzen Konzertes unterstrichen. Der junge Juri de Marco hatte ein selbst komponiertes Stück mitgebracht, das er als Hommage an seinen verstorbenen Hornlehrer komponiert hatte und das in beeindruckender Weise zeigte, was mit dem Horn alles machbar ist. Es beschrieb heitere Momente in der Beziehung zu seinem Lehrer, aber auch schöne und traurige, so dass ein Gesamtbild passend zum Thema des Abends entstand.

Diese solistischen Einlagen der Hörner wurden von Brahms "Nachtwache I und II" aus den Gesängen opus 104 und drei Shakespeare-Liedern von Ralph Vaughan Williams eingerahmt. In den Nachtwachen entstand ein ausbalancierter Chorklang mit eindeutigen dynamischen Abstufungen; der Klangteppich der Männer, deren Verstärkung dem Chor insgesamt gut tat, verlieh diesen Liedern die nötige Fülle und Geschmeidigkeit.

Die letzten drei Gesänge aus "Sturm" und "Sommernachtstraum", Meisterstücke der A-cappella-Literatur und sehr akzentuiert bei den Glockentönen des Basses, brachten das Thema zu einem versöhnlich heiteren Abschluss dieser "Wanderung" durch die Sommernacht. Der Chor konnte die Spannung bis zum Ende des Konzerts halten, unterstützt von den Instrumenten, die dem Konzert Wärme und Leichtigkeit gaben trotz der düsteren Themen. Am Ende viel Beifall für eine gelungene Sommernacht.

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NWZ vom 30.01.2012: Kammerchor ersingt 1500 Euro für Gute Taten

Beim Göppinger Kammerchor gehört der Benefizgedanke zum guten Ton. Jetzt wurden wieder 1500 Euro für die NWZ-Aktion gespendet.

Auch mit seinem neuen Dirigenten Milhaly Zeke fühlt sich der Göppinger Kammerchor der guten Sache verpflichtet. Seit Jahren spenden die Ensemble-Mitglieder den Erlös ihres Adventskonzerts den "Guten Taten". So war es auch beim jüngsten "Winternachtskonzert bei Kerzenschein". Nicht nur, dass die Sängerinnen und Sänger damit die Besucher in der Oberhofenkirche begeisterten - 1500 Euro überreichten sie nun an die "Guten Taten" und helfen auf diese Art mit, dass die sozialen Belange im Landkreis Göppingen unterstützt werden.

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NWZ vom 08.12.2011: Hochklassige Musiker

Auch in diesem Jahr singt der renommierte Göppinger Kammerchor wieder ein Konzert zugunsten der "Guten Taten" - und hat dafür einige Musiker hoher Qualität mit an Bord genommen.

Der bekannte Gambist Michael Spengler aus Freiburg sowie Peter Kranefoed aus Winnenden konzertieren dabei erstmals als Gäste des Kammerchors bei dem beliebten Winternachtskonzert in der ausschließlich mit Kerzen erleuchteten Göppinger Oberhofenkirche. Interessierte Zuhörer sollten sich beeilen. Das mittlerweile fast ausverkaufte Konzert findet am Sonntag, 11. Dezember, um 18 Uhr in der Oberhofenkirche Göppingen statt. Eintrittskarten zum Preis von 12 Euro (Schüler 5 Euro) sind noch in der NWZ-Geschäftsstelle, beim i-Punkt im Göppinger Rathaus und in der Baronnerschen Apotheke in Bad Boll erhältlich. Die Plätze werden nach Bankreihen reserviert vergeben. Weitere Informationen auch im Internet unter www.goeppinger-kammerchor.de. Neben alten und neuen Bearbeitungen von bekannten Weihnachtshymnen wie "Christe, du Schöpfer aller Welt" oder "O komm, o komm Emmanuel" erklingen anspruchsvolle Motetten von Johann Sebastian Bach und Hugo Distler. Lob und Vorfreude auf die Festzeit umrahmen die intime Erwartungsstimmung in Heinrich Schützens "Magnificat" und Max Regers "Unser lieben Frauen Traum". Besondere Gäste des Göppinger Kammerchors sind dieses Jahr erstmalig der berühmte Gambist Michael Spengler und der Winnender Organist und Dirigent Peter Kranefoed. Sie werden mit sanfter Kammer- und Orgelmusik den Abend bereichern. Michael Spengler wurde 1955 in Pforzheim geboren und lebt als freischaffender Musiker in Karlsruhe. Er ist Mitglied in verschiedenen renommierten Ensembles sowie Gast beim Freiburger Barockorchester-Consort. Peter Kranefoed studierte Kirchenmusik, Orgel und Dirigieren in Stuttgart, Boston und Freiburg. Derzeit ist er als Kirchenmusiker an St. Karl Borromäus in Winnenden, außerdem Leiter verschiedener Chöre und Ensembles. Mit dem Programmtitel "Winternachtskonzert" verspricht das weit über Göppingens Grenzen hinaus bekannte Vokalensemble wie jedes Jahr einen außergewöhnlichen Hörgenuss. Neben dem anspruchsvollen A-cappella-Programm lockt vor allem die stimmungsvolle Atmosphäre des Konzertes seit vielen Jahren ein großes Publikum aus der gesamten Region nach Göppingen und sorgt so regelmäßig für eine volle Konzertkirche. Die gesamte Oberhofenkirche wird während des Konzertes ausschließlich mit Kerzen erleuchtet sein.

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NWZ vom 17.11.2011: Winternacht in der Kirche

Für viele Göppinger Bürger ist der Besuch des Winternachtskonzerts wegen der außergewöhnlich stimmungsvollen Atmosphäre ein fester Bestandteil in der Vorweihnachtszeit und damit fast ein kleines "Muss".

Bei der NWZ-Aktion "Gute Taten" ist dieses Benefizkonzert mittlerweile nicht mehr wegzudenken: Auch in diesem Jahr konzertiert der renommierte Göppinger Kammerchor mit dem traditionellen "Winternachtskonzert" in der Oberhofenkirche. Das Benefizkonzert zugunsten der "Guten Taten" findet am Sonntag, 11. Dezember, um 18 Uhr statt. Der Vorverkauf für die Winternacht ist bereits in vollem Gange. Mit dem Programmtitel "Winternachtskonzert" verspricht das weit über Göppingens Grenzen hinaus bekannte Vokalensemble wieder einen außergewöhnlichen Hörgenuss. Neben dem sehr anspruchsvollen A-Cappella-Programm lockt vor allem die ungewöhnlich stimmungsvolle Atmosphäre des Konzertes seit vielen Jahren ein großes Publikum aus der gesamten Region nach Göppingen und sorgt so regelmäßig für eine volle Konzertkirche. Die gesamte Oberhofenkirche wird während des Konzertes ausschließlich mit Kerzen erleuchtet sein. "Obwohl wir in unserem 40. Jubiläumsjahr in Göppingen bereits zwei große Konzertprojekte auf die Beine gestellt hatten, war uns aufgrund der vielen Nachfragen schnell klar, dass wir auch dieses wieder die Winternacht singen müssen", berichtet augenzwinkernd der Vorsitzende des Göppinger Kammerchors, Gernot Imgart. Viele Menschen würden wegen der besonders schönen Atmosphäre in die Oberhofenkirche kommen, die seit vier Jahrzehnten dem Kammerchor als Konzertkirche mit einem klaren und ausgewogenen Klang dient. Der Göppinger Kammerchor will in diesem Jahr neben seinem gewohnt anspruchsvollen Programm aus Klassikern und Neuem auch bekannte deutsche Weihnachtslieder singen und neu interpretieren. Gespannt sein darf auch das Göppinger Publikum auf die Premiere des neuen künstlerischen Leiter des Göppinger Kammerchors. Mihaly Menelaos Zeke hatte jüngst erst nach zehnjähriger erfolgreicher Arbeit des Stuttgarter Kirchenmusikdirektors Hans-Eugen Ekert die Stabführung des Göppinger Kammerchors übernommen. Zeke hatte in den vergangenen drei Jahren bereits mehrfach mit dem Kammerchor zusammengearbeitet und dürfte deswegen dem fachkundigen Göppinger Publikum bekannt sein. Mihaly Menelaos Zeke wurde 1982 in London geboren und ist in Budapest und Athen aufgewachsen. Seit 2004 studierte Zeke Kirchenmusik und Klavier an der Musikhochschule in Stuttgart 2006 erhielt er das Kyveli-Horn Stipendium für Chorleitung. Seit April 2011 studiert Zeke in der Meisterklasse Chor- und Oratorienleitung. Info Eintrittskarten zum Preis von 12 Euro (Schüler 5 Euro) sind ab Dienstag, 22. November, in der NWZ-Geschäftsstelle, beim i-Punkt im Göppinger Rathaus und in der Baronnerschen Apotheke in Bad Boll erhältlich. Ein rechtzeitiger Kartenkauf ist angeraten. Die Plätze werden nach Bankreihen vergeben. Mehr Informationen gibt es unter www. goeppinger-kammerchor.de.

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NWZ vom 03.11.2011: Über eine Dekade dem Kammerchor geprägt

Einen Stabwechsel gab es dieser Tage beim Göppinger Kammerchor. Nach zehn Jahren gab Hans-Eugen Ekert die Leitung an Mihaly Zeke ab.

Für den Göppinger Kammerchor ging mit dem Konzert in der Oberhofenkirche eine kleine Ära zu Ende. Dort feierte der langjährige Chorleiter Hans-Eugen Ekert seinen Abschied von dem namhaften Kammerensemble. Der Stuttgarter Kirchenmusikdirektor hat nach zehnjähriger künstlerischer Leitung seinen Dirigentenstab in jüngere Hände gelegt. Nachfolger wird der Stuttgarter Chorleiter Mihaly Zeke, der bereits mehrfach mit dem Vokalensemble zusammengearbeitet hat.

"Hans-Eugen Ekert hat unser Ensemble über eine Dekade hinweg mit seiner menschlichen und künstlerischen Art positiv geprägt und weiterentwickelt", betont Kammerchor-Vorsitzender Gernot Imgart. Das ambitionierte Ensemble erarbeitete sich unter Ekert insbesondere mit der historischen Aufführungspraxis neues Terrain. Höhepunkte waren die Realisierung barocker Mehrchörigkeit und die Aufführung der Matthäus-Passion Bachs mit historischen Instrumenten.

Sein Nachfolger Mihaly Zeke wurde 1982 in London geboren und ist in Budapest und Athen aufgewachsen. Von 2005 bis 2008 diente er als Organist der Friedens- und Lukaskirche Stuttgart. 2006 erhielt er das Kyveli-Horn Stipendium für Chorleitung.

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NWZ vom 25.10.2011: Hohe Erwartungen erfüllt

Von Ursula Böttcher

Mit Werken von Mendelssohn Bartholdy und Bruckner feierte der Göppinger Kammerchor seinen 40. Geburtstag in der Oberhofenkirche. Sänger und Bläser meisterten die anspruchsvollen Werke auf hohem Niveau.

Das 40-jährige Bestehen muss man nicht feiern. Man kann, man darf - und sollte es tun, wenn das Publikum dabei eine solche Aufführung wie jetzt in der Göppinger Oberhofenkirche erleben kann. Aufmerken ließ allein schon das Programm mit den zwei schillernden Komponisten. Sowohl Felix Mendelssohn Bartholdy als auch Anton Bruckner sperren sich der glasklaren Einordnung in Rubriken und Richtungen, und die e-Moll-Messe des österreichischen Komponisten ist wegen der hohen Anforderungen selten zu hören. Der Kammerchor und sein Leiter, der Stuttgarter Kirchenmusikdirektor Hans-Eugen Ekert, hatten also wieder einmal hohe Erwartungen geweckt. Mendelssohn Bartholdys Motette "Herr, Gott, du bist unsere Zuflucht für und für" ist eine Konzentration auf den reinen Gesang und war der erste Spot auf das hohe Können der Sänger. Die Melodie beginnt mit spröden Klängen, sie werden zu freudiger Fülle und gehen schließlich in das kräftige Halleluja über. In "Jauchzet dem Herrn alle Welt" wird die Freude im komplizierten Stimmengeflecht weiter ausgesponnen. Die ersten Takte von Bruckners "Christus factus est pro nobis" erscheinen in ihrer Ausgewogenheit zunächst als melodische Antithese. Harsche Übergänge und einzelne dissonante Passagen fordern den Chor weiter und fügen dem Programm neue Facetten hinzu. Das "Virga Jesse floruit" mündet in ein vielgestaltiges Halleluja und klingt lange nach. Zwei Aequale Bruckners für drei Posaunen erweitern nochmal das Spektrum und leiten zum zweiten Programmteil über. Weitere zwölf Bläser - Musiklehrer und -schüler Schüler aus dem Kreis - kommen zu Chor und Posaunisten hinzu, und alle zusammen erhöhen den Anspruch des Abends zur achtstimmigen e-Moll-Messe mit seiner Komplexität, Farbigkeit, seinem Wechsel zwischen lyrischen Passagen und Dramatik. Das Kyrie beginnt mit zarten Frauenstimmen, in die sich ein Bläserschub einschaltet. Männerstimmen lösen sie ab, schließlich finden alle zusammen und steigern sich zum Forte und Fortissimo. Wieder einen anderen Charakter hat das Gloria mit seiner Vielfältigkeit und Dynamik. Es springt von lyrischen zu dramatischen Phasen, wird fast schon zum fröhlichen Durcheinander, als die Bläser hinzukommen, und bricht am Ende regelrecht ab. Das Credo steigert sich von der Entspannung zur Dramatik und stirbt auf dem Höhepunkt ab. Das Sanctus ist vollmundig, im Benedictus zwitschern die Bläser den Sängern dazwischen, und zusammen werden sie dann zu Wellen von Musik. Kurz nachdem in der Oberhofenkirche das Agnus Dei mit dem weichen pacem ausgeklungen war, läutete wie bestellt ein Kirchenglöckchen, als ob es den Abend kommentieren wolle: Ein schönes Konzert, das alle Erwartungen erfüllte.

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NWZ vom 24.05.2011: Märchenzauber, heiße Rhythmen

Von Lilli Ell

Die "Maiennacht" mit dem Göppinger Kammerchor gehört inzwischen zu den Konzerten mit Tradition in der Oberhofenkirche. Am Sonntag wurde der Kammerchor von Jasmin Kolberg & friends unterstützt.

Wie von einem Maiennachtskonzert erwartet, war die Programmauswahl "sommerlich durchweht", wie es der Dirigent des Kammerchors Mihály Zeke in seiner Begrüßung ausdrückte. Auch der warme, griffige Marimbaklang, der von Jasmin Kolbergs Hand meisterlich durch das Gemäuer der Oberhofenkirche wehte, ergänzte vortrefflich das Programm. Eine märchenhafte Maiennacht, die mit "Nicolette", Maurice Ravels Rotkäppchen, ihren zauberischen Anfang nahm. Der Rundgesang "Ronde" brachte die ganze Märchenwelt zum Klingen, und Jasmin Kolberg nahm das Märchenthema mit Debussys "La belle au bois dormant" auf, dem Dornröschen, dem die Marimba einen eigenen Reiz verlieh. In Eric Sammuts "Caméléon" zeigte Jasmin Kolberg mit Henrik Mumm am Kontrabass und Ulrich Schlumberger am Akkordeon, welche Klangvielfalt die Marimba auszeichnet und wie viele musikalische Farbwechsel, ganz dem Titel gemäß, aus diesem Stück herauszuholen sind. Da begegneten dem Zuhörer dunkel geheimnisvolle Klänge, die von leichtfüßig tänzerischen Passagen abgelöst wurden; das Akkordeon setzte aufsteigende Akzente und glitt ins Weiche zurück, während die Marimba dem Akkordeon den Vortritt ließ, um dann wieder mit rasantem Tempo die Führung zu übernehmen und schließlich das Stück zart ausklingen zu lassen. Die beiden Brahms-Lieder "Da unten im Tale" und "O süßer Mai" schlossen den ersten Block vor der Pause ab.

Astor Piazzolla bildete den Rahmen für den zweiten Konzertteil. Zuerst erklangen Teile seiner "Tango Suite", zum Abschluss sein berühmter "Libertango", heiße Tangorhythmen in lauer Maiennacht. "Nur sensible Menschen sind empfänglich für die Emotionen, die in meiner Musik stecken", schrieb Piazzolla. Kolberg und ihre Begleiter verstanden es, die Emotionen dieser Musik hörbar zu machen. Ihr "Hombre dAout" von Eric Sammut setzte sonnendurchflutete Akzente dazu. Engagiert und zielstrebig leitete Mihály Zeke den Kammerchor durch das im zweiten Konzertteil nicht weniger anspruchsvolle Programm. Mit Benjamin Brittens "Fünf Blumenlegenden" war der Chor sehr gefordert. Da war der Klang nicht durchgehend einheitlich, auch in den einzelnen Stimmen fehlte immer wieder die Homogenität. Insgesamt war das Zusammenspiel von Chor, Marimba, Akkordeon und Kontrabass sehr gelungen, wofür es verdienten Schlussapplaus gab.

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NWZ vom 19.05.2011: Maiennachtskonzert in Oberhofenkirche, Jasmin Kolberg mit Göppinger Kammerchor.

Jasmin Kolberg & Friends sowie als Gastgeber der Göppinger Kammerchor gestalten am Sonntag ein Maiennachtskonzert in der Oberhofenkirche. Das Konzert in der Oberhofenkirche beginnt um 18 Uhr. Auf dem Programm stehen arrangierte Werke für das Marimbaphon, Kontrabass und Akkordeon sowie außergewöhnliche Vokalstücke für A-cappella-Chor. Ein Teil der Einnahmen werden als Benefiz zugunsten des Erhalts der Oberhofenkirche verwendet.

Die Themen Mai und Frühsommer werden am Sonntag auch Teil unseres musikalischen Programms sein", verrät der junge Stuttgarter Dirigent Mihaly Zeke im Vorfeld des Konzertes. Nach seinem Kirchenmusikstudium absolviert Zeke derzeit ein neu eingerichtetes Masterstudium für Chorleitung in Stuttgart. Er hat bereits mehrfach mit dem Göppinger Kammerchor zusammengearbeitet. "Gerade die Zusammenarbeit mit Künstlern aus der Region oder mit Nachwuchsmusikern wie von der Göppinger Jugendmusikschule sind für uns wichtiger Bestandteil unserer Sommerkonzerte", so Zeke. Und es ist auch immer wieder eine Herausforderung für die Suche nach Stücken und für die richtige Programmgestaltung. Auf dem Programm der diesjährigen "Maiennacht" stehen Benjamin Brittens "Five Flower Songs Op. 47" aus dem Jahre 1950. Die Texte des Chorwerkes erzählen in verschiedenen Perspektiven die Geschichten von Blumen und Pflanzen. Britten zeigt sich bei den anspruchsvollen A-cappella-Stücken als ein moderner Madrigalist. Ebenfalls zu hören ist in Oberhofen Maurice Ravels die "Trois Chansons pour choeur mixte sans accompagnement". Das Werk entstand in den Kriegsjahren 1914 und 1915. Das Programm wird durch weltliche Chorsätze von Johannes Brahms ergänzt. Erstmals werden Jasmin Kolberg & Friends mit dem Kammerchor in einem Konzert auftreten. Die Perkussionistin aus Uhingen begeistert seit Jahren auf nationalen und internationalen Konzertpodien. Sie ist Preisträgerin von internationalen Wettbewerben und lehrte von 2007 bis 2010 Marimba an der Royal Scottish Academy of Music in Glasgow. Heute ist sie Dozentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim. Info Karten im Vorverkauf gibt es beim i-Punkt im Rathaus Göppingen und in der NWZ-Geschäftsstelle in der Rosenstraße, Pro verkaufte Karte wird ein Euro als Spende an den Verein zum Erhalt der Oberhofenkirche gespendet. Mehr Informationen: www.goeppinger-kammerchor.de

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NWZ vom 13.05.2011: Kammerchor feiert Geburtstag

Der Kammerchor wird 40 Jahre alt. Dazu möchte das Vokalensemble mit weiteren Künstlern zu Gunsten der Innenrenovierung der Oberhofenkirche musizieren. Der Vorverkauf zu den Konzerten läuft bereits. Mit einem besonderen Konzertprogramm feiert der Göppinger Kammerchor dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen.

Das mittlerweile über die Grenzen Göppingens hinaus bekannte Vokalensemble wird wieder mit renommierten Künstlern aus der Region Stuttgart gemeinsam auftreten und dabei auch A-cappella bieten. Mit einem Teil der Erlöse will der Kammerchor auch den Erhalt der Oberhofenkirche unterstützen, wie der Chor bekannt gibt. Bereits zum Auftakt des Jubiläumsjahr am Sonntag, 22. Mai, verspricht das Ensemble seinem Publikum einen musikalischen Leckerbissen. In einer "Maiennacht" tritt der Kammerchor erstmals mit der international bekannten Perkussionistin Jasmin Kolberg auf. Kolberg gehört zu den herausragenden deutschen Künstlern auf dem Marimbaphon und wird in die Oberhofenkirche ihr eigenes Trio "Jasmin Kolberg und Friends" mitbringen. Aufgeführt werden Originalwerke und Bearbeitungen für Marimbaphon, Akkordeon und Kontrabass unter anderem von Astor Piazzolla, Claude Debussy und Eric Sammut. Pfiffige Rhythmen und sommerliche Vorahnung durchwehen das Programm, kombiniert mit A-cappella-Gesang vom Feinsten. Die Leitung wird hier der junge Stuttgarter Dirigent Mihaly Zeke haben. Im Herbst wird der Chor dann am 23. Oktober in einem "Jubiläumskonzert" Anton Bruckners E-Moll-Messe aufführen. Das achtstimmigen und äußerst anspruchsvolle Chorwerk wird über weite Strecken A-cappela gesungen. Begleitet wird der Chor von einem dreizehnköpfigen Bläserensemble, das aus Lehrern und Schülern aus dem Kreis Göppingen besteht. Auch bei diesem Konzert soll es eine weitere Zusammenarbeit mit einem Künstler aus Göppingen geben. Mit einer Kombination aus Sprache und Musik will der Kammerchor, laut einer Pressemitteilung, neue Wege gehen. Dazu soll der bekannte Schauspieler und Rezitator Wolfgang Klein einen eigenen künstlerischen Beitrag leisten.

Info Beim Auftaktkonzert am 22. Mai gastieren Jasmin Kolberg und Friends erstmals gemeinsam mit dem Kammerchor in einer "Maiennacht" in der Oberhofenkirche um 18 Uhr. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Karten zum Preis von 15 Euro (5 Euro für Schüler) sind am i-Punkt im Rathaus Göppingen oder in der Geschäftsstelle der NWZ in der Rosenstraße erhältlich. Pro verkaufte Eintrittskarte wird 1 Euro als Spende an den Verein zum Erhalt der Oberhofenkirche abgeführt. Die Karten sind nach Bankreihen nummeriert. Mehr Informationen im Internet unter www.goeppinger-kammerchor.de

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NWZ vom 19.03.2011: Göppinger Kammerchor sucht junge Sänger

Der Göppinger Kammerchor feiert dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen mit zwei Konzertprogrammen. Für die aktuelle Projektphase werden jetzt junge ambitionierte Tenöre und Bässe aus Göppingen und Umgebung gesucht. Für den Sonntag, 22. Mai, ist ein Maiennachtskonzert mit der Marimbaspielerin Jasmin Kolberg in der Oberhofenkirche Göppingen geplant. Aufgeführt werden Maurice Ravels phantasievolle "Trois Chansons" und Benjamin Brittens frühlingshafte "Flower Songs" in den Originalsprachen. Vor jeder Probe findet eine kurze Stimmbildungseinheit statt. Weitere Infos gibt es beim Vorsitzenden Gernot Imgart unter Telefon: (07161) 659-750 oder unter info@goeppinger-kammerchor.de. Kennenlern- und Stimmtest-Termine sind für den 22. März und den 5. April ab 18 Uhr in Göppingen geplant. Die Proben finden dann in der Regel dienstags von 19.30 bis 22 Uhr statt.

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NWZ vom 30.11.2010: Beweglich und ausdrucksintensiv

Von Lilli Ell

Zur schon traditionellen Winternacht hatte der Kammerchor Göppingen unter der Leitung von Mihàly Menelaos Zeke in die festlich mit Kerzenlicht erleuchtete Göppinger Oberhofenkirche geladen.

Auf dem Programm standen Werke von Bruckner, Brahms, Poulenc und Britten, die - so unterschiedlich die Komponisten sind - alle die Gestalt Marias in den Mittelpunkt rückten. Zu Beginn erklang Bruckners vierstimmiges "Locus iste", eine schlichte, ergreifende Motette, die vom Chor mit exakter Stimmführung und klar herausgearbeiteter Dynamik dargeboten wurde. Damit legte sich der Chor auch inhaltlich fest: "Locus iste", das ist der geheimnisvolle Ort, an dem dem Suchenden Gott begegnen will, wie einst Jakob auf der Himmelsleiter. Im Mittelpunkt der intelligent ausgewählten Lieder und Motetten stand Poulencs "Quatre motets pour le temps de Noël", das mit Weihnachtsliedern aus Holland, Russland und Ungarn im Duktus von Poulenc ergänzt wurde. Poulencs Motette verlangt ein Höchstmaß an Beweglichkeit und Ausdrucksintensität, was der Chor unter Beweis stellte. Wort und Ton bildeten so eine reine und farbige Harmonie. Das zeigte sich auch in dem ausgewogenen Solistenquartett bzw. -quintett aus dem Chor. Evelyn Scheurer, Sopran, Susanne Ziegler, Alt, Evert van Grootel, Tenor, Martin Baronner, Bariton, und Gernot Imgart, Bass, überzeugten mit austarierter Tonfülle und brachten die Töne klar und warm zum Klingen. Besonders stimmungsvoll gelang das "A Hymn to the Virgin" von Benjamin Britten, das er im Alter von 17 Jahren schrieb. Damit schuf Britten ein wahres Kleinod, das der Chor besonders in den leisen Passagen ausgewogen und mit filigraner Technik darbot. Solistenquartett und Chor im Wechsel, auch im örtlichen Wechsel - die Solisten sangen auf der Empore -, was dem Stück einen eigenen Reiz verlieh.

Sehr lyrisch, mit romantischen Anklängen, aber nie schwülstig setzten die Männerstimmen im zeitgenössischen "O magnum mysterium" von Morten Lauridseneinen ausgewogenen Klangteppich für die Sopran- und Altstimmen. Am Ende nochmal ein Brahms mit der Motette "Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz", einem Meisterwerk der Chorliteratur, das das Ensemble facettenreich und ausdrucksstark unter dem sehr engagierten und sicheren Dirigat von Mihàly Menelaos Zeke interpretierte. Am Ende gab es dafür viel Beifall sowie als Zugabe das Weihnachtslied "Es ist ein Ros entsprungen".

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NWZ vom 27.11.2011: Bunter Adventszauber

Weihnachtliche Lichter, winterlich dekorierte Schaufenster, Adventskränze in den Läden. Das erste Adventswochenende steht vor der Tür. Passend dazu ist am Wochenende zur Einstimmung im Kreis einiges geboten.

(...) In der Vorweihnachtszeit verwöhnen lassen, können sich auch die Besucher des Bad Boller Weihnachtsmarktes. Geboten wird bei der Veranstaltung in der Ortsmitte ein musikalisches Rahmenprogramm, welches von der Jugendkapelle, über den Bläserchor, bis hin zum Kirchenchor reicht. Verköstigt werden die Besucher des 26. Bad Boller Weihnachtsmarktes von Schmalzbrot, selbstgebackenem Apfelbrot und Schnaps. Der Erlös wird der NWZ-Aktion "Gute Taten" zugute kommen. Auch in der Oberhofenkirche wird es am Sonntagabend weihnachtlich. Zugunsten der "Guten Taten" singt der Göppinger Kammerchor beim Winterweihnachtskonzert im Kerzenschein. Nach solch einem ereignisreichen ersten Adventswochenende dürfte sich auch der Letzte von der vorweihnachtlichen Adventszeit angesteckt haben lassen.

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NWZ vom 23.11.2010: Winternacht bei Kerzenschein

Gute A-capella-Musik in einer außergewöhnlichen Atmosphäre: Das verspricht das "Winternachtskonzert" bei Kerzenschein mit dem Kammerchor am Sonntag in der Oberhofenkirche in Göppingen.

Die Oberhofenkirche ist voll besetzt. Für stimmungsvolle Beleuchtung sorgen viele, viele Kerzen. Es herrscht eine ganz besondere adventliche Atmosphäre. Für diese Szenerie sind die "Winternachtskonzerte bei Kerzenschein", die der Göppinger Kammerchor immer wieder veranstaltet, zum Markenzeichen geworden. Seit Jahren setzt sich der Chor damit auch für die gute Sache im Landkreis ein. Am kommenden Sonntag um 18 Uhr steht das Benefizkonzert für die NWZ-Aktion "Gute Taten" wieder auf dem Programm. Das Winternachtskonzert verbindet atmosphärische Ausgewogenheit und stimmliche Klasse. Diesmal wird die Nacht zum Sinnbild. Nachdem der Stuttgarter Chorleiter Mihaly Zeke beim Sommernachtskonzert des Kammerchors in der Göppinger Stadtkirche mit einem eigenen Konzertprogramm erfolgreich debütierte, wird er auch die Winternacht in diesem Jahr erstmalig allein gestalten. "Einige grundlegende Gedanken treffen sich in der Auswahl der Chorwerke", erläutert Zeke das künstlerische Konzept. Die Nacht selbst sei zunächst als Sinnbild für den besorgten menschlichen Zustand zu verstehen, der auf die Erlösung hofft - geht aber darüber hinaus. Neben fesselnden A-cappella-Klängen des Kammerchores - unter anderem von Brahms, Bruckner oder Britten - werden dieses Jahr die Solisten des Chors einen musikalischen Leckerbissen darbieten. Aus der Zeit der Renaissance werden sie als Quintett eine Marienverehrung des Komponisten Carlo Gesualdo (1566 bis 1613) aufführen.

Info Eintrittskarten für das Konzert am 28. November gibt es zum Preis von 10 Euro (Schüler 6 Euro) in der NWZ-Geschäftsstelle, beim i-Punkt im Göppinger Rathaus und in der Baronnerschen Apotheke in Bad Boll. Die Plätze werden nach Bankreihen reserviert vergeben. Mehr Informationen im Internet unter www.goeppinger-kammerchor.de.

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NWZ vom 22.06.2010: Madrigale auf dünnem Eis

Die Veranstalter des Sommernachtskonzertes in der Stadtkirche gingen ein Experiment ein, als sie Klassik und Jazz zusammenspannten. Das Ergebnis war überaus lohnenswert.

Etwas hat die beste Organisation nicht in der Hand - nämlich das Wetter. Der trübe Himmel machte dem Flanieren im Freien mit Sektglas in der Hand einen Strich durch die Rechnung. Aber abgesehen davon, dass sich das Publikum in der Pause auch im Kircheninnern bestens unterhielt, war der Abend so überzeugend, dass ihm auch das heftigste Unwetter nichts hätte anhaben können. Ein bisschen Anspannung lag in der Luft. Verständlicherweise, denn mit dem Vorhaben, ganz verschiedene Stilrichtungen und zwei ganz verschiedene Ensembles zusammenzubringen, betrat man schließlich in der in der noch jungen Reihe der Sommernachtskonzerte neue Pfade. Unter dem Leitmotiv sommerlicher Leichtigkeit führten sie von französischen Madrigalen und Liedern von Claude Debussy zu noch nie gehörten Jazzarrangements und vereinigten den etablierten Göppinger Kammerchor mit den jungen, lässigen Jazzico-Leuten der Jugendmusikschule. Mihaly Zeke, der die künstlerische Gesamtleitung unter sich hatte, gelang es, mit dieser Mischung eine überzeugende Synthese aus Bewährtem und Überraschendem zu schaffen und somit etwas ganz Neues zu gestalten. Zuerst fädelt sich die lange Reihe des Kammerchors im Kirchenchor auf, später kommen die fünf Solisten hinzu. Sie haben leichte, luftige Lieder aus der französischen Renaissance mitgebracht. Mit klaren Stimmen, in feinen Nuancen und mit einer Prise Witz geben sie die vertonten Gefühle, Stimmungen und Alltagssituationen wieder. Ein Liebeslied erzählt von festem Vertrauen, das Trillern und Zirpen der Vögel von einem lauen Tag. Die Frau, die über ihren Mann tuschelt, kann man sich leibhaftig vorstellen. Jazzico gesellt sich zum Kammerchor. Die Nachwuchsmusiker und ihr Leiter Hartmut Zeller, der die meisten der Arrangements geschrieben hat, holen das französische Klatschweib prägnant und lakonisch in die Gegenwart. Es geht übers Mittelmeer und nach Brasilien. Das "dünne Eis", von dem Zeller vorab noch gesprochen hatte, erweist sich als äußerst tragfähig: Die Instrumentalisten und vorneweg die stimmgewaltige Sängerin Maarlen Stecher hinterlassen einen souveränen Eindruck, das Publikum in der Stadtkirche honoriert die Vorträge mit Zwischenapplaus. Das musikalische Konzept des Abends setzt sich ganz konzentriert bei den Liedern Debussys und deren Paraphrasen fort. Die Bildhaftigkeit der Madrigale weicht sinnlichen Klanggebilden und einer ganz anderen Rhythmik - der Kammerchor und Jazzico nehmen die Herausforderung erfolgreich an. Mit den Beatles gab es zum Schluss einen weiteren Stilwechsel. Spannungsvoll stellten Jazzico und der Kammerchor ihre Interpretationen von "Michelle" und "Yesterday" gegeneinander, vereinigen sich schließlich bei "Lady Madonna" - und ließen Qualitäten aufleuchten, die man fast schon vergessen hatte.

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NWZ vom 13.06.2010: Von Madrigal und Debussy bis Pop

Göppingen. Ein ungewöhnliches Sommernachtskonzert vom französischen Madrigal über Debussy bis zu Pop geben der Göppinger Kammerchor und die Jazzformation Jazzico am Sonntag, 20. Juni, in der Stadtkirche. Das insgesamt dritte Sommernachtskonzert veranstaltet der Göppinger Kammerchor am Sonntag, 20. Juni, in der Stadtkirche Göppingen. Wie jedes Jahr hat sich das renommierte Vokalensemble für diesen Termin ein junges Partner-Ensemble ausgesucht. Dieses Jahr gibt es eine Premiere in der Zusammenarbeit mit der mehrfach ausgezeichneten Göppinger Jazzformation Jazzico von der Jugendmusikschule Göppingen unter der Leitung von Hartmut Zeller. Damit wagt sich der Kammerchor mit seinen anspruchsvollen A-cappella-Stücken auch musikalisch auf ein ungewöhnliches und kontrastreiches Terrain vor. Natur, Liebe und sommerliche Heiterkeit treffen sich in einem musikalischen Dialog, der den Bogen zwischen Renaissance und Moderne, Komposition und Improvisation spannt. Neben Debussy werden auch populäre und poppige Stücke zu hören sein. Die Leitung des Göppinger Kammerchors wird dabei der junge Stuttgarter Dirigent Mihaly Zeke haben. Mit Chorwerken wie Janequins "Vogelgesang", Debussys virtuosen "Drei Chansons" und "Michelle" von den Beatles ist dabei eine Sehnsucht nach den französischen Küsten unverkennbar. Die Gruppe "Jazzico" unter der Leitung von Hartmut Zeller antwortet mit Paraphrasen und Arrangements und lässt anhand von den vorhandenen musikalischen Ideen die Phantasie der jungen Musiker mit Lust und Frische zur Entfaltung kommen. Unter anderem sind eigene Interpretationen von alten französischen Madrigalen zu hören; so lassen sie sich ihrerseits auf eine ungewohnte künstlerische Zusammenarbeit mit dem Kammerchor ein. Beide Ensembles betreten damit für sich musikalisches Neuland.

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NWZ vom 02.12.2009: Der Heiden Heiland kommt

Von Lilli Ell

Ein Winternachtskonzert mit dem Göppinger Kammerchor fand in der Göppinger Oberhofenkirche statt.

Für die Vorträge gab es viel Beifall. Traditionen sind gut und geben den Menschen Nachhaltigkeit, insbesondere zu den Festzeiten im Jahreslauf. So ist es in der Zwischenzeit eine gute und schöne Tradition des Kammerchores der Göppinger Oberhofenkirche, den ersten Advent mit einem Winternachtskonzert zu feiern. Und nicht nur das: Der Kammerchor mit seinem Dirigenten Hans-Eugen Ekert zelebrierte den Beginn des Konzerts ebenfalls in traditioneller Weise: Indem die Sänger in den Altarraum der mit Kerzen festlich erleuchteten Kirche einziehen. Dabei intonierten sie den lateinischen Hymnus "Veni, redemptor gentium", was auch das Motto des wohl durchdachten Programms war, und mit dem der Chor am Schluss wieder auszog.

Chor, Orgel und das LukasBarockensemble musizierten in verschiedenen Variationen und Stilen Sätze und Vertonungen des bekannten Liedes "Nun komm der Heiden Heiland". Nach dem ruhigen, getragenen Eingang versetzte der einstimmige Satz von Martin Luther nach Aurelius Ambrosius aus dem 15. Jahrhundert die Zuhörer in die erwartungsvolle Haltung des Advents. Die Abwechslung von unisono-Gesang und polyphonen Strophen von Raselius und Osiander brachte Farbe, Bewegung und einen angenehmen Kontrast zur Ruhe aus dem einstimmigen Satz.

Das Magnifikat "Meine Seele erhebt den Herren" von Heinrich Schütz gelang mit feiner Dynamik und einem filigranen Dialog zwischen den einzelnen Chorstimmen, wobei die Männerstimmen ihre Einsätze zupackender hätten gestalten dürfen. Mit dem bekannten "O Heiland, reiß die Himmel auf" von Johannes Brahms empfahl sich der junge Dirigent Mihaly Zeke, der auch Max Regers "Macht hoch die Tür" dirigierte. Sehr sicher und bestimmt führte er die Sänger mit viel Engagement und Einfühlung durch die Motette. Auch die drei Marienlieder von Johannes Brahms sang der Chor mit zarter Klangfarbe und schwingendem Duktus.

In der Bachschen Kantate zum ersten Advent "Nun komm der Heiden Heiland" setzte Ekert auf solistische Stimmen aus dem Chor. Der Tenor zeigte eine schöne, klare Stimmführung und sang seine Partie sicher; dasselbe galt auch für die Sopranstimme, die eine warme, angenehme Tönung innehatte. Von Anfang an aber war das Streicherensemble sehr dominant, was besonders der Bassstimme zu schaffen machte, die eigentlich eine sehr ausgewogen klare "Vox Christi" im Rezitativ hören ließ. Der Eingangssatz der Kantate war in der Konzeption fast zu behäbig und mit zu wenig barockem Glanz ausgestattet. Trotzdem gelang den Akteuren ein sehr stimmungsvolles Konzert, für das sich die Zuhörer mit viel verdientem Beifall bedankten.

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NWZ vom 27.11.2009: Kamerchor erhellt Winternacht

Ein stimmungsvolles Konzert des Kammerchors in der Oberhofenkirche ist einer der Höhepunkte im Benefizprogramm der "Guten Taten" am Wochenende - es gibt aber auch Skatrunden und Schmalzbrote für den guten Zweck.

Eine Winternacht bei Kerzenschein wird am kommenden Sonntagabend ab 18 Uhr in der Göppinger Oberhofenkirche herrschen. Besonderes Flair ist garantiert. Denn beim Konzert des Göppinger Kammerchors für die "Guten Taten" wird das altehrwürdige Gotteshaus ausschließlich mit Kerzen beleuchtet sein. Für den richtigen Ton und ein unverwechselbares Konzerterlebnis sorgt das bekannte Ensemble mit Werken von Brahms, Bruckner und Grieg. Einer der Höhepunkte wird die Bach-Kantate "Nun komm der Heiden Heiland" sein. Der Göppinger Chor wird dabei von dem renommierten Lukas-Barockorchester aus Stuttgart begleitet. Außerdem tritt der Chor erstmals mit dem jungen Stuttgarter Chorleiter Mihaly Zeke auf. Karten für das Konzert sind bei der NWZ (Rosenstraße 24) und beim i-Punkt im Rathaus sowie der Baronnerschen Apotheke in Bad Boll für 10 Euro (ermäßigt 6 Euro) zu haben. Der Auftritt des Kammerchors ist aber längst nicht die einzige Benefizaktion am Eröffnungswochenende.

Bereits am Samstag veranstaltet der Skatclub Barbarossa Göppingen in den Räumen der DJK in der Hohenstaufenstraße ein öffentliches Skatturnier zugunsten der NWZ-Aktion. Mitmachen kann jedermann. Es stehen Vereinsmitglieder beratend zur Seite. Informationen und Anmeldungen unter Telefon: (07161) 922780 oder 0170 9478365. · Eine lange Tradition im Programm der NWZ-Benefizaktion hat der Schmalzbrotverkauf beim Weihnachtsmarkt in Bad Boll. Dort stehen am Samstag ab 11 Uhr wieder Bürgermeister Hans-Rudi Bührle, Mitglieder des Gemeinderats und der Gemeindeverwaltung hinter dem Stand, um mit Schmalzbrot, Schnaps und Apfelbrot die Spendenkasse zu füllen. Zum 25. Mal stellen sich die Bad Boller in diesem Jahr in den Dienst der guten Sache und haben in den vergangenen Jahren viele tausend Euro eingespielt. · Schließlich ist in Heiningen am Sonntag von 15 bis 18 Uhr die Musik- und Kunstschule Weinhardt geöffnet. Auch dort wird der Erlös den "Guten Taten" gespendet.

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NWZ vom 19.11.2009: Kammerchor engagiert sich

Es ist gleich zum Beginn ein "Gute-Taten"-Konzert der besonderen Klasse: Der renommierten Göppinger Kammerchor tritt beim Winternachtskonzert in der stimmungsvollen Oberhofenkirche auf.

Es ist in der Stadt nun schon eine kleine Tradition geworden. Der renommierte Göppinger Kammerchor konzertiert auch dieses Jahr wieder mit seinem "Winternachtskonzert" bei Kerzenschein in der Göppinger Oberhofenkirche. Das Benefizkonzert zugunsten der NWZ-Aktion "Gute Taten" findet am Sonntag, dem 29. November um 18 Uhr statt.

Mit dem Programmtitel "Ein Winternachtskonzert" verspricht das über Göppingens Grenzen hinaus bekannte Vokalensemble einen außergewöhnlichen Hörgenuss. Vor allem die stimmungsvolle Atmosphäre des Konzertes lockt seit vielen Jahren ein großes Publikum aus der gesamten Region an und sorgt regelmäßig für eine volle Konzertkirche. Die gesamte Oberhofenkirche wird während des Konzertes ausschließlich mit Kerzen erleuchtet sein. Der Vorverkauf läuft. Im Programm des Winternachtskonzertes wird es dieses Jahr einige musikalische Leckerbissen geben. Neben fesselnden A-cappella-Klängen unter anderem von Johannes Brahms, Anton Bruckner oder Edvard Grieg wird ein besonderer Höhepunkt des Konzertes die Aufführung der Kantate "Nun komm, der Heiden Heiland" von Johann Sebastian Bach sein. Die Vokalsolisten kommen ausschließlich aus dem Göppinger Kammerchor. Bei diesem Stück wird der vierstimmige Kammerchor dieses Jahr von dem renommierten Lukas-Barockorchester aus Stuttgart unter der Leitung von Hans-Eugen Ekert instrumental begleitet. Ein weiteres Novum wird in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit dem jungen Stuttgarter Chorleiter Mihaly Zeke sein, der einen Teil des Konzertprogramms mit dem Kammerchor einstudiert hat.

Info Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro (Schüler 6 Euro) sind im Vorverkauf in der NWZ-Geschäftsstelle, beim i-Punkt im Göppinger Rathaus und in der Baronner"schen Apotheke in Bad Boll erhältlich. Die Plätze werden nach Bankreihen reserviert. Ein weiteres Konzert findet am 28. November um 19 Uhr in der Evangelischen Kirche Dürnau statt (nur Abendkasse). Mehr Informationen unter http://www.goepinger-kammerchor.de.

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NWZ vom 03.12.2008: Kammerchor überzeugt bei Benefizkonzert

Lilli Ell

Auftritt für die "Guten Taten" in der Oberhofenkirche - Von barocken Klängen bis in die Moderne

Der Göppinger Kammerchor präsentierte sich am Sonntagabend in der stimmungsvoll mit Kerzen erleuchteten Oberhofenkirche in Göppingen.

Göppingen Das Winternacht-Konzert zum 1.Advent - zu Gunsten der "Guten Taten" ist auf dem Wege, eine gute Tradition für die Stadt zu werden. Noch vor der Kirche, sozusagen wie aus einer fernen Welt, erklang das "Nun komm der Heiden Heiland". Dann zog das Ensemble mit dem einstimmig intonierten lateinischen Hymnus "Veni, redemptor gentium" durch den Mittelgang der Kirche in den Altarraum ein. Klare, intonationsgenaue und durchsichtige Töne erfüllten die Kirche, nahmen die Zuhörer in eine längst vergangene Zeit hinein und stimmten ein auf den Advent, die Ankunft des Herrn. Mit zarten Tönen und einer ausgefeilten Dynamik folgte die Begegnung von Maria und Elisabeth "Übers Gebirg Maria geht" von Johann Eccard. Freudig bewegt preist Elisabeth Maria als die Mutter des Herrn. Freudig bewegt sang der Chor die Strophen mit feiner Phrasierung und ausdrucksstarken leisen Passagen. Der junge Organist Mihaly Menelaos Zeke nahm das Thema "Nun komm der Heiden Heiland" mit drei Choralvorspielen von Johann Sebastian Bach in seinem Orgelzwischenspiel auf - in feiner Abstufung von einer leiseren Variante bis hin zu mächtig brausenden Orgeltönen. Nach diesen barocken Klängen machte der Chor einen Zeitsprung ins 19. Jahrhundert. Es standen drei Adventsmotetten von Joseph Rheinberger auf dem Programm. Sie orientieren sich am Kontrapunkt, die Stimmen sind gleichberechtigt. Gerade hier zeigten Tenöre und Bässe eine tragende Funktion und überzeugten mit fein abgestimmter Dynamik und schlankem Duktus. Anton Bruckners Motette "Virga Jesse floruit" beschloss diesen Teil des Konzertes. Der klare Klang der Frauenstimmen, eine geradezu kühle Schönheit der Stimmführung, die sich jede Gefühlsduselei verbot, ließ authentische Andacht zu. Nach einem erneuten Orgelzwischenspiel von Max Reger machte der Chor einen Zeitsprung in die Moderne. Heinz Werner Zimmermanns "Mache dich auf, werde Licht" umrahmte zwei Motetten von Francis Poulenc. Jede dieser Motetten atmet den Geist Bachs, den Poulenc sehr verehrte, trotzdem bleiben sie ganz seine eigenen, stilistisch progressiven Werke. So zeichnete und interpretierte sie der Chor auch, besser gesagt der Dirigent Hans-Eugen Ekert, der die Sänger sicher durch dieses ansprechende Programm führte mit versierter Linienführung und deutlichen Akzenten. Zimmermanns "Mache dich auf, werde Licht" wurde begleitet von einer jungen Kontrabassistin, die einen besonderen Farbtupfer dieses Teils des Konzerts ausmachte. Nach einem letzen Orgelzwischenspiel folgten am Schluss des Konzertes noch drei Werke von Heinrich Schütz, Johann Hermann Schein und Seth Calvisius. So schloss sich der Reigen und der Chor war zurückgekehrt in die Barockzeit. Ein sehr ansprechendes, gelungenes Konzert zum ersten Advent, was von den zahlreichen Besuchern mit lang anhaltendem Beifall gewürdigt wurde.

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NWZ vom 29.11.2008: Winternacht mit dem Kammerchor

Benefizauftritt am Sonntagabend in der Göppinger Oberhofenkirche

Bei Kerzenlicht tritt der Göppinger Kammerchor am Sonntagabend in der Oberhofenkirche auf. Foto: Archiv

Beim Winternachtskonzert tritt der Göppinger Kammerchor am morgigen Sonntag in der Oberhofenkirche auf - mit Kerzenschein und stimmungsvollem Programm.

Ein Gute-Taten-Konzert der besonderen Klasse wird es am Sonntagabend mit dem renommierten Göppinger Kammerchor in der Oberhofenkirche geben. Mit dem Programmtitel "Ein Winternachtskonzert" verspricht bekannte Ensemble am Sonntag um 18 Uhr einen außergewöhnlichen Hörgenuss und eine Einstimmung in die Vorweihnachtszeit. Viele Menschen stehen schon hektisch in den Weihnachtsvorbereitungen. Umso wichtiger sind im Alltag die Momente des Innehaltens "Das Konzert soll für die Zuhörer ein Vorweihnachts-Erlebnis werden", meint Gernot Imgart vom Göppinger Kammerchor. Dazu werden unzählige Kerzen stimmungsvoll die gesamte Oberhofenkirche in ein winterlich warmes Licht fassen. "Wir verzichten bewusst auf elektrisches Licht", ergänzt Gabi Keller vom Vorstand des Chores. Was für die Sänger nicht ganz einfach sein wird, da dafür Notenpulte mit einer speziellen Beleuchtung aufgestellt werden müssen. Das ist Teil einer aufwendigen Organisation, die ehrenamtlich von den Chormitgliedern für das Gute-Taten-Projekt geleistet wird. Programmäßig wird es in dem Winternachtskonzert einige musikalische Leckerbissen geben. Neben verschiedenen Variationen des bekannten Liedes "Nun komm der Heidenheiland" werden unter anderem drei Adventsmotetten von Joseph Rheinberger (1839-1901) zu Gehör gebracht. Mit "Mache dich auf, werde Licht" von Heinz Werner Zimmermann (geboren 1958) wird ein moderner Teil der Adventsmotette für Chor und Kontrabass aufgeführt. Fesselnde Klänge verspricht der französische Spätromantiker Francis Poulenc mit seinen "Quatre Motets pour le Temps de Noel". Mit Heinrich Schütz (1585-1672), David Johann Hermann Schein (1586- 1623) und einer sechsstimmigen Motette von Seth Calvisius wird das Konzert beschlossen.

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NWZ vom 26.11.2008: Immer mehr wollen helfen

Konzerte und Aktionen Am Wochenende ist der Veranstaltungskalender für die "Guten Taten" dicht gedrängt. Neben mehreren Konzerten stehen auch viele Benefizaktionen auf dem Plan.

Für jeden Geschmack ist am Wochenende auf dem Veranstaltungskalender für die "Guten Taten" etwas dabei. Zum offiziellen Eröffnungskonzert treten Gitte und die Lumberjack-Bigband in der Göppinger Stadthallle auf. Es sind aber noch mehr Konzerterlebnisse für die NWZ-Aktion geplant. Am Samstag tritt der Gospelchor "Chorisma" im Emag-Forum in Salach auf. Einlass ist um 18 Uhr. Am Sonntag um 18 Uhr beginnt das Winternachtskonzert bei Kerzenscheine, das der Göppinger Kammerchor gibt. Auch darüber hinaus haben Vereine und Organisationen im Kreis viele Benefizaktionen organisiert. Der Partnerschaftsverein "Freunde Göppingen-Pessac" serviert am Samstag zu Gunsten der Aktion "Gute Taten" von 10 bis 18 Uhr in der Stadtmitte französische Zwiebelsuppe am Marktplatz vor dem Eiscafé Arlecino. Mit dabei werden auch Vertreter des Gemeinderates sein. Dazu darf ein Gläschen Wein direkt aus der Region um Göppingens Partnerstadt Pessac ebenso wenig fehlen wie eine Mini-Boulebahn, die -- falls es das Wetter zulässt - zum Wettstreit einladen soll.Am Samstag und Sonntag haben die Organisatoren von Radio Fips beim Eislinger Weihnachtsmarkt ein Wunschkonzert organisiert. Außerdem wird am Samstag ab 16 Uhr eine mit der Kettensäge geschnitzte Holzskulptur versteigert. Auch im Siedlerheim im Bodenfeld dreht sich am Samstag von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr alles um Kunst. Dort werden mehrere Künstler ihre Werke verkaufen - und nicht versteigern, wie in der gestrigen Ausgabe irrtümlich gemeldet. In der Krankengymnastik-Praxis von Ursula Sickinger in Rechberghausen wird am Samstag von 14 bis 18 Uhr ein Tag der offenen Praxis mit Wohlfühlmassage geboten. Der Erlös geht aufs Benefiz-Konto. Anmeldung unter Telefon: (07161) 57958.

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NWZ vom 07.11.2008: Stimmung in der Winternacht

Der Vorverkauf ist gestartet: Der Kammerchor Göppingen veranstaltet am Sonntag,30. November, wieder das Winternachtskonzert in der Oberhofenkirche - natürlich zugunsten der NWZ-Aktion "Gute Taten".

Ein "Gute-Taten"-Konzert der ganz besonderen Klasse wird es auch in diesem Jahr wieder mit dem renommierten Göppinger Kammerchor in der Oberhofenkirche geben. Mit dem Programmtitel "Ein Winternachtskonzert" verspricht das mittlerweile über Göppingens Grenzen hinaus bekannte Ensemble am 30. November um 18 Uhr einen außergewöhnlichen Hörgenuss und eine Einstimmung in die Vorweihnachtszeit. Und das ganz bewusst mit einem A-cappella-Programm abseits des üblichen weihnachtlichen Trubels.

"Die Menschen kommen wegen der besonderen Atmosphäre in dieses Konzert", berichtet der Vorsitzende des Göppinger Kammerchors, Gernot Imgart. Vor zwei Jahren hat der Chor seine eigene Tradition wieder aufleben lassen und führt seit dem zugunsten der NWZ-Aktion "Gute Taten" in der Vorweihnachtszeit ein Konzert nur bei Kerzenschein in der Oberhofenkirche auf. "Wir begeistern uns für anspruchsvolle Chorliteratur und sind auf eher selten erklingende Meisterwerke neugierig", erläutert Imgart das musikalische Konzept.

Neben Konzerten in Göppingen tritt der Chor unter anderem beim Schwarzwald-Festival auf. Die Mitglieder kommen aus dem Landkreis Göppingen und verfügen über jahrelange Chorerfahrung und Stimmbildung, teilweise auch eine Gesangsausbildung. Der Chor hat seit seiner Gründung im Jahre 1971 maßgebliche Akzente in der Kulturregion Göppingen gesetzt.

Aufgeführt werden dieses Jahr beim Winternachtskonzert unter anderem Werke von Schütz, Schein, Bruckner und Zimmermann. Damit enthält das Programm sowohl alte traditionelle Stücke als auch modernere Chorliteratur. Die Leitung hat Hans-Eugen Ekert aus Stuttgart. Mehr Informationen im Internet: http://www.goeppinger-kammerchor.de .

Info Karten sind in der NWZ-Geschäftsstelle, im i-Punkt im Rathaus sowie in der Baronerschen Apotheke Bad Boll erhältlich. Der Eintritt zugunsten der "Guten Taten" kostet 10 Euro.

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NWZ vom 12.01.2008: 2000 Euro ersungen


FOTO: CARLUCCI

KONZERT / Göppinger Kammerchor zieht Bilanz2000 Euro ersungen

Mit einem stimmungsvollen Konzert in der Oberhofenkirche setzten sich die Sänger des Göppinger Kammerchors für die NWZ-Aktion ein. Jetzt steht der Erlös fest: 2000 Euro flossen aufs Konto der "Guten Tate n" .

GÖPPINGEN Die Oberhofenkirche war voll besetzt. Die Mitglieder des Kammerchors hatten mit 200 Kerzen ein stimmungsvolles Ambiente in der Kirche geschaffen. Etwa 450 Besucher waren begeistert von der Stimmung , aber auch vom klangvollen Auftritt des Ensembles - inklusive der Solisten. Das Repertoire reichte von Benjamin Brittens "A Ceremony of Carols" über Werke von Brahms bis hin zu Michael Praetorius.

Das Winternachtskonzert bei Kerzenschein setzte die Reihe der Auftritte zugunsten der "Guten Taten" fort. Die Einsätze des Göppinger Kammerchors sind mittlerweile eine der Grundfesten im Veranstaltungskalender der NWZ-Aktion. In diesem Jahr waren es wieder 2000 Euro, die nach Abzug aller Unkosten für die sozialen Zwecke im Landkreis Göppingen übrig blieben.

Die Chormitglieder hatten sich monatelang auf den Auftritt vorbereitet - von den Gesangsproben bis hin zum Kleben der Plakate an den Straßen, das der Vorsitzende übernommen hatte.

Gernot Imgart erinnerte daran, dass es für den Chor immer auch ein Ansporn sei, vor einem vollen Haus aufzutreten.

Dann übergab er zusammen mit Gabriele Keller, der Schatzmeisterin des Vereins, den symbolischen Spendenscheck an NWZ-Volontärin Stephanie Ahr. Sie sagte im Namen aller Bedürftiger, die von dem Einsatz des Chors profitieren, herzlich "Danke".

Bildunterschrift: Schatzmeisterin Gabriele Keller (l.) und Vorsitzender Gernot Imgart übergeben den 2000-Euro-Scheck an NWZ-Volontärin Stephanie Ahr.

Erscheinungsdatum: Samstag 12.01.2008

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NWZ vom 04.12.2008: Gedanken sind beim kargen Stall


Artikel vom Dienstag 04.12.2007 aus NWZ - Neue Württembergische Zeitung

 ADVENTSMUSIK / Göppinger Kammerchor in der Oberhofenkirche
Gedanken sind beim kargen Stall
Viel Beifall für Winternachtskonzert zugunsten der NWZ-Aktion "Gute Taten"

Bei stimmungsvoller Kerzenbeleuchtung im schönen Ambiente der fast voll besetzten Oberhofenkirche ließen sich die Zuhörer mit einem feinen Konzert auf die Adventszeit einstimmen.

LILLI ELL

GÖPPINGEN Der Göppinger Kammerchor unter der engagierten Leitung von Hans-Eugen Ekert bot ein Winternachtskonzert mit Werken unter anderem von Benjamin Britten, Johannes Brahms und Michael Praetorius. Eva-Maria Bredl gestaltete Zwischenspiele auf der Harfe und begleitete "A Ceremony of Carols" von Benjamin Britten. Mit dem zunächst unisono gesungenen "Veni, veni, Emmanuel" zog der Chor rechts und links der Zuhörer ein. Wie die Mönche einst in gregorianischer Zeit, so schritt der Chor langsam nach vorne in den Bereich vor dem Altar, immer wieder das Motto des Konzerts intonierend. Das "Gaude, gaude!" ("Freue dich, o freue dich!") war sozusagen die Überleitung zu mehr polyphonen Strukturen dieses Rufes nach dem Erlöser, dynamisch sich steigernd hin zur letzten Strophe. Es folgte ein zartes, nicht überzeichnetes Marienlied von Poulenc, das der Chor mit viel Spannung vortrug. das alte, einfühlsam und rhythmisch präzis gesungene "Es ist ein Ros entsprungen" sowie in Form einer kleinen Kantate das auskomponierte "O Heiland, reiß die Himmel auf" von Brahms. Hier wird der Cantus firmus von einer Stimme zur anderen weitergereicht, während die anderen Stimmen Begleitung und Fortführung leisten müssen, um mit einer Amen-Fuge zu enden. Mit "A Ceremony of Carols" kam die etwas anders gestaltete Weihnachtsgeschichte zu Gehör. Brittens Werk, das die Geburt Jesu mit ungewohnten, aber sehr lyrischen Texten, die Anklänge an alte englische Lieder aufweisen, zeigt eine ganze Reihe von authentischen Teilen, aber es sind auch Anklänge an Carl Orff zu hören. Für den Chor waren die Texte nicht ganz einfach zu singen, und manchmal war zu wenig Klarheit und Transparenz hörbar, allerdings zu Gunsten einer durchsichtigen Melodieführung. Die Harfe und der Chor waren sich nicht immer rhythmisch einig, wobei Eva-Maria Bredl in ihren Soloparts überzeugend und filigran aufspielte. Die Solisten, die Hans-Eugen Ekert aus dem Chor rekrutiert hatte, zeigten, dass der Chor über gute Stimmen verfügt. Bei einem Live-Auftritt dürfen dann auch kleine Missgeschicke passieren, das schmälert den guten Gesamteindruck nicht. Wenn auch das "Hodie natus est" am Schluss in einem großen "Gloria in excelsis Deo!" endet, so bleiben doch die Gedanken beim kargen Stall, der Not und der Kälte haften. Die Zuhörer des Konzerts zugunsten der "Guten Taten" gaben lang anhaltenden Beifall, und erst nach dem versöhnlichen "Stille Nacht", begleitet von Eva-Maria Bredl und Pfarrer Weidle an der Gitarre, wurde der Chor entlassen.

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NWZ vom 01.12.2007: Jetzt geht es Schlag auf Schlag

Artikel vom Samstag 01.12.2007 aus NWZ - Neue Württembergische Zeitung

GUTE TATEN / Viele Veranstaltungen am Wochenende für die NWZ-Aktion organisiert Jetzt geht es Schlag auf Schlag

Benefiz-Konzerte von Gospels über Weihnachtslieder bis hin zu Bachkantaten Am Wochenende legen sich die unterschiedlichsten Veranstalter im Landkreis mächtig ins Zeug für die "Guten Taten". Als Besucher kann man mithelfen, den Spendentopf der Aktion zu füllen.

KREIS GÖPPINGEN Der ehrenamtliche Einsatz für die gute Sache läuft jetzt richtig an. Heute und morgen ist der Veranstaltungskalender für die NWZ-Aktion prall gefüllt. · Den Anfang macht am heutigen Samstag die Süßener Kunstgießerei Strassacker. Dort sind beim "Vorweihnachtlichen Lichterzauber von 14 bis 19 Uhr auch die Kinder in Aktion. Wer seinen Nachwuchs für vier Euro beim Engelbemalen mitmachen lässt, tut etwas für die NWZ-Aktion, denn das Geld fließt aufs Gute-Taten-Konto. Um 19 Uhr tritt der Göppinger Kammerchor beim "Winternachtskonzert bei Kerzenschein" in der Oberhofenkirche auf. Das verspricht Musikgenuss und weiteren Zuwachs auf dem Spndenkonto. Der Innenraum der Kirche wird ausschließlich mit Kerzenlicht erleuchtet sein. Neben anderen Chorwerken steht mit Benjamin Brittens berühmter A Ceremony of Carols ein Glanzlicht auf dem Programm. Eva-Maria Brendl aus Göppingen begleitet die Sänger mit der Harfe.  "Gospel in Concert" ist die Überschrift beim Auftritt des Lautersteiner Ensembles "Chorisma" heute um 19 Uhr im Emag-Forum in Salach. Chorleiterin Elke Lang versprach aktuelle Beiträge aus der Gospelszene. Das Programm orientiere sich an dem des großen Festivals Go Gospel vom vergangenen Jahr, als in Fellbach etwa 1000 Sänger begeisterten. ·Auch bei "Crazy Xmas-Party" heute um 19.30 in der Stauferlandhalle in Salach kommt ein Teil des Erlöses der NWZ-Aktion zugute. Die Partyband Sweets for my Sweets und ein DJ sorgen für Stimmung, es gibt eine Singlebörse, Tombola, Lichtshow und Showeinlagen. Um 14.30 beginnt die Kinderdisco · Am Sonntag um 10 Uhr beginnt dann der erste Auftritt des Projektchors von Kantor Gerald Buß in der Göppinger Reuschkirche. Das Ensemble intoniert an den Adventssonntagen die Bachkantaten. Am morgigen 1. Advent geht es los mit der Kantate "Nun komm der Heiden Heiland."

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NWZ vom 23.11.2007: Winternachtskonzert in der Kirche


Artikel vom Freitag 23.11.2007 aus NWZ - Neue Württembergische Zeitung

MUISIK / Göppinger Kammerchor tritt für die "Guten Taten" auf
Winternachtskonzert in der Kirche
Kerzenschein und abwechslungsreiches Programm - Mit Harfistin Eva-Maria Brendl

Beim Winternachtskonzert singt der Göppinger Kammerchor am 1. Dezember für die "Guten Taten". Das stimmungsvolle Konzert bei Kerzenschein sorgt für ein außergewöhnliches Erlebnis in der Oberhofenkirche.

GÖPPINGEN Der renommierte Göppinger Kammerchor engagiert sich wieder bei der NWZ-Aktion "Gute Taten". Das Göppinger Vokalensemble will mit seinem "Winternachtskonzert" am Samstag, 1. Dezember, um 19 Uhr in der Göppinger Oberhofenkirche möglichst viele Menschen für gute und anspruchsvolle Chormusik begeistern. Der gesamte Innenraum der Göppinger Oberhofenkirche wird dafür ausschließlich mit Kerzenlicht erleuchtet sein. Das sorgt für die "Winternachtsstimmung" an diesem Abend. Neben anderen Chorwerken steht mit Benjamin Brittens berühmter "A Ceremony of Carols" dieses Jahr ein besonderes musikalisches Glanzlicht auf dem Programm. Eva-Maria Brendl aus Göppingen begleitet an der Harfe. Die Leitung hat Hans-Eugen Ekert aus Stuttgart. "Nach dem großen Erfolg bei den letzten Guten Taten wollte der ganze Chor unbedingt wieder dabei sein", berichtet Gernot Imgart, der Vorsitzende des Göppinger Kammerchores. In den vergangenen Jahren habe sich der Kammerchor über die Grenzen Göppingens hinaus einen Namen erarbeitet. "Die Mitglieder kommen ausschließlich aus dem Landkreis Göppingen und wir arbeiten in einem festen Ensemble", betont Imgart. Auch wenn es nach den Chorprojekten immer wieder längere Probenpausen gebe, sorge diese so geformte Gesangsgruppe über die Jahre für den entsprechend guten und bekannten "Sound" des Kammerchores. Viele Mitglieder verfügen über jahrelange Chorerfahrung und Stimmbildung, teilweise auch über einer Gesangsausbildung. Pionierleistung Der Göppinger Kammerchor hat seit seiner Gründung im Jahre 1971 maßgebliche Akzente in der Kulturregion Göppingen gesetzt. Ursprünglich hatten sich begeisterte Sänger zu einem losen gemeinsamen Singkreis an der Oberhofenkirche zusammengetan, um neue A-capella Literatur auszuprobieren. Was das Singen ohne Instrumentalbegleitung betrifft, hat der Chor unter seinem ersten Leiter, dem Oberhofenkantor Erhard Frieß, Pionierleistungen erbracht. Im Jahr 1991 übernahm Oberhofenkantor Jörg M. Sander die Leitung des Chores und setzte mit Interpretationen unbekannter Werke neue Schwerpunkte. Unter dem dritten Chorleiter Hans-Eugen Ekert aus Stuttgart erarbeitet sich der Chor seit 2001 mit der historischen Aufführungspraxis ganz neues Terrain. Ekert studierte in Wien Kirchenmusik und Musiktherapie. Als eigenständiger Verein fühlt sich das Göppinger Ensemble heute in sakralem wie weltlichem Repertoire heimisch. Diese Selbständigkeit macht es für den Chor aber nicht einfach. "Wir müssen uns ohne Subventionen zu 100 Prozent selbst finanzieren", berichtet Gabi Keller, die Schatzmeisterin des Chores, von den wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Das ist gerade bei einem anspruchsvollen Konzertprogramm mit Solisten und Instrumentalisten nicht immer einfach. Mittlerweile hat sich ein Förderkreis des Göppinger Kammerchors gebildet, der den Chor finanziell unterstützt und für Fördermitglieder besondere Angebote bereithält. INFO Karten zu 10 Euro (6 Euro für Schüler und Studenten) sind im Vorverkauf bei der NWZ-Geschäftsstelle in Göppingen sowie bei der Baronnerschen Apotheke in Bad Boll noch erhältlich. Mehr Informationen im Internet unter http://www.goeppinger-kammerchor.de.

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NWZ vom 18.09.2007: Benefizkonzert "Auftakt mit Dvorak"

Artikel vom 18.09.2007 aus NWZ - Neue Württembergische Zeitung

BENEFIZKONZERT
Auftakt mit Dvorak

Der renommierte Göppinger Kammerchor unterstützt mit einem Benefizkonzert die Bemühungen um das stationäre Hospiz im Landkreis Göppingen. Er wird dafür am Donnerstag, dem 27. September erstmals in der katholischen Kirche Sankt Maria in Göppingen konzertieren.

GÖPPINGEN Das Konzert am 27. September wird zugleich der Auftakt für die mittlerweile in Göppingen etablierte Hospiz-Woche sein. Auf dem Programm des Kammerchors steht die eindrucksvolle D-Dur-Messe op. 86 von Antonin Dvorak. Er gehört zu den bedeutendsten Komponisten der Romantik. Geradezu maßgeschneidert für die aufwändig renovierte Kirche Sankt Maria ist das Konzertprogramm des Göppinger Kammerchors. Der Chor wird auf einer in der Kirche befindlichen historischen Walcker-Orgel begleitet, die eines der wertvollsten Instrumente jener romantischen Epoche in Baden-Württemberg ist.

"Die katholische Kirche Sankt Maria in Göppingen ist der ideale Aufführungsort für dieses Werk", freut sich schon im Vorfeld der künstlerische Leiter des Kammerchores, Hans-Eugen Ekert aus Stuttgart. Er ist auch Kantor an der Stuttgarter Lukaskirche und hat sich mit seinem Barock-Orchester über die Grenzen Stuttgarts hinaus einen Namen gemacht. Die Messe von Dvorak ist eine Auftragskomposition und war ursprünglich zur Einweihung einer kleinen privaten Schlosskapelle gedacht. Die in Sankt Maria vorhandene Walcker-Orgel Opus 99 von 1851 stammt aus der gleichen Epoche wie die Komposition und wird sich deswegen mit ihrem romantischen Klang perfekt in die Aufführung einfügen. Dies ist ganz im Sinne des Göppinger Kammerchores: Mit seinem Chorleiter Ekert hat sich der Chor seit einigen Jahren der historischen Aufführungspraxis verschrieben.

Der Chor ist in der Region bekannt für seine engagierten Interpretationen, das ausbalancierte Klangbild und sein Temperament. Die Leitung hat Hans-Eugen Ekert. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr.
INFO
Der Erlös des Konzertes geht zu Gunsten des Vereins "Hospiz im Landkreis Göppingen e. V." Karten gibt es im i-Punkt des Göppinger Rathauses. Weitere Informationen unter http://www.hospiz-goeppingen.de und http://www.goeppinger-kammerchor.de .

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NWZ vom 31.03.2007: "Ergreifendes Hörerlebnis"

Artikel vom 31.03.2007 aus NWZ - Neue Württembergische Zeitung

KONZERT / Göppinger Kammerchor in der Stiftskirche Boll
Ergreifendes Hörerlebnis

Vor rund 180 Zuhörern in der vollbesetzten Stiftskirche Boll sang der Göppinger Kammerchor das Passionsoratorium "Membra Jesu Nostri" von Dietrich Buxtehude

BOLL Etwa 1680 vollendete Dietrich Buxtehude seinen Kantatenzyklus "Membra Jesu Nostri". In bildhafter Sprache widmet sich Buxtehude darin dem Leiden Jesu, die der Göppinger Kammerchor mit einer eigenständigen Interpretation eindrucksvoll nachzeichnete. Zur Vertiefung des Inhalts wurden zwischen den Kantaten Verse aus einem siebenteiligen Gedichtzyklus von Paul Gerhardt gesprochen, der sich in seiner kunstvoll-einfachen Sprache eng an die lateinische Vorlage des gesungenen mittelalterlichen Textes anlehnt. Richard Demandt sprach die ergreifenden Texte schlicht und berührend, leider nicht immer bis zur letzten Reihe raumfüllend. Den instrumentalen Beitrag lieferten die Solisten des Lukas-Barockorchesters Stuttgart, besetzt mit Bärbel Weber und Gunhild Cremer (Barockvioline), Brigitte Thönges (Viola da Gamba), Ricarda Hornych (Theorbe, ein Instrument aus der Lauten-Familie) und Mihaly Menelaos Zeke ( Truhenorgel). Mit vokaler Tongebung und sprechender Artikulation musizierten sie innig. Ein Novum war es, dass alle Solopartien abwechselnd von zehn Solisten aus dem Kammerchor gestaltet wurden, die der künstlerische Leiter des Chors, Hans-Eugen Ekert, gut auf diese anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet hatte. Nach einem furiosen mehrstimmigen "Amen" zum Abschluss des Werks herrschte Stille in der Stiftskirche, die sich fast erlösend in lang anhaltendem Beifall ergab.

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Schwäbische Zeitung vom 26.03.2007: "Lateinische Gesänge berühren Zuhörer"

Schwäbische Zeitung vom 26.03.2007
Lateinische Gesänge berühren Zuhörer

ZWIEFALTEN - Eine beeindruckende Interpretation von Buxtehudes "Membra Jesu nostri" hat der Göppinger Kammerchor mit dem Lukas-Barock-Ensemble Stuttgart im Zwiefalter Kapitelsaal geboten. Die Zuhörer waren berührt von der Atmosphäre, die Transparenz und Dichte von Spiel und Gesang in lateinischer Sprache verbreiteten.

Dietrich Buxtehude, Zeit seines Lebens Organist an der evangelischen Marienkirche in Lübeck, komponierte 1680 die "Membra Jesu nostri patientis sanctissima" ("die allerheiligsten Gliedmaßen unseres den Tod am Kreuz erleidenden Jesus") als Zyklus von sieben Kantaten. Sie betrachten jeweils einen Körperteil des Gekreuzigten: Hände, Füße, Knie, Seiten, Brust, Herz und Antlitz. Die lateinische Vorlage wurde auch von Paul Gerhardt übersetzt. Aus seinem Text zur siebten Kantate stammt das bekannte Passionslied "O Haupt voll Blut und Wunden", das selbst in Bachs Matthäus-Passion Eingang fand.

Der Göppinger Kammerchor mit seinem motivierenden Leiter Hans-Eugen Ekert stellte sich mit geschultem, kultiviertem, auch in den Endungen abgerundetem Chorklang vor. Textorientiertes Singen sowohl in den choralartigen wie auch in den figuralen Passagen gelang makellos in professioneller Interpretation. Vor allem die sauber ausgearbeiteten Fugen atmeten chorische Leichtigkeit: strahlend die beiden Sopranstimmen, Wärme im Alt, ausgewogen die Männerstimmen in Tenor und Bass. Als versierte Solisten oder in fein ausschwingenden Terzetts - etwa zwischen Alt, Tenor und Bass - bewiesen einzelne Chormitglieder ihre sängerische Größe. Professor Richard Demandt führte als Sprecher in die sieben Kantaten ein und schuf damit die Voraussetzung, damit die Zuhörer die lateinischen Gesänge besser auf sich wirken lassen konnten. Ihre Transparenz und Dichte erzeugten eine ganz eigene innere Stimmung.

Barocke Instrumente erklingen

Um solistische Sequenzen ranken sich oft chorische, stets kunstvoll verzierte Kompositionsteile, die im Kantatenstil alle arienartigen Sequenzen aufwerten. Zu allem transparenten Singen passte hervorragend das Orchester des Lukas-Barock-Ensembles Stuttgart. Zwei Barockviolinen, eine Viola da Gamba, eine schon durch die Größe des Saitenhalses beeindruckende Laute und eine dezent agierende Orgel zauberten eine feinsinnig-transparente Begleitung, die auch in rein instrumentalen Intraden und Intermezzi hohe Musizierkunst offenbarte. Durch Spiel und Gesang vertieften sich die Zuhörer in die Jahrhunderte überdauernde Welt geistlicher Musik, vor allem wenn sie so makellos und bei aller Professionalität spürbar mit dem Herzen dargeboten wird.

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NWZ vom 23.03.2007: "Membra Jesu Nostri"

Artikel vom 23.03.2007aus NWZ - Neue Württembergische Zeitung

KONZERT / Göppinger Kammerchor in Boll
"Membra Jesu Nostri"

Zum 300. Todestag von Dietrich Buxtehude führt der Göppinger Kammerchor am Wochenende das Chorwerk "Membra Jesu Nostri" auf.

GÖPPINGEN Am Sonntag ab 18 Uhr gastiert der Göppinger Kammerchor mit Dietrich Buxtehudes Chorwerk "Membra Jesu Nostri" in der Boller Stiftskirche. Es singen die Solisten des Chors, begleitet vom renommierten Stuttgarter Lukas-Barock-Orchester auf historischen Instrumenten. Die Gesamtleitung hat Hans-Eugen Ekert, der künstlerische Leiter des Göppinger Kammerchors. ",Membra Jesu Nostri ist eine mystische Betrachtung des Gekreuzigten, die Buxtehude mit einer leidenschaftlichen Musik vertont hat", berichtet Hans-Eugen Ekert. Ergänzt wird der Abend mit Richard Demandt aus Stuttgart, der einen Gedichtzyklus des vor 400 Jahren geborenen Dichters Paul Gerhardt vortragen wird. Berühmt geworden ist daraus dessen letztes Gedicht, das Passionslied "O Haupt, voll Blut und Wunden". Welche herausragende Bedeutung der heute fast in Vergessenheit geratene Buxtehude hatte, verdeutlicht eine Anekdote, wonach der 19-jährige Johann Sebastian Bach als Organist in Arnstadt um einen vierwöchigen Urlaub ersuchte, um Buxtehude in Lübeck persönlich kennen zu lernen. Karten im Vorverkauf gibt es in Göppingen beim i-Punkt im Rathaus und in Boll bei der Baronnerschen Apotheke.

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Schwäbische Zeitung vom 21.03.2007: "Kantatenzyklus erklingt im Kapitelsaal"

Schwäbische Zeitung vom 21.03.2007
Kantatenzyklus erklingt im Kapitelsaal

ZWIEFALTEN (sz) Der Kantatenzyklus "Membra Jesu Nostri" von Dietrich Buxtehude für Soli, Chor und Streichinstrumente wird am Samstag, 24. März, ab 18 Uhr im Kapitelsaal in Zwiefalten aufgeführt. Es singen und spielen der Göppinger Kammerchor und das Lukas-Barockorchester Stuttgart auf historischen Instrumenten. Das Konzert wird anlässlich des 300. Todestages von Dietrich Buxtehudes und des 400. Geburtstages von Paul Gerhardt veranstaltet. Im Jahr 1707 ist der Komponist Dietrich Buxtehude gestorben. Er gehört zu den bedeutendsten Komponisten des Hochbarock und ist vor allem als Orgelkomponist bekannt geworden. Von seinen Kirchenkantaten und Festmusiken ist nur ein kleiner Teil erhalten. Sein einziges gesichertes, abendfüllendes Werk ist der siebenteilige Kantatenzyklus zur Passion "Membra Jesu Nostri" für Soli, Chor und Streichinstrumente.

Auch Paul Gerhardt (1607 bis 1676) hat sich dieses Textes in einem Gedichtzyklus angenommen. Das letzte Gedicht daraus wurde zum bekannten Passionslied "O Haupt, voll Blut und Wunden". Richard Demandt wird Paul Gerhardts kongeniale deutsche Übertragung des mittelalterlichen Textes vortragen.

Der Eintritt ist frei, jedoch wird um Spenden zur Finanzierung des Konzertes gebeten.

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NWZ vom 01.02.2007: "Versierte Sänger gesucht"

Artikel vom 01.02.2007 aus NWZ - Neue Württembergische Zeitung

CHORPROJEKT / Kammerchor Göppingen führt Buxtehude auf
Versierte Sänger gesucht

Der Göppinger Kammerchor hat sich zum Buxtehude-Jahr 2007 ein anspruchsvolles Werk des Barock-Komponisten ausgesucht. Für das Projekt werden versierte Sängerinnen und Sänger gesucht. GÖPPINGEN "Membra Jesu Nostri" ist ein abendfüllendes Werk von Dietrich Buxtehude (1637-1707), der einer der bedeutendsten Komponisten seiner Zeit war. Der Göppinger Kammerchor präsentiert dieses Chorwerk im Buxtehude-Jahr kombiniert mit Gedichten des Zeitgenossen Paul Gerhardt (1607-1676) am 25. März in der Boller Stiftskirche. Zuvor wird das Göppinger Ensemble im Kloster Zwiefalten konzertieren. "Dies wird für die Zuhörer und für unseren Chor ein ganz besonderes Konzerterlebnis werden", verspricht Gernot Imgart, der Vorsitzende des Göppinger Kammerchors. Dafür sucht der Chor versierte Sängerinnen und Sänger, die an dem Kantatenzyklus in sieben Teilen aktiv mitwirken wollen. "Wir möchten unser Ensemble gesanglich verstärken", erklärt Imgart. Begleitet wird der Chor vom Lukas Barock Ensemble Stuttgart auf historischen Instrumenten, die Rolle des Sprechers übernimmt Professor Richard Demandt aus Stuttgart, die Leitung hat Hans-Eugen Ekert. Neben dem 300. Todestag von Dietrich Buxtehude wird auch der 400. Geburtstag von Paul Gerhardt gewürdigt, der einer der prägenden Dichter seiner Zeit war.

Interessierte können sich beim Vorsitzenden des Kammerchors unter Telefon: (07161) 65 97 50 oder per E-Mail unter info@goeppinger-kammerchor.de melden. Mehr Informationen gibt es im Internet unter http://www.goeppinger-kammerchor.de.

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Schwarzwälder Bote vom 16.05.2006: "Wohltat für Ohren und Seele"

Artikel vom 16.05.2006 im Schwarzwälder Boten

Wohltat für Ohren und Seele

Alpirsbach. Beim Schwarzwald Musikfestival gastierten der Göppinger Kammerchor und das Lukas-Barockorchester Stuttgart unter Leitung von Hans-Eugen Ekert in der Alpirsbacher Klosterkirche.
Im Mozartjahr wurde das Programm des Konzerts unter dem Titel "Festliche Musik im Salzburger Dom" gestellt. Denn es ist nicht nur das Jahr Mozarts, sondern durch die enge Freundschaft der Komponisten auch gleichzeitig das Jahr Haydns. Mit einem Paukenschlag begann das Konzert mit Wolfgang Amadeus Mozarts "Vesperae selennes de Dominica, KV 321" in sechs Sätzen für Chor und Orchester. Andächtig lauschten die Zuhörer den Klängen der Musik und der atemberaubenden Akustik der Klosterkirche. Danach folgten Werke von Michael Haydn. Zunächst der eindringliche Hymnus "Urbs Jerusalem beatea". Darauf folgte reine Instrumentalmusik des Orchesters im Concerto in C-Dur in drei Sätzen mit Soli für die Viola d'amore, ein origial historisches Streichinstrument mit lieblichem Klang, sowie Soli für Orgel und Streicher. Mit dem Hymnus "Tantum ergo" stieg der Chor wieder mit ein. Mit leisem und
mystischem Klang Die Orgel begleitete den Chor mit leisem, mystischem Klang und wurde durch sanfte Paukenschäge unterstützt. Bei dem Zusammenspiel schien die Orgel dem Chor stets Antwort zu geben.
Mit dem nun wieder komplett besetzten Orchester beendeten die Musiker das Konzert mit Mozarts "Vesperae solennes de confessore, KV 339" in sechs Sätzen. Nachdem der letzte Ton verklungen war, gab das Publikum minutenlangem Applaus, um die hervorragende, zweistündige Aufführung der Musiker zu honorieren. Das Konzert war schlicht und ohne viele Worte gehalten. Nur die Musik sprach und mehr bedurfte es nicht. Eine Wohltat für die Ohren und die Seele.

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Schwarzwälder Bote vom 12.05.2006: "Musikgeschichte wird lebendig"

Artikel vom 12. Mai 2006 im Schwarzwälder Boten

ALPIRSBACH

Musikgeschichte wird lebendig

Alpirsbach. Das Lukas-Barockorchester Stuttgart und der Göppinger Kammerchor unter Leitung von Hans-Eugen Ekert treten am Samstag, 13. Mai, ab 17 Uhr in der Alpirsbacher Klosterkirche auf.
Die Klosterkirche Alpirsbach gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen romanischer Architektur in Deutschland. Hier finden die Kloster- und Kreuzgangkonzerte statt, die wiederum Kooperationspartner des Schwarzwald Musikfestivals sind.
Aufgeführt werden am Samstag unter anderem zwei Vespern von Wolfgang Amadeus Mozart: Vesperae solennes de Dominica KV 321 und Vesperae solennes de confessore KV 339. Mozart komponierte diese Vespern 1779 und 1780 als zwei seiner letzten kirchenmusikalischen Werke für den Salzburger Bischoff Colloredo. Das Lukas-Barockorchester Stuttgart hat seinen Namen von der Lukaskirche in Stuttgart, an der Hans-Eugen Ekert - einer der Pioniere der Historischen Aufführungspraxis in Süddeutschland seit 1983 wirkt. Nach einigen von ihm geleiteten aufführungspraktischen Seminaren wurde dieses Orchester 1988 gegründet: ein vitaler Klangkörper, dessen Musiker sich intensiv mit historischen Spielweisen beschäftigen und die Musik mit dem Instrumentarium ihrer Entstehungszeit zum Sprechen bringen.
Hans-Eugen Ekert studierte in Wien Kirchenmusik und Musiktherapie. Als Kantor der Friedens- und Lukaskirche Stuttgart hat er dort eine viel beachtete Konzertreihe aufgebaut und manches vergessene Werk der Musikgeschichte wieder ans Licht gebracht. Seit 2001 ist er künstlerischer Leiter des Göppinger Kammerchors.
Info: Karten sind im Vorverkauf erhältlich bei der Tourist-Information Alpirsbach (Telefon 07444/951 62 81) sowie an der Theaterkasse im Kurhaus Freudenstadt.

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NWZ vom 09.05.2006: "Text-Dramatik gut herausgearbeitet"

Artikel vom9. Mai 2006 NWZ - Neue Württembergische Zeitung

KONZERT / Göppinger Kammerchor mit W.A. Mozart und Michael Haydn in der Oberhofenkirche
Text-Dramatik gut herausgearbeitet
Souveräne Darbietung von Chor und Lukas-Barockorchester Stuttgart

Salzburger Kirchenmusik bot der Göppinger Kammerchor am Samstagabend in der Oberhofenkirche. Das Konzert mit Werken von Mozart und Michael Haydn fand den Beifall der Zuhörer.

ULRICH SCHLECHT

GÖPPINGEN

Zwei Vespern von Wolfgang Amadeus Mozart sowie drei Motetten des jüngeren Haydn-Bruders Michael, jeweils im Dienst am Salzburger Dom komponiert, bildeten eine stilistische Einheit, wiesen aber dennoch deutliche Unterschiede in der musikalischen Formensprache auf. Die kurzen, eher von Innerlichkeit gekennzeichneten Haydn-Motetten bildeten so ein retardierendes Moment zwischen den mehr Pracht entfaltenden Mozart-Vespern KV 321 und KV 339. Der musikalische Leiter Hans-Eugen Ekert hatte dem Göppinger Kammerchor das auf historischen Instrumenten musizierende Lukas-Barockorchester aus Stuttgart zur Seite gestellt, das mit Streichern, Naturtrompeten, Pauken, Fagott und Orgel wohltönend und musikantisch begleitete. Mit jugendlicher Stimme sang die Sopranistin Uta Mittelbach in ihren beiden Arien von Gottes Treue und Erbarmen, ohne sich anmerken zu lassen, dass sie erst am Tag davor als Krankheitsersatz eingesprungen war. Die Sängerinnen und Sänger des Chores waren engagiert und stets präsent und stellten auch vier Solisten, die ihre Einsätze couragiert wahrnahmen. Hans-Eugen Ekert hatte das Ge-schehen souverän im Griff und führte seine Musiker mit befeuerndem Dirigat. Durch den selben Text und die gleiche musikalische Anlage sehr ähnlich wirkend, wurden beide Vespern mit vollem Instrumentarium in den Eröffnungssatz "Dixit Dominus" (Psalm 110) geführt. "Confitebor" (Psalm 111) und "Beatus vir" (Psalm 112) boten dynamische Differenzierungen durch Wechselgesänge zwischen Solisten-quartett und Tutti-Chor, während die Fugen des "Laudate pueri" (Psalm 113) zu einem glaubensstark wirkenden Gotteslob geformt wurden. Die "Vesperae solennes de con-fessore" KV 339 ist das bekanntere der beiden Mozartwerke, was nicht zuletzt der wundervollen Sopran-Arie "Laudate Dominum" (Psalm 117) zu danken ist. Eingebettet in den Siciliano-Rhythmus der Instrumente bot Uta Mittelbach hier eine eindrucksvolle Demonstration ihres Könnens und des Mozartischen Genies. Das abschließende Magnificat (aus Lukas 1) geriet zu einem jubelnden Marien-Hymnus mit Pauken und Trompeten, wobei auch die dem Text innewohnende Dramatik herausgearbeitet wurde. Die vom Continuo begleiteten Motetten von Michael Haydn (Urbs Jerusalem, Exsultate Deo, Tantum ergo) bildeten eine fast meditative Ergänzung, und mit der Zugabe von Mozarts "Ave verum corpus" KV 618 ging ein kräftig applaudiertes Konzert zu Ende.

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Stuttgarter Stadtanzeiger vom 09.05.2006: Kultur-Patenschaft für ein Jahr

Artikel vom 9. Mai 2006 im Stuttgarter Stadtanzeiger

Kultur-Patenschaft für ein Jahr

Göppingen (ar). Bislang hat es sich noch nicht so richtig herumgesprochen: Es existiert eine Kooperationsmöglichkeit zwischen Kultur und Wirtschaft im Landkreis. Wie sie aussehen könnte und was sie bringt, zeigt das Beispiel des Göppinger Kammerchors. Nachdem er 33 Jahre geführt und geleitet wurde wie jeder andere Verein, ergab sich die Chance, in dem Boller Unternehmer Sven Maier einen »Kulturpaten« aus der Ökonomie zu finden, der die Organisation und Präsentation der ehrenamtlichen Initiative durchleuchtete, Tipps und Verbesserungsvorschläge einbrachte – und schließlich sogar seinen Lagerraum für eine Nacht zum Konzertsaal umfunktionierte.

Was die Chormitglieder in diesem einen Jahr gelernt haben, zeigt sich jetzt in der Organisation und Durchführung der besonderen Aktionen anlässlich des 35-jährigen Bestehens des Vereins.

Zu verdanken ist eine solche Art der Zusammenarbeit den Wirtschaftsjunioren (WJ) unter dem Vorsitz des stellvertretenden IHK-Geschäftsführers, Gernot Imgart, und all derjenigen, die den WJ-Arbeitskreis »Kultur und Wirtschaft« vor zwei Jahren ins Leben riefen.

Ausführliche Meldung im Innenteil.

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Stuttgarter Stadtanzeiger vom 09.05.2006: »Göppinger Kammerchor«: 35 Jahre Programm auf hohem Niveau für ein anspruchsvolles Publikum

»Göppinger Kammerchor«: 35 Jahre Programm auf hohem Niveau für ein anspruchsvolles Publikum

Auf die nächsten 35 Jahre! Ein Laienchor und die alte Marketing-Regel »Anders als die Anderen« treffen aufeinander

Von Adriana Rossi

Göppingen. Er begann wie viele andere Vereine auch: Im Jahre 1971 kam auf Initiative des damaligen Kantors der Oberhofenkirche, Erhard Frieß, etwa ein Dutzend Gleichgesinnter zusammen, um gemeinsam a cappella zu singen. Zu der Zeit fanden die Proben noch im heimischen Wohnzimmer statt, erklärt Helga Dubbe-Wegener, die seit 1999 dem Göppinger Kammerchor vorsteht. Noch heute sind einige der Gründungsmitglieder mit von der Partie: Chöre, die ohne Instrumentalbegleitung singen, habe es damals in der hiesigen Region gar nicht gegeben, berichten sie. Öffentliche Auftritte fanden so großes Interesse, dass sich der Chor zu einer festen Institution etablierte. Weitere Sänger kamen hinzu, die Proben konnten nicht mehr im stillen Kämmerlein durchgeführt werden. Für die öffentlichen Auftritte wurden GEMA-Gebühren fällig. Es galt, Noten zu kaufen und bei Bedarf einen Organisten zu engagieren, der bezahlt werden wollte. »Wenn die Ausgaben steigen und gleichzeitig die Förderungen durch die Stadt zurückgehen, kommt man halt irgendwann um einen Mitgliedsbeitrag nicht mehr herum«, so die Vorsitzende. Umso mehr, als im Laufe der Jahre auch die »Konkurrenz« zunahm und heute ein weitaus größeres Freizeitangebot besteht, das zusätzlich die Besucherzahlen sinken lässt. Doch das konnte die Chormitglieder nicht beirren, denn sie waren sich ihres Vorteils sicher: Der hohe Anspruch an sich selbst – und damit an die Leistungen der Gruppe.

Für Dubbe-Wegener, die »erst« seit Anfang 1998 mit dabei ist, bedeutet der Chor einen willkommenen Ausgleich zu ihrer beruflichen Tätigkeit als Gymnasiallehrerin. Die gebürtige Hamburgerin genießt die Vielseitigkeit des Laienchors. Zwar sind dessen Kapazitäten mit zwei Programmen pro Jahr, die in der Regel jeweils einmal in Göppingen und einmal im Landkreis aufgeführt werden, schon ausgelastet. Aber die Mischung des Angebots stimmt. Natürlich besteht weiterhin eine traditionelle Nähe zur Oberhofenkirche und damit zu geistlicher Musik. Aber alle zwei Jahre wird auch ein weltliches Programm einstudiert, noch dazu in Lokalitäten wie dem Alten E-Werk. »Das macht viel Spaß, zumal wir uns dann oft doch einem völlig anderen Publikum gegenübersehen«, berichtet die Sopranistin, die nicht weniger gerne zum Fagott greift oder Klavier und Orgel spielt.

Dieser Chor ist eben »anders als die Anderen«. Ein Marketingsatz, den die heute rund 30 Chormitglieder von dem Boller Unternehmer Sven Maier im Rahmen einer einjährigen Kulturpatenschaft lernten. Mit dem Ergebnis, dass auch der Göppinger Kammerchor Mozarts 250. Geburtstag feiert. »Allerdings nicht mit seinen Greatest Hits wie dem ›Requiem‹. Also weg vom Mainstream, hin zu Wolfgang Amadeus' ›Vespern‹. Die sind auch sehr schön – und dazu ausgesprochen dankbar für den Chor. Für manchen sicher eine echte Entdeckung!« Außerdem hielt in diesem Jahr der Konditor Mathias Bidlingmaier eine eigens kreierte Mozart-Praline für die ersten 35 Besucher des Konzerts anlässlich des 35. Kammerchor-Geburtstags bereit.

Der einzige Wermutstropfen: »Wir hätten gerne ein paar jüngere Nachwuchssänger.« Zwar reicht die Altersspanne von 17 bis 70, doch das Gewicht liegt eindeutig bei den 40- bis 50-Jährigen. Wer also Interesse hat, darf gerne zu einer Probe kommen. Vor der Aufnahme muss er jedoch bei einem Vorsingen in kleinem Kreis seine Musikalität und Chorerfahrung zeigen. Qualität kommt nämlich nicht von ungefähr.

Weitere Infos: www.goeppinger-kammerchor.de.

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GZ vom 05.05.2006: "Mozart und Haydn"

Artikel vom 05.05.2006 der Geislinger Zeitung

KONZERT Mozart und Haydn

GÖPPINGEN Mozarts Kirchenmusik führt der Göppinger Kammerchor morgen ab 20 Uhr in der Göppinger Oberhofenkirche auf. Das Lukas-Barockorchester Stuttgart begleitet zwei Vespern auf historischen Instrumenten aus der Salzburger Zeit des Komponisten. Das Programm wird ergänzt mit drei Motetten Michael Haydns. Leitung: Hans-Eugen Ekert, Stuttgart.

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NWZ und GZ vom 04.05.2006: "Mozarts Kirchenmusik auf historischen Instrumenten"

Artikel vom 04.05.2006 aus der NWZ - Neue Württembergische Zeitung - und Geislinger Zeitung

KONZERT / Göppinger Kammerchor am Samstag in der Oberhofenkirche
Mozarts Kirchenmusik auf historischen Instrumenten

Mozarts Kirchenmusik führt der Göppinger Kammerchor am Samstag in der Göppinger Oberhofenkirche auf. Das Lukas-Barockorchester Stuttgart begleitet zwei selten zu hörende Vespern auf historischen Instrumenten

GÖPPINGEN

"Kirchenmusik war das Lieblingsfach Mozarts. Aber er konnte sich ihr am wenigsten widmen." Diese erstaunliche Bemerkung über einen Komponisten, der in erster Linie als Meister von Oper, Sinfonik, Konzert und Kammermusik gilt, stammt von seinem ersten Biograf Franz Xaver Niemetschek aus dem Jahr 1798. Welche Entwicklung hätte die Kirchenmusik genommen, wenn Mozart noch Zeit geblieben wäre, die Stelle bei St. Stefan in Wien anzutreten? Eine Ahnung davon möchte das Chorkonzert des Göppinger Kammerchors am Samstag ab 20 Uhr in der Oberhofenkirche vermitteln. Auf dem Programm stehen Kirchenvespern aus der Salzburger Zeit des Komponisten.

Die beiden großen, für den Salzburger Dom bestimmten Vespern KV 321 und KV 329 für Soli, Chor und Orchester gehören zu den Höhepunkten in Mozarts Kirchenmusik. Sie sind 1779 und 1780 entstanden, also kurz vor dem endgültigen Bruch mit seinem Salzburger Dienstherrn und der Übersiedlung nach Wien. Es ist eine feierliche, zarte und zugleich kraftvolle Musik, die den längst auf der Höhe seiner Meisterschaft stehenden Komponisten, der in allen europäischen Musikstilen zuhause ist, zeigt.

Das Programm wird ergänzt mit drei Motetten des von Mozart hoch geschätzten Kollegen Michael Haydn, dessen 200. Todestag dieses Jahr gedacht wird. Neben dem Kammerchor und dessen Solisten agieren Undine Holzwarth (Sopran) und Fabian Wöhrle (Tenor) sowie das Lukas-Barockorchester Stuttgart auf historischen Instrumenten der Mozart-Zeit. Die Leitung hat Hans-Eugen Ekert, Stuttgart.

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Schwarzwälder Bote vom "Voll Andacht und Begeisterung"

LKZ vom 14.06.2005: "Dvorák-Werk ausdrucksvoll und sehr sensibel präsentiert"

Die Ludwigsburger Kreiszeitung schreibt am 14. Juni 2005 zum jüngsten Konzert des Kammerchores:

"...ein Werk von zeitloser Schönheit,...das der Göppinger Kammerchor... in die Stiftskirche zauberte. Die hohe Professionalität des Kammerchors, ....machten die Aufführung zu einem Erfolg. ... Schon beim einleitenden Kyrie eleison bestach der Chor mit einer ausdrucksstarken, sensiblen Interpretation....Überhaupt waren die dynamischen Elemente die Stärke des Ensembles. (...) Konzentration, Leidenschaft und Sicherheit waren von den Ausführenden gefragt, um die ganze Klangpracht der Messe zu entfalten." (Stefan Friedrich)

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NWZ-Artikel vom 19.04.2005: Konzert des Kammerchores ein voller Erfolg


"Gepflegten Chorgesang erlebten ... ...am Sonntagabend zahlreiche Besucher beim Konzert des Göppinger Kammerchors sowie namhafter Solisten in der Oberhofenkirche. Im Mittelpunkt standen Werke von Giacomo Carissimi, der zu den großen Komponisten des Frühbarock zählt und dessen Geburtstag sich gestern zum 400. Mal jährte. Von ihm erklangen die Oratorien "Jephte" und die "Historia di Abraham et Isaac". Zuvor hatte Chorleiter Hans-Eugen Eckert in die Werke eingeführt."

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NWZ vom 12.04.2005: "Vom Papst verehrt"

JUBILÄUM / Göppinger Kammerchor singt Werke von Carissimi
Vom Papst verehrt

Werke des Barockkomponisten Giacomo Carissimi sind am Sonntag ab 20 Uhr in einem Konzert des Göppinger Kammerchors sowie renommierter Solisten in der Oberhofenkirche zu hören.

GÖPPINGEN

Von Fürsten und sogar vom Papst wurde er verehrt: Giacomo Carissimi (1605-1674) gehört zu den großen Komponisten des italienischen Frühbarock. Schon zu Lebzeiten schätzte man die Kraft seiner Kompositionen, die Herzen der Zuhörer zu bewegen. Zu Ehren des am 18. April 1605 geborenen Meisters singt der Göppinger Kammerchor am Vorabend des 400. Geburtstags die Oratorien "Jephte" und die "Historia di Abraham et Isaac". Außerdem erklingen am Sonntag in der Oberhofenkirche Psalmvertonungen des Psalms 116 von Joh. H. Schein, Melchior Frank und Michael Praetorius. Weiter wirken Undine Holzwarth (Sopran), Benoît Haller (Tenor), Daniel Frisch (Tenor), Oswald Hebermehl (Bass) sowie eine Continuo-Gruppe des Lukas-Barockensembles Stuttgart mit.

Im Rahmen des Kulturpatenprojektes der Wirtschaftsjunioren Göppingen erläutert Chorleiter Hans-Eugen Eckert zuvor ab 19 Uhr die Werke; der Kammerchor selbst wird die Erläuterungen musikalisch mit exemplarischen Stellen hörbar machen.Kulturpate Sven Maier freut sich über das Angebot. "In den Sitzungen unseres Arbeitskreises ist von vielen bemängelt worden, dass gerade in klassischen Konzerten oft der Bezug zur Aufführung und vor allem das Hintergrundwissen zur Musik fehlt", meint der Bettwarenfabrikant. Mit derartigen Einführungen könne die Zutrittsschwelle zu Konzerten verringert werden. Senioren werden auf besonderen Wunsch nach Hause gefahren.

Artikel vom 12.04.2005 aus NWZ - Neue Württembergische Zeitung

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NWZ vom 26.10.2004: "Mit feinsten musikalischen Nuancen"

KONZERT / Mörike-Abend des Göppinger Kammerchors im Alten E-Werk
Mit feinsten musikalischen Nuancen
Wie verschiedene Komponisten des Dichters Sprachmelodie musikalisch in Szene setzten

Mit einem an doppelt ungewöhnlichen Orten unternommenen Mörike-Abend, zum einen am Freitag in einer Boller Bettwarenfabrik, zum andern am Sonntag im Alten E-Werk, leistete der sonst in der Oberhofenkirche "beheimatete" Göppinger Kammerchor seinen Beitrag zum Jubiläumsjahr des Dichters.

HANS HERDEG

GÖPPINGEN Und der Chor tat dies sehr überlegt, indem er hier die Verse des Dichters der Musik, dort die Musik des einen Komponisten jener eines anderen gegenüberstellte, wobei es den Sängern und ihrem Dirigenten, dem Anschein nach, nicht allein daran gelegen war, vereinfachend verschiedene stilistische Ausdrucksweisen zu verdeutlichen. Der Göppinger Kammerchor und sein Leiter Hans-Eugen Ekert wollten vielmehr aufzeigen, welch unterschiedliche Wirkung die Mörike-Verse in Form und Inhalt auf das Empfinden der Komponisten ausübten, dass sie den Text so und nicht anders auf ihre ganz eigene Art musikalisch in Szene setzten. Eines der eindrucksvollsten Beispiele hierfür ergab die Konfrontierung von Hugo Distlers eher holzschnittartiger Vertonung des Gedichts "Schön Rohtraut" mit jener feinsinnig jede kleinste Gemütsregung aufnehmenden Robert Schumanns mit den in feinsten musikalischen Nuancen vibrierenden immer wiederkehrenden Worten "Schweig stille, mein Herze". Doch nicht nur mit Schumanns Sicht auf den großen schwäbischen Dichter wurden die Ausschnitte aus Distlers Mörike-Chorliederbuch konfrontiert, sondern auch mit jener von Robert Franz ("Frühling lässt sein blaues Band", "Volker spielt auf", "Denk es, o Seele" ), Joseph Rheinberger ("Um Mitternacht") oder Otto Scherzer ("Jägerlied", "Denk es, o Seele"), wobei letzterer, ganz dem 19. Jahrhundert zugehörig, in der Handhabung musikalischer Ausdrucksmittel überraschend modern wirkte. In all diesen Darstellungen, die, da a cappella abgefasst, höchste Ansprüche an die Kunst der Differenzierung stellten, bewies der seit drei Jahren kontinuierlich stimmlich ergänzte, von neuer Leitung beflügelte Chor seine aktuell hinzugewonnenen und fortentwickelten Qualitäten, die besonders auf den Gebieten der sängerischen Präzision und eines homogenen Klangbilds eindrucksvolle kleine Triumphe feierten, die wiederum die Grundlage waren für die von Hans-Eugen Ekert intendierte ausdrucksstarke Gestaltung der einzelnen Lieder oder Balladen, von denen Distlers "Feuerreiter" eine besonders beeindruckende Wiedergabe erfuhr. Kaum weniger berührend erwiesen sich die Gedichtvorträge der Tübinger Schauspielerin Lore Zorn, die sich völlig der Sprachmelodie Mörikes anvertraute und diese ganz eigene Musik werden ließ.

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NWZ vom 20.10.2004: "Mörike in der Bettenfabrik"

KONZERT / Kammerchor Göppingen singt in ungewöhnlichem Ambiente in Boll
Mörike in der Bettenfabrik

In ungewöhnlichem Ambiente findet das Herbstkonzert des Göppinger Kammerchors statt: Romantische Mörike-Vertonungen und Auszüge aus Hugo Distlers Chorliederbuch sind am Freitag ab 20 Uhr in der Bettenwarenfabrik "Traum-Fabrik" in Boll zu hören.

GÖPPINGEN Ermöglicht wird das Boller Konzert, das am Sonntag, 19 Uhr, im Alten E-Werk in Göppingen wiederholt wird, von einer Kulturpatenschaft der Wirtschaftsjunioren. Das im Rahmen der Initiative "Mir schaffets" ausgezeichnete Projekt wurde dieses Jahr aus der Taufe gehoben. Die Wirtschaftsjunioren stellen bei dem Projekt ihr Know-How für die regionale Kulturförderung zur Verfügung. Für den Göppinger Kammerchor hat der Boller Bettwarenfabrikant Sven Maier eine erste Patenschaft übernommen. Jetzt räumt Kulturpate Maier quasi als Abschluss der Zusammenarbeit in diesem Jahr seine Lagerhalle in Boll aus, um sie mit Unterstützung der Gemeinde als Saal für ein Mörike-Konzert mit Lesung herzurichten. Das Konzert, ergänzt durch Rezitationen der Tübinger Schauspielerin Lore Zorn, will die Vielfalt der Mörike-Lyrik auf eigene Weise zum Erklingen bringen: Innig-volkstümliche Vertonungen stehen neben den schaurig-expressiven Balladen Hugo Distlers, Rezitation und Chorgesang ergänzen und kontrastieren einander im lebhaften Dialog, unterschiedliche Vertonungen und Lesungen desselben Gedichts beleuchten Mörikes Sprache in wechselnden Nuancen. Die Gesamtleitung hat Hans-Eugen Ekert.

Die Idee zu dem Fabrikkonzert kam aus den Reihen des Kammerchores. "Wir wollen damit außergewöhnliche Konzertformen ausprobieren und neue Zuhörer ansprechen", erläutert Brigitte Schwarz-Stambke vom Kammerchor. Die Wirtschaftsjunioren wollen nun in den Unternehmen verstärkt Platz für kulturelle Veranstaltungen schaffen. Ein weiteres Konzert soll auf dem Gelände des Kuchener Automatisierungsunternehmens "Erhardt und Abt" stattfinden, das bereits seit Jahren Vernissagen mit regionalen Künstlern in seinen Produktionsräumen anbietet.

"Die Zusammenarbeit mit dem Göppinger Kammerchor ist auch für mich unheimlich spannend", bestätigt Sven Maier seine positiven Erfahrungen mit dem Projekt. Auch er habe als Unternehmer viel dazu gelernt. Mit einer aus der Betriebswirtschaft bekannten Stärken-Schwächen-Analyse habe er in gemeinsamen Workshops zunächst ein genaues Profil des Chores entwickelt, berichtet der Unternehmenschef. Daraus wurde ein neues Corporate Design entwickelt und umgesetzt mit dem Ziel, die Qualitäten des "Produktes" Kammerchor noch bekannter zu machen.

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NWZ vom 12.11.2003 "Musik zu Leben und Tod" (Ankündigung)

KONZERT
Musik zu Leben und Tod

GÖPPINGEN Kompositionen der Barockzeit und der Empfindsamkeit, die vom Menschen in der Spannung zwischen Göttlichem und Irdischemsprechen, finden sich im Konzert des Göppinger Kammerchors am Samstag, 15. November, ab 19 Uhr in der Oberhofenkirche unter dem Titel "Musik zu Leben und Tod". Zu hören sind Werke Johann Bachs ("Unser Leben ist ein Schatten"), Johann Christoph Bachs ("Der Gerechte, ob er gleich zu zeitlich stirbt") und Johann Sebastian Bachs ("Nach dir, Herr, verlanget mich", BWV 150), sowie zwei Motetten von Schein und Kompositionen von Homilius. Cembalomusik von Froberger, gespielt von Evelyn Laib, rundet das Programm ab. Außerdem wirken Jana Chytilova und Gunhild Cremer (Violinen), Christine Seegers (Violoncello) und Helga Dubbe-Wegener (Fagott) mit. Die Leitung hat Hans-Eugen Ekert.

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NWZ vom 08.07.2003: "Perfekte Kunsthandwerklichkeit"

KONZERT / Göppinger Kammerchor in Oberhofenkirche
Perfekte Kunsthandwerklichkeit

Mit Kompositionen von Homilius und Hiller suchte der Göppinger Kammerchor am Sonntag in der Oberhofenkirche den Zuhörern die Zeit der "Empfindsamkeit" zwischen Barock und Klassik neu zu entdecken.

HANS HERDEG

GÖPPINGEN Doch so sehr sich der Kammerchor und sein engagierter Leiter Hans-Eugen Ekert auch mühten: Die Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft für die ausgewählten Werke hielt sich in Grenzen, zumal die Musik weder formal noch inhaltlich besonders zu interessieren vermochte. Gottfried August Homilius Motetten etwa schwanken unentschieden zwischen harmonischen Experimenten und tradierter Form, zu welcher der Komponist, Zuflucht suchend, immer dann zurückkehrt, wenn er von seiner eigenen musikalischen Kühnheit überrascht wird, die freilich weder auf barocke Affektintensität zurück-, noch auf die klassische Themendramatik vorausschaut. So verharren Homilius Kompositionen meist in jener musikalischen Grauzone, welche sich in perfekter Kunsthandwerklichkeit gefällt, ohne auf dieser Grundlage Exkursionen in inhaltlich emotionalere Gefilde, die neue Ausdrucksmöglichkeiten erschließen könnten, zu wagen. Selbst die dieser Epoche attestierte "Empfindsamkeit" ließ sich kaum vernehmen, am ehesten noch in Johann Adam Hillers Motette "Der Friede Gottes". Deshalb konzentrierte sich das Interesse vorwiegend auf die sängerische Ausführung der in das mit dem Titel "Was betrübst du dich, meine Seele?" nicht eben attraktiv benannte Programm aufgenommenen Werke durch den Göppinger Kammerchor. Und was dieser unter der umsichtigen wie engagierten Leitung von Hans-Eugen Ekert bot, konnte sich hören lassen. Nach einigen anfänglichen Intonationstrübungen in Scheins den Konzerttitel formulierender Motette rückte das Sängerensemble die von ihm gewohnten Qualitäten einmal mehr in schönstes Licht: das auch in dynamischen Extremen stets homogen bleibende Klangbild, die chorische Flexibilität bei unbeirrbarer agogischer Präzision, die, wenn sie denn geforderte war, aufs feinste modulierte Ausdrucksnuance. Der große Beifall am Ende galt zu Recht dem Chor und seinem Dirigenten sowie dem Organisten Fabian Wöhrle, der mit Stücken von Buxtehude, Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach sowie von Homilius die Vortragsfolge mit viel Einfühlungsvermögen ansprechend gegliedert und aufgelockert hatte

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NWZ vom 15.04.2003 "Drama in episch-lyrischer Erzählweise"

KONZERT / Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion in der Göppinger Oberhofenkirche
Drama in episch-lyrischer Erzählweise
Eindrucksvolle Wiedergabe durch den Göppinger Kammerchor und die Lukaskantorei Stuttgart

Eine eindrucksvolle Wiedergabe der Bachschen Matthäus-Passion gelang in Oberhofen unter der Leitung von Hans-Eugen Ekert dem Göppinger Kammerchor im Verein mit der Lukaskantorei und dem Lukas-Barockorchester Stuttgart.

HANS HERDEG

GÖPPINGEN Der Kantor der Stuttgarter Lukaskirche hatte für seine Darstellung ein ganz eigenes interpretatorisches Konzept entwickelt, das zum einen mit dem Spiel auf alten Instrumenten oder deren Nachbauten auf eine historisierende Aufführungspraxis zielte, zum anderen eine episch-lyrische Erzählweise des Passionsgeschehens anstrebte, welche die Dramatik der Handlung in wenige, dann jedoch kraftvoll ausgeführte Momente bündelte oder durch eine Vielzahl dynamischer Nuancen im vorgegeben Rahmen zumindest andeutete. Sein Konzept zu verwirklichen, kaprizierte sich Hans-Eugen Ekert zunächst und vor allem auf sehr getragene, durch eine differenzierte Dynamisierung jedoch in stetem Fluss gehaltene Tempi, die, da sie vorzugsweise die Schilderung des Evangelisten und die Chöre (und natürlich die Choräle) konturierten, von eigentümlicher Wirkung waren: Wo Handlung, Aktion und Reaktion zu erwarten waren, nahm Nachdenklichkeit ihren Platz ein, wo Reflexion über das Geschehen ihr Anrecht forderte, in den Rezitativen und Arien, beschleunigten sich die Zeitmaße und verwandelten die Inhalte, mochten sie von den Solisten auch noch so schön und konzis gestaltet sein, in eher beiläufige Randbemerkungen. Vollends in den Chorälen bevorzugte der Dirigent, sich auf neuere Erkenntnisse einstiger Aufführungspraxis berufend, nachgerade breite, fast still stehende Tempi, deren durch die Dehnung nachlassende musikalische Spannkraft er mit einer besonderen Diktion - der erst allmählichen dynamischen Ausformung des einzelnen Tons und dessen unmittelbar folgende Abschwächung - auf die Beine half und dergestalt einen fast wiegenden, das Gemüt besänftigenden Rhythmus evozierte. Mochte man diesem Konzept einer meditativen Passionsdarstellung nun zustimmen oder nicht, in seiner Konsequenz und Geschlossenheit überzeugte es allemal mit einer gewissen Faszination, die bei der historisierenden Diktion des Instrumentariums doch etwas vermisst wurde. Die "alte" Spielpraxis hatte auf den Duktus der Wiedergabe kaum, auf ihre klangliche Konsistenz mit einigen tönenden Effekten nur geringen Einfluss und wenn, dann bisweilen etwas verstörend, setzt die Spielweise doch ein äußerst genaues klangliches Agieren, eine höchst präzise Intonation voraus, die freilich durch die Beschaffenheit der Instrumente nicht immer gegeben waren, so dass, ausgerechnet nach dem Choral "O Haupt voll Blut und Wunden", ein ausgedehntes Nachstimmen notwendig wurde. Ansonsten jedoch überzeugte die Interpretation auf ihre Art, zumal auch ein famoses Solistenquartett zu Gebote stand. Die vorzugsweise lyrisch gestimmte Darstellung des Evangelisten Alastair Thompson bestach durch großen Atem und feine Zeichnung, auch wenn die Stimme nicht in allen Registern gleichmäßig ansprach, ein kleiner und überdies aufgrund der stupenden Leistung des Sängers, der auch noch gegen Ende der Aufführung durch die Frische, Geschmeidigkeit und Intonationssicherheit seines Tenors die Hörer für sich einnahm. In Matthias Horn hatte die Wiedergabe einen (bisweilen allzu) stimmgewaltigen Christus. Und während der geradlinig geführte, jedes Vibrato schon im Ansatz unterdrückende Sopran Susan Eitrichs ein wenig gewöhnungsbedürftig war, überraschte die eingesprungene Altistin Helene Radana mit einer in allen Lagen schön ansprechender, trotz aller fast überbordenden Fülle nuanciert tönender Stimme. So entstand, alles in allem gesehen, auf Hans-Eugen Ekerts Geheiß Bachs Matthäus-Passion zwar nicht als ein durch seine dramatische Lebendigkeit mitreißendes Gemälde, sondern als ein durch feine Zeichnung und zarte Farben zu ruhiger Anschauung aufforderndes, meditatives Andachtsbild von überaus suggestiver Wirkung.

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NWZ vom 11.04.2003 "Matthäus-Passion in Oberhofen" (Ankündigung)

KONZERT
Matthäus-Passion in Oberhofen

GÖPPINGEN Der Göppinger Kammerchor, die Stuttgarter Lukaskantorei und das Lukas-Barockorchester führen am Samstag ab 18 Uhr in der Oberhofenkirche Bachs Matthäus-Passion auf. Das Orchester musiziert auf originalen oder nachgebauten Instrumenten der Barockzeit in alter Stimmung. Gesangssolisten sind Susan Eitrich (Sopran), Simone Alex (Alt), Alastair Thompson (Tenor) und Matthias Horn (Bass). Leitung: Hans-Eugen Ekert.

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NWZ vom 07.04.2003 "Göppinger Sänger "powern ohne Ende" (Ankündigung)

KONZERT / Kammerchor und Stuttgarter Lukaskantorei proben in Oberhofen Bachs Matthäus-Passion

Göppinger Sänger "powern ohne Ende"
Damit es wie zur Zeit des Thomaskantors klingt, wird auf historischen Instrumenten musiziert

Seit Wochen probt der Göppinger Kammerchor mit der Lukaskantorei aus Stuttgart die Matthäus-Passion. Das Besondere: Damit es wie zu Bachs Zeiten klingt, werden die Chöre von historischen Instrumenten begleitet.

OLIVER GARBRECHT

GÖPPINGEN Ein ungewohnter Anblick in der Göppinger Oberhofenkirche: Vor dem Altar steht das Cembalo von Hans-Eugen Ekert, Kantor an der Stuttgarter Lukaskirche. Der 51-Jährige gibt dem Instrument den letzten klanglichen Schliff. Dann klatscht er in die Hände und ruft den Sängern energisch zu: "Jetzt bitte aufstellen!" Zum ersten Mal proben die beiden Chöre in der Oberhofenkirche, denn hier wollen sie am 12. April Bachs Matthäus-Passion aufführen. Organisiert hat die Zusammenarbeit Dirigent Ekert, der zugleich Leiter des Göppinger Kammerchors und Kantor an der Stuttgarter Lukaskirche ist, in "Personalunion", wie er das selber nennt. Um dem Werk den vom Komponisten beabsichtigten Klang zu geben, wird das Lukas-Barockorchester bei den Aufführungen auf historischen Musikinstrumenten spielen. "Ich wollte die alte Musik wieder aktuell machen, und dabei kommen die heutigen Instrumente immer wieder an ihre Grenzen", erklärt Ekert. So wird sich den Zuhörern die eine oder andere klangliche Überraschung bieten, etwa dadurch, dass die Streichinstrumente mit Saiten aus Schafsdarm bespannt sind oder durch die Verwendung der "Oboe da caccia". Dieses Holzblasinstrument, von dem es bis Ende der 70er Jahre nur Abbildungen gab, erinnert eigentlich mehr an ein Horn. Erstaunlicherweise, berichtet Ekert schmunzelnd, klinge es wie ein altes Saxophon: "Bach hat das für die Special Effects verwendet." Es ist nicht zu überhören: Mit ihren Proben kommen die beiden Chöre gut voran. Bis zum Auftritt ist fast nur noch Feinarbeit zu verrichten. Und so erntet der Chorleiter für seinen Kommentar auch viel Gelächter: "Die Stuttgarter sind es gewöhnt, angefeuert zu werden. Die Göppinger powern bei der kleinsten Bewegung ohne Ende." (Quelle: http://www.suedwest-aktiv.de)

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Letzte Aktualisierung am 24.12.2016 GK